Teil 5 der EBEL-Serie: Dornbirner EC

dornbirnIn wenigen Tagen beginnt die Eishockeyliga! Unsere Zeitung stellt sich heute der Frage, wie es der Mannschaft aus Dornbirn in der kommenden Saison ergehen wird.

Mit breiter Brust in die neue Saison

In ihrer zweiten Saison in der EBEL zeigten die „Bulldoggen“ aus Dornbirn ihre Zähne. Nicht nur stachen sie in der Qualifikationsrunde unter anderem Rekordmeister KAC aus und zogen somit ins Play-Off ein, auch lieferten sie dem späteren Finalisten Salzburg dort einen harten Kampf. Dornbirn geht also mit breiter Brust in die neue Saison – und will heuer noch weiter kommen.

Abschied von Aquino

Was man von den Vorarlbergern bisher zu sehen bekam, lässt dies durchaus realistisch erscheinen. In Testspielen bezwang der DEC die DEL-Teams Augsburg und Nürnberg und unterlag dem EHC Biel aus der Schweizer NLA nur knapp. Und das, obwohl man den auffälligsten Spieler der letzten beiden Saisonen in der Sommerpause ziehen lassen musste. Der Italo-Kanadier Luciano Aquino sammelte in 105 Spielen für den DEC starke 150 Punkte und galt als einer der gefährlichsten Stürmer der Liga. Er verließ Vorarlberg in Richtung der schwedischen SHL.

Geballte Kraft aus Nordamerika

Ersetzt soll Aquino durch geballte Offensivkraft aus Nordamerika werden. Zu den verbliebenen Kanadiern Jamie Arniel und Chris D’Alvise gesellen sich ihre Landsleute Guillaume Desbiens und Justin DiBenedetto. Desbiens spielte zuletzt in der AHL. Er zeichnet sich vor allem durch seine Größe und sein körperliches Spiel aus. DiBenedetto spielte bereits eine Saison in Salzburg und verbrachte die letzten beiden Jahre in den ersten Ligen in Schweden und Finnland. Von ihm lässt sich auch einiges an offensiven Inputs erwarten. Die kanadische Riege wird ergänzt von zwei US-Amerikanern. Center Adam Miller kennt die EBEL schon aus seiner Saison in Zagreb. Er ist ein guter Vorbereiter, der auch selbst Tore macht. Andy Bombach kommt aus der DEL2, wo er einen Schnitt von über einem Punkt pro Spiel aufweisen konnte.
Was Tore und Assists betrifft, soll auch Martin Grabher-Meier seinen Teil beitragen. Der gebürtige Vorarlberger spielte letztes Jahr seine punktebeste Saison. Für Biss in der Offensive wird weiterhin Niki Petrik sorgen. Der Villacher Power-Forward stieg letzte Saison auch zum Assistant-Captain der Vorarlberger auf.

Offensive Power und defensiver Star

Auch in der Defensive bilden die Legionäre den harten Kern. Offensivverteidiger Jonathan D’Aversa ist dabei die Konstante. Er begleitet die „Bulldogs“ seit ihrem EBEL-Eintritt und kann dabei auch konstant gute Leistungen abrufen. Zuletzt schaffte er in 50 Spielen stolze 41 Punkte. Auch Olivier Magnan geht in seine dritte Dornbirn-Saison. Von Liga-Konkurrenten Székesfehérvár kam Andy Sertich. Er gilt ebenso als jemand, der gute Akzente nach vorne setzen kann. Star in der Dornbirner Verteidigung ist allerdings Garnet Exelby. Über 400 Spiele in der NHL bei den Atlanta Thrashers und den Toronto Maple Leafs hat der Kanadier auf dem Buckel. Exelby bringt defensive Sicherheit und körperbetontes Spiel in die sonst eher offensiv ausgerichtete Dornbirner Verteidigung. Wenn er sich gut eingewöhnt, kann er der entscheidende Faktor im eigenen Drittel der „Bulldogs“ werden. Robert Lembacher spielte 2013/14 eine „brave“ Saison in Dornbirn. Zusammen mit dem jungen Jeitzinger wird er die Defensivlinien auffüllen.

„Schmerzhafte“ Trennung

Im Tor musste man sich von Adam Dennis trennen. Seine Hüftprobleme machten ihm ein weiteres Engagement unmöglich. Der Karrierefortgang des starken Torhüters ist ungewiss. Als Ersatz holte man Mike Murphy. Mit 25 Jahren ist der Kanadier für einen Legionärstormann zwar verhältnismäßig jung, Murphy hat aber bereits Erfahrung aus NHL und KHL zu Buche stehen und stellt somit eine gute Wahl als potentieller Dennis-Nachfolger dar.

Ausblick

Zwar verließen mit Dennis und Aquino zwei der wichtigsten Spieler des DEC Vorarlberg, die erneute Play-Off-Teilnahme könnte den „Bulldogs“ aber trotzdem gelingen. Sowohl im Tor als auch in Verteidigung und Sturm konnte man sich namhaft verstärken. Auch Trainer McQueen hat schon gegen Salzburg gezeigt, dass er seine Mannschaft einzustellen weiß. Kann der DEC sein Potential abrufen, sollte das Viertelfinale drin sein – und dann ist vieles möglich. Gefährlich kann es für den DEC werden, wenn der Verletzungsteufel zuschlägt. Bisher hat man nur sechs Defender im Kader. Wenn sich die Fußstapfen von Dennis als zu groß für Murphy erweisen, könnte man ebenfalls ins Straucheln geraten.

Alle Teile der Serie auf: Unsere Zeitung zum Eishockeyliga-Start

Foto: decbulldogs.at

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