Antifaschistische Gedenkwanderung (15.7.)

Samstag, 15. Juli: Von Kaltenleutgeben auf die Predigerstuhlwiese

Kundgebung der Revolutionären Sozialisten auf der Predigerstuhlwiese bei Kaltenleutgeben, 15. 7. 1934 (Bildmitte: Rosa Jochmann als Rednerin), bei der Johann Fröhlich und Richard Lehmann erschossen wurden. (Foto: Bund sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus, Wien)

Am 15. Juli 1934 haben einige hundert – zu diesem Zeitpunkt bereits illegalisierte – SozialistInnen ein Gedenken an das Polizeimassaker beim Justizpalastbrand 1927 (wegen des Schattendorfer Schandurteils) auf der Predigerstuhlwiese bei Perchtoldsdorf/Kaltenleutgeben abgehalten, wobei es zu einem neuerlichen Massaker mit Toten und Verletzten kam. Rosa Jochmann hat gesprochen, und kaum, dass sie sagen konnte, „in uns lebt die Überzeugung, dass wir wiederkommen werden“, sind bewaffnete Austrofaschisten aus dem Dickicht hervorgebrochen und haben das Feuer eröffnet. Die Fahnenträger Hans Fröhlich und Richard Lehmann brachen tödlich getroffen zusammen, andere TeilnehmerInnen wurden verletzt. Die entsetzte Menge flüchtete in den schützenden Wald.

NIEMALS VERGESSEN!
In Erinnerung an dieses Verbrechen findet am Samstag, den 15. Juli 2017 eine Antifaschistische Gedenkwanderung statt. Treffpunkt ist um 10.15 Uhr in Kaltenleutgeben (erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus 255 ab 9.53 Uhr von Wien-Liesing, 10.07 Hans-Czettel-Hof, Kaltenleutgeben). Anschießend Wanderung zum Gedenkstein auf der Predigerstuhlwiese. Gerald Netzl wird die historischen Zusammenhänge erläutern. Im Anschluss gibt es Diskussion, Musik auf der Kugelwiese/Essen und Trinken beim Schutzhaus. 

fb-Veranstaltung

Titelbild: Wanderschuhe (pixabay.com; Lizenz: CC0 Public Domain)

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