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EISKALT. ZITTRIG. SCHAUER

GRAZ TRÄGT TRAUER.
Drei Worte, sehr schwer zu ertragen, schlagen auf uns aller Magen.
Offen bleiben zahlreich, unbeantwortete Fragen.

Stille in der Stadt – bedrückte Gesichter
Im Meer aus Blumen und Kerzenlichter.
Blankes Entsetzen, Fassungslosigkeit
Überschatten unser psychisches Wohle,
was ist bloß los mit der steirischen Metropole?

Unmut, Angst – in die Stadt zu gehen
Spuren noch mit an zu sehn.
Viele bangen noch um Ihre Lieben
Zum Glück ist meine Familie verschont geblieben.
Vorm Fernseher/ Radio hab ich mich schon kaum gefangen
Wie ist´s den Leuten vor Ort bloß gegangen….

Das Leben nahm Samstag eine traurige Wende
Gezeichnet sind viele bis an ihr Ende.
Vergleichbare Taten in anderen Ländern
Denkt man, können wir nicht ändern.
Man ihnen zwar kurz seine Aufmerksamkeit schenkt
Sie wenig später, gleich wieder verdrängt.

Doch nun, sind wir selbst betroffen
Und können nach diesem Vorfall hoffen
Dass niemand mehr so ähnlich wütet
Und unsere Stadt noch mehr zerrüttet.

Über den Täter möchte ich hier nichts sagen,
zu groß derzeit mein Unbehagen.
In mir herrscht Bedrückung und auch viel Grauen-
Seine Seele zu tief um sie zu durchschauen.
Ebenso wenig will ich´s wagen
Den Betroffenen ETWAS zu sagen.

Durch kein Wort, das man versucht zu sagen
Kann man deren Schmerz „mittragen“.
Geliebte, die plötzlich nicht mehr um sie sind,
ob Mann, Frau oder das kleine Kind.
Diesen Tag werden sie nie vergessen
DAS WORT, es wäre hier vermessen.

Versuchen wir, statt unnütz zu hetzen
Einander wieder mehr zu schätzen.
Denn die Fronten werden sich verhärten
Hören wir nicht auf zu werten.
An der Tragik durchaus krass
Sind Misstrauen und der Fremdenhass.

Genug zu tun, wenn ich vor meiner Tür fege
Und Dem Nächsten keine Steine entgegen lege.
Warum ich mein Gedicht geb kund
Ist genau aus diesem Grund.
Beginn mich selbst zu reflektieren,
prüfe Herz, Charakter, Hirn.
Werte weniger und gebe Acht
Was Der neben mir, vielleicht so macht.

ALLES Unheil kann ich sicher nicht vermeiden
Eventuell muss ein Einzelner weniger leiden.
Und wenn viele von uns anders denken-
Vielleicht gibt´s für Graz dann wieder ein LICHT
„ ZEIGT HUMANITÄT“-
Das will ich mit diesem Gedicht.

Mein aufrichtiges Beileid allen Betroffenen.
Hochachtungsvoll Schulhofer Claudia

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