Massengrab misshandelter Zivilisten bei Donezk entdeckt

massengrab_donezkForderung nach internationaler Untersuchung

Nach dem Rückzug der ukrainischen Armee haben örtliche Milizen in der Nähe der Siedlung Kommunar auf dem Gelände eines Bergwerkes, 60 Kilometer östlich von Donezk, zahlreiche in der Erde vergrabene Leichen entdeckt. Bisher wurden im Beisein von OSZE-Inspektoren vier tote Männer in Zivilkleidung exhumiert, berichten deutschsprachige russische Medien. Die ursprüngliche Information, dass es sich bei diesem Fund um Frauenleichen handelte, wurde dementiert.

„Wir arbeiten daran, die entsprechenden internationalen Organisationen – sowohl Regierungs- als auch Völkerrechtsorganisationen – auf die Informationen über Massengräber bei Donezk aufmerksam zu machen. Wir gehen davon aus, dass sie ihren Beitrag zur Sicherung einer unparteiischen und effektiven Untersuchung leisten“, meinte dazu Konstantin Dolgow, russischer Sonderbotschafter für Menschenrechte am Mittwoch zu Journalisten.

Raissa Lukutzowa, Leiterin des Russischen Roten Kreuzes und Mitglied des Präsidialrates für Menschenrechte pflichtet dem bei: „Ich bin der Meinung, dass eine unabhängige internationale Expertenkommission gebildet werden muss. Sie muss die Leichen der Getöteten untersuchen und Aussagen von Augenzeugen ermitteln“.

„Solche grausame brutale Verbrechen dürfen nicht unbestraft bleiben“, so Ella Pamfilowa, Menschenrechtsbeauftragte des russischen Präsidenten, am Mittwoch im TV-Sender Rossija24. Sie rief Amnesty International und andere internationale Menschenrechtsorganisationen dazu auf, an der Ermittlung zu den Massenmorden in der Nähe von Donezk teilzunehmen.

Das ukrainische Militär beteuerte, dass keine ihrer Abteilungen in dem genannten Raum und in dessen Nähe stationiert gewesen sei. Ostukrainische Milizen meinen dagegen, dass die Vergewaltigungen und Morde die ukrainische Nationalgarde verübt habe.

Die Kohlengrube Kommunar ist nicht das einzige namenlose Massengrab, das in den letzten Tagen entdeckt wurde. An der Zufahrt zu einer naheliegenden Ortschaft wurden in einer Grube die Leichen von fünf Menschen gefunden, die laut Aussagen von Einheimischen von Kämpfer der Nationalgarde Menschen wegen einer angeblichen Verbindung zur Volkswehr erschossen wurden.

Quellen: RIA Novosti / Radio Stimme Russlands
Bild: german.ruvr.ru

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