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Wieso das Flugtaxi keine gute Idee ist

Anfang des Jahres, war es der China-Korrespondentin des Handelsblattes, Sabine Gusbeth ermöglicht worden, eine Reise in einem Flugtaxi zu unternehmen – Peking plant nämlich den Betrieb von Flugtaxis zu starten.

Glosse von Max Sternbauer

Ein Flugtaxi, auch Passagierdrohne genannt, ist ein autonom gesteuertes Fluggerät, das in urbanen Ballungsräumen eingesetzt werden soll, und die Volksrepublik China ist ganz vorne bei der Entwicklung dieser Industrie.

Der Begriff dazu: „Wirtschaft in niedriger Flughöhe“ (Low-Altitude Economy). Laut Fünf-Jahres-Plan, soll dieser Raum, der vom Erdboden bis zu 1000 Meter in den Himmel reicht, als strategischer Wirtschaftsraum genutzt werden. Wieso es extra für diesen Raum, einen eigenen Begriff geben muss, sei mal dahingestellt. Es gibt, vermutlich, auch keinen Begriff, für den Wirtschaftsraum im Inneren von Gebirgsmassiven.

Flugtaxis, oder generell Drohnen, sollen helfen, die in Großstädten überlasteten Straßen zu entlasten. Die Idee dahinter, verfügt auch über einen eigenen Begriff: Urban Air Mobility.

Auf den ersten Blick mag diese Herangehensweise sehr plausibel erscheinen: anstatt im Stau zu stehen, nutzt man lieber diesen dreidimensionalen Raum, genannt Himmel, über sich.

Problem ist daran folgendes; der Mensch ist eine verschwenderische Spezies, und das gilt nicht nur für Ressourcen, sondern auch für Raum, oder auch Platz.

Der Orbit der Erde, dient sehr gut als abschreckendes Beispiel für die Maxime, „Da ist doch genug Platz!“ Anscheinend nicht, denn online lassen sich schöne Karten finden, auf denen der sogenannte Weltraumschrott verzeichnet ist, der um die Erde kreist.   

Bevor Flugtaxis, oder auch Drohnen die Pakete transportieren, wie Bienen durch den Himmel der Städte summen, sollte kurz darüber nachgedacht werden, ob das so eine gute Idee ist.


Titelbild/Grafik: Unsere Zeitung / KI-generiert 

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