Opernballdemo 2017: Die soziale Frage im Mittelpunkt

Der Opernball als Symbol der gesellschaftlichen Widersprüche: „Kaviar für euch? Krise für uns?“ – Demonstration am Donnerstag (23.2.), 18 Uhr (Treffpunkt: U3-Johnstraße)

Nach über sieben Jahren Pause und einem kleinen Protest in Vorjahr, wird es am Donnerstag wieder eine größere Demonstration gegen den Wiener Opernball geben. AktivistInnen der Kommunistischen Jugend Österreich (KJÖ) laden dazu ein, gemeinsam auf die Straße zu gehen und „ein starkes Zeichen für Solidarität und gegen den Irrsinn der Reichen“ zu setzen.

„Den Milliardären und Millionären auf der einen Seite stehen in Österreich nach offizieller Lesart mehr als 1,18 Millionen Menschen gegenüber, die von Armut bedroht sind. Auf der einen Seite stehen explodierende Gewinne, zum anderen immer schlechter leistbare Mieten, Reallohnverluste und Rekordarbeitslosigkeit. Das sind alles Gründe, die uns bewegen, am Donnerstag auf die Straße zu gehen“, schildert KJÖ-Vorsitzender David Lang im Gespräch mit der Tageszeitung junge Welt die Motivation für die Demonstration, bei der rund 500 Menschen erwartet werden.

Für den 28-jährigen Jungkommunisten wird es die erste Opernballdemo in seinem politischen Leben, verrät er im Gespräch mit Unsere Zeitung. Neben den zahlreichen Antifa-Demos sei es wichtig die Frage der Reichtumsverteilung in den Mittelpunkt zu stellen. „Wir laden jeden ein, der sich mit den Zielen der Demo identifiziert“, so Lang. Mit einer Einschränkung: „Gewalt ist nicht in unserem Sinn.“

Startpunkt am Donnerstag um 18 Uhr ist die U3-Station Johnstraße in Rudolfsheim-Fünfhaus, dem ärmsten Bezirk Wiens. Die offizielle Demoroute:


Medial hat das Ansinnen der jungen KommunistInnen für einigen Wirbel gesorgt. Die Austria Presse Agentur berichtete ebenso vom Protest gegen ein „dekadentes Fest der Reichen“, wie zahlreiche Zeitungen, der ORF sowie private Fernsehsender. Ein ausführliches Studiogespräch mit David Lang brachte oe24.tv, der Wiener Regionalsender W24 lieferte folgenden Beitrag:

 

Zum Schluss noch das im obigen Beitrag angesprochene Mobilisierungsvideo der „Ottakringer Vodkatrinker“ in voller Länge:

Fo

Fotos: kjoe.at, Titelbild: nigerianreporter.com

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