Teil 1 der EBEL-Serie: HC Tiroler Wasserkraft Innsbruck

innsbruckDer schwere Weg nach oben

Auch in ihrer zweiten Saison nach der Rückkehr in die oberste Spielklasse blieben die „Haie“ aus Innsbruck auf Tauchstation. Trotz guter Spieler am Legionärssektor, wie den Donati-Zwillingen im Sturm (jeweils mit rund einem Punkt pro Spiel/PPG) oder dem erfahrenen kanadischen Torhüter Adam Munro, stand am Ende der Saison nur der letzte Tabellenplatz zu Buche.

Auf der Suche nach Konstanz

Will man um die Play-Offs mitspielen, gilt es vor allem in der Defensive konsequenter zu agieren. Sowohl im Grunddurchgang als auch in der Qualifikationsrunde bekam der HCI mit Abstand am meisten Gegentore. Vor allem die Defensiv-Legionäre, mit Ausnahme des 39-jährigen NHL-Veteranen Marek Malik, brachten nicht die erhoffte Leistung. Angeführt von zwei Kanadiern mit EBEL-Erfahrung soll dem Abhilfe geschaffen werden. Nick Ross, zuvor bei Olimpija Ljubljana und (kurz) bei Red Bull Salzburg, und Dustin Van Ballegooie, letzte Saison punktebester Defender der Graz 99ers, sollen den „Haien“ hinten zur nötigen Konstanz verhelfen. Unterstützt werden sie unter anderem von den österreichischen Routiniers Stefan Pittl und Florian Stern sowie Johan Björk, einem von drei Schweden-Cracks beim HCI. Nicht unwichtig: alle drei Neulinge konnten in der vergangenen Saison eine positive +/- Statistik verzeichnen.

Neue Kräfte aus dem Norden

Mit dem Ex-KAC-Coach Christer Olsson, dessen Vertrag beim Rekordmeister nach dem Verpassen der Play-Offs nicht verlängert wurde, steht auch hinter der Bande des HCI ein Schwede. 2013 noch Meister, konnte sich Olsson in seiner ersten vollen Saison als Klagenfurter Headcoach nicht durchsetzen. Allerdings, und das kann den HCI hoffen lassen, lag dies nicht an der Defensiv-Performance seiner Mannschaft.
Damit es auch in der Offensive klappt, verpflichteten die „Haie“ für die kommende Saison zwei von Olssons Landsmännern. Namensvetter Marcus Olsson spielte schon in den vergangenen drei Saisonen in der EBEL (Jesenice, Wien). Der große Schwede gilt zwar nicht als Topscorer, ist jedoch ein solider Two-Way-Stürmer, der auch seine defensiven Aufgaben wahrnimmt und somit beim HCI eine Lücke füllen kann. Andreas Valdix kommt aus der zweiten schwedischen Liga, der Allsvenskan. Letzte Saison Topscorer seines Teams, bewegte sich seine Punkteausbeute ansonsten eher im Mittelfeld.

Mangelware: „Qualität aus Österreich“

Für eine starke Offensive sollen zudem die Kanadier Kris Beech und Jeff Ulmer sorgen. Beech war im Play-Off der Vorsaison einer der auffälligsten Spieler der sonst farblosen Vienna Capitals. Ulmer, Mitte der Saison von Ljubljana nach Innsbruck gekommen, war eine der Konstanten im Sturm der „Haie“. Gespannt sein darf man auch auf Flügel Matt Sidall, der zuletzt in Italien fleißig punktete. Im Österreicher-Sektor wird es weiter an den HCI-Urgesteinen Patrick Mössmer und Alexander Höller liegen, für Punkte zu sorgen. Dahinter kommt lange nichts – ein Manko, das sich über die Saison schwer kaschieren lassen wird.

Im Kasten bleibt alles beim Alten

Im Tor hat sich über die Sommerpause nichts getan. Mit Adam Munro konnten die Innsbrucker einen starken Einsergoalie halten. Er war letzte Saison wohl der stärkste Mann im Dress der „Haie“. Dahinter gibt weiterhin Patrick Machreich den Backup. Aus Klagenfurt brachte Christer Olsson Pierre Beaulieu mit, der als Co- und Goalietrainer arbeiten wird.

Ausblick

Ein Trainer, der die Liga kennt, bewährte Definsiv-Spieler und interessante Legionäre im Sturm – auf den ersten Blick scheint der HCI über den Sommer einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Vor allem das Problem der löchrigen Defensive scheint erkannt worden zu sein. Ob es auch gelöst ist, wird sich zeigen. Im Sturm kommt nach den Legionären wenig zählbares. Der mangelnde Scoring-Punch der Österreicher wird vor allem im Laufe der Saison zum Problem werden. Die meisten anderen Teams haben in den hinteren Linien weit mehr Qualität aufzuweisen.
Der Kampf um die Play-Offs wird für den HCI auch heuer ein schwerer werden. Allerdings sollte es erstmals gelingen, die Rote Laterne des Tabellenletzten am Ende der Saison abzugeben. (am)

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Alle Teile der Serie auf: Unsere Zeitung zum Eishockeyliga-Start

Foto: haifischbecken.at

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