SV Ried: Mit begrenzten Mitteln gegen den Abstieg

SV_Ried_FansUnsere Zeitung stellt alle 10 Bundesligateams vor, erklärt die Kadersituationen und berichtet vom ersten Saisonmatch der Klubs in der Saison 2015/16.

Von Moritz Ettlinger

0:3 in Hütteldorf: Keine Chance gegen Rapid Wien

Die Spielvereinigung Ried ging am Samstag, wie sie gekommen war: Mit leeren Händen. Denn der SK Rapid ließ den Innviertlern in der ersten Bundesligarunde nicht den Hauch einer Chance und die 3 Punkte zum Saisonauftakt blieben den Erwartungen entsprechend in Wien-Hütteldorf. Damit konnten die Rieder auch im 38. Auswärtsspiel gegen Rapid keinen Sieg einfahren.

Rapid dominierte das Spiel von Beginn weg und kam auch zu einigen guten Torchancen. Dann der Schock für die SV Ried: Linksverteidiger und Führungsspieler Oliver Kragl musste nach Torraub mit Rot vom Platz, die Oberösterreicher von nun an also nur noch zu zehnt.
Der Torreigen startete dann aber erst in Hälfte zwei, Florian Kainz erzielte nach perfektem Petsos-Steilpass die Führung für die Wiener. Die einzige gute Chance für Ried hatte Thomas Murg (67.), sein Schuss knapp 20 Metern konnte Rapid-Goalie Jan Novota aber noch an die Querlatte lenken. Das war‘s dann aber auch mit der Rieder Offensive, die weiteren Treffer für Rapid Wien erzielten Robert Beric (84.) und „Joker“ Louis Schaub in Minute 89.

Die Kaderanalyse

Mit sehr begrenzten Mittel einen konkurrenzfähigen Kader auf die Beine stellen: Das ist Jahr für Jahr die Aufgabe von Ried-Manager Stefan Reiter.

Auch dieses Jahr verließen wieder etliche Stützen der Mannschaft den Verein, vor allem die Abgänge von Rechtsverteidiger Stefan Lainer (RB Salzburg) und Stürmer Denis Thomalla (zurück zu RB Leipzig) schmerzen besonders. Aber auch Pichler (Grödig), Perstaller (Hansa Rostock) und Fröschl (LASK) müssen erst einmal ersetzt werden. Zudem wurden noch Burghuber (Austria Salzburg), Höbarth (Oedt), Krizevac (Viktoria Berlin), Brandstetter (Neuhofen/SVR II) und Schneider (St. Florian) abgegeben.

Doch auch in diesem Jahr konnten wieder einige interessante Neuzugänge verpflichtet werden. Einer davon ist der ehemalige österreichische Nachwuchs-Teamstürmer Daniel Sikorski, der nach zahlreichen Verletzungen und einigen Auslandsstationen wie Bayern München II, Wisla Krakau, St. Gallen u.a. einen Neustart in Österreich wagen möchte. Ebenfalls gespannt sein darf man auf den spanischen Mittelstürmer Manuel Gavilán (23) vom FC Zamora, der mit vier Toren beim 15:0 Cuperfolg gegen den SV Innsbruck (ebenso wie Sikorski) bereits seine Klasse andeutete. Außerdem wurden Bergmann (Wacker Innsbruck), Antonitsch (Horn), Prada (FC Cádiz), Schöller (Gallneukirchen) und Schubert (Völkermarkt) geholt, mit verstärken Kölbl, Dirnberger und Ramadani drei Nachwuchshoffnungen von der zweiten Mannschaft den Kader der Innviertler.

Nicht nur im Spielersektor hat sich einiges getan, auch der Trainer ist neu bei den Riedern. Nachdem Oliver Glasner überraschend zum Lokalrivalen LASK übersiedelte, holte man mit Helgi Kolvidsson einen abstiegserprobten Trainer an den Inn. Der 43-jährige Isländer stieg vergangene Saison mit dem SC Wiener Neustadt aus der höchsten Spielklasse ab, soll nun allerdings selbiges mit der SV Ried verhindern.

Nach einer durchwachsenen Vorbereitung, bitteren Testspielniederlagen und dem höchsten Cupsieg der Rieder Bundesliga-Geschichte kann man auch nach der 0:3-Auftakniederlage gegen Rapid Wien noch nicht wirklich sagen, wo die Spielvereinigung Ried steht. Ob die Innviertler heuer um den Abstieg spielen werden oder doch im Tabellenmittelfeld landen, wird sich erst nach ein paar Runden langsam herauskristallisieren.

So könnte die SV Ried spielen:

Ried_Aufstellung

Die Saisonvorschau nach dem Bundesliga-Auftakt:

Foto: Fans des SV Ried beim Cup Finale 2011 (Werner100359, Lizenz: CC BY-SA 4.0), GRAFIK: Unsere Zeitung

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