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Klares Zeichen gegen Rechts

In Wien demonstrierten rund 70.000 Menschen gegen ÖVP/FPÖ-Regierung

Von Robert Manoutschehri

Am Samstagabend versammelten sich trotz Schlechtwetter und kalten Temperaturen rund 20.000 Menschen am Wiener Westbahnhof zu einer Großdemonstration gegen die neue rechtskonservative schwarz-blaue Regierung Österreichs. Beim Marsch durch die Mariahilfer Straße verdoppelte sich die Teilnehmerzahl, um schließlich am Heldenplatz in einer riesigen Menge den Abschlussreden zu lauschen – gegen Ende der Kundgebung sprachen die Veranstalter schließlich von 70.000 begeisterten Menschen. Ein klares Zeichen „gegen Rechts“.

„Wir sind überwältigt von der Anzahl an Menschen, die heute lautstark gegen diese Regierung protestiert hat“, sagt Julia Hess von der Offensive gegen Rechts. Michael Genner von der Plattform für eine menschliche Asylpolitik fügt hinzu: „Das letzte Mal, als so eine große Anzahl Menschen auf die Straße gingen war im Spätsommer 2015 um für eine menschliche Asylpolitik zu demonstrieren. Es zeigt auch ganz klar: Wir sind wieder da!“

Der Protest richtet sich gegen den umfassenden Angriff auf grundsätzliche Rechte, die ÖVP und FPÖ planen oder schon umgesetzt haben, etwa die Abschaffung der Notstandshilfe. Das zeigt sich auch an den vielfältigen Organisationen, Bündnissen, Initiativen und Parteien, die zur Demonstration aufgerufen haben. Von Umweltschutz über Frauenrechte und Bildung bis zu Antifaschismus und einen solidarischen Sozialstaat wurden viele Themen sicht- und hörbar gemacht.

„Klar ist für uns auch, dass das erst der Anfang ist“, gibt sich Julia Hess für Offensive gegen Rechts kämpferisch, „Wir haben heute gezeigt, dass wir sehr Viele sind und dieser Regierung und ihren menschenfeindlichen Absichten keine Ruhe lassen.“ Auch Michael Genner für die Plattform für eine menschliche Asylpolitik sieht dies als Beginn einer neuen großen Protestbewegung: „Die ist eine Regierung, die keine rechte Provokation auslässt, wie Innenminister Kickl mit seinem mit seinem konzentriert-Sager zeigt. Sie wird auch weiter auf unseren Widerstand treffen.“

Titelbild: Highlight Heldenplatz: da war wortwörtlich kein Platz mehr für Nazis (Foto: Robert Manoutschehri)

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