„Dieses System ist nicht mehr hinzunehmen“

Über die Rede von Papst Franziskus beim Welttreffen der Volksbewegungen in Bolivien in ausführlichen Zitaten

Jorge Mario Bergoglio, besser bekannt als Papst Franziskus, seit 2013 Oberhaupt der Katholischen Kirche, sprach am 9. Juli 2015 beim Welttreffen der Volksbewegungen in Santa Cruz de la Sierra, Bolivien. Dabei rief er die Benachteiligten dazu auf sich zusammenschließen, um für ihre Rechte einzutreten und sich an den Wandlungsprozessen auf nationaler, regionaler und weltweiter Ebene zu beteiligen. Bei seiner Rede entschuldigte sich der aktuelle Chef der Katholischen Kirche auch für „viele und schwere Sünden“ die „im Namen Gottes“ gegen die Ureinwohner Amerikas begangen wurden.

In erster Linie kritisierte Franziskus aber das gegenwärtige Wirtschaftssystem, welches seiner Ansicht nach gegen den „Plan Jesu“ verstoße: „Sehen wir ein, dass etwas nicht in Ordnung ist in einer Welt, in der es so viele Campesinos (Bauern, Anm.) ohne Grund und Boden, so viele Familien ohne Wohnung, so viele Arbeiter ohne Rechte gibt, so viele Menschen, die in ihrer Würde verletzt sind? […] Erkennen wir, dass dieses System die Logik des Gewinns um jeden Preis durchgesetzt hat, ohne an die soziale Ausschließung oder die Zerstörung der Natur zu denken?“

Wir brauchen und wir wollen eine Veränderung.

„Dieses System ist nicht mehr hinzunehmen“, so Bergoglio. „Die Campesinos ertragen es nicht, die Arbeiter ertragen es nicht, die Gemeinschaften ertragen es nicht, die Völker ertragen es nicht… Und ebenso wenig erträgt es die Erde, „unsere Schwester, Mutter Erde“, wie der heilige Franziskus sagte. […] Ja, so ist es, ich beharre darauf, sagen wir es unerschrocken: Wir wollen eine Veränderung, eine wirkliche Veränderung, eine Veränderung der Strukturen.“

Grund und Boden, Wohnung und Arbeit für alle unsere Brüder und Schwestern!

Es sind unantastbare Rechte für die es sich lohne zu kämpfen. „Wir wollen eine Veränderung in unserem Leben, in unseren Wohnvierteln, in der niedrigen Bezahlung, in unserer unmittelbaren Wirklichkeit; auch eine Veränderung, welche die ganze Welt berührt, denn heute verlangt die weltweite Interdependenz globale Antworten auf die lokalen Probleme. Die Globalisierung der Hoffnung, die in den Völkern aufkeimt und unter den Armen wächst, muss an die Stelle der Globalisierung der Ausschließung und der Gleichgültigkeit treten!“, so der gebürtige Argentinier.

Nicht nur „in allen Völkern der Welt“ gäbe es ein „Sehnen nach Veränderung. „Selbst in dieser immer kleineren Minderheit, die glaubt, von diesem System zu profitieren, herrscht die Unzufriedenheit und besonders die Traurigkeit. Viele erhoffen einen Wandel, der sie von dieser individualistischen, versklavenden Traurigkeit befreit.“, meinte der Papst in Hinblick auf die Oberschicht. Denn: „Wenn das Kapital sich in einen Götzen verwandelt und die Optionen der Menschen bestimmt, wenn die Geldgier das ganze sozioökonomische System bevormundet, zerrüttet es die Gesellschaft, verwirft es den Menschen, macht ihn zum Sklaven, zerstört die Brüderlichkeit unter den Menschen, bringt Völker gegeneinander auf und gefährdet – wie wir sehen – dieses unser gemeinsames Haus.“

Viel! Sie können viel tun. Lassen Sie sich nicht einschüchtern!

Auch auf den weitverbreitenden Einwand, ein Einzelner könne gegen die Ungerechtigkeiten auf der Welt nichts tun, ging Franziskus in seiner Rede ein: „Was kann ich, ein Cartonero, eine Catadora, ein Müllsucher, eine Müllsortiererin angesichts so vieler Probleme tun, wenn ich kaum genug zum Essen verdiene? Was kann ich Handwerker, Straßenhändler, Fernfahrer, ausgeschlossener Arbeiter tun, wenn ich nicht einmal Arbeitsrechte habe? Was kann ich Bäuerin, ich Indio, ich Fischer tun, wenn ich kaum der Unterwerfung durch die großen Genossenschaften widerstehen kann? Was kann ich von meinem Elendsviertel, meiner Bruchbude, meinem Dörfchen, meiner Barackensiedlung aus tun, wenn ich täglich diskriminiert und ausgegrenzt werde? Was kann dieser Student, dieser Jugendliche, dieser Vorkämpfer, dieser Missionar tun, der durch die Stadtviertel und die Gegenden läuft mit dem Herzen voller Träume, doch nahezu ohne irgendeine Lösung für meine Probleme? – Viel! Sie können viel tun. Sie, die Unbedeutendsten, die Ausgebeuteten, die Armen und Ausgeschlossenen, können viel und tun viel. Ich wage, Ihnen zu sagen, dass die Zukunft der Menschheit großenteils in Ihren Händen liegt, in Ihren Fähigkeiten, sich zusammenzuschließen und kreative Alternativen zu fördern, im täglichen Streben nach den „drei T“ (trabajo, techo, tierra – Arbeit, Wohnung, Grund und Boden) und auch in Ihrer Beteiligung als Protagonisten an den großen Wandlungsprozessen auf nationaler, regionaler und weltweiter Ebene. Lassen Sie sich nicht einschüchtern!“

Bergoglio, der er unter anderen von der „Theologie des Volkes“, einer argentinischen Variante der Befreiungstheologie geprägt wurde, nannte in seiner Rede drei große Aufgaben. Unsere Zeitung zitiert abschließend in leicht gekürzter Form:

Die erste Aufgabe ist, die Wirtschaft in den Dienst der Völker zu stellen: Die Menschen und die Natur dürfen nicht im Dienst des Geldes stehen. Wir sagen Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung und der sozialen Ungerechtigkeit, wo das Geld regiert, anstatt zu dienen. Diese Wirtschaft tötet. Diese Wirtschaft schließt aus. Diese Wirtschaft zerstört die Mutter Erde. […]

Eine gerechte Wirtschaft muss die Bedingungen dafür schaffen, dass jeder Mensch eine Kindheit ohne Entbehrungen genießen, während der Jugend seine Talente entfalten, in den Jahren der Aktivität einer rechtlich gesicherten Arbeit nachgehen und im Alter zu einer würdigen Rente gelangen kann. Es ist eine Wirtschaft, in der der Mensch im Einklang mit der Natur das gesamte System von Produktion und Distribution so gestaltet, dass die Fähigkeiten und die Bedürfnisse jedes Einzelnen einen angemessenen Rahmen im Gemeinwesen finden. Sie – und auch andere Volksgruppen – fassen diese Sehnsucht auf einfache und schöne Weise in dem Ausdruck „gut leben“ zusammen. […]

Diese Wirtschaft ist nicht nur wünschenswert und notwendig, sondern auch möglich. Sie ist weder Utopie, noch Fantasie. Sie ist eine äußerst realistische Perspektive. Wir können sie erreichen. Die in der Welt verfügbaren Ressourcen – eine Frucht der generationsübergreifenden Arbeit der Völker und der Gaben der Schöpfung – sind mehr als ausreichend für die ganzheitliche Entwicklung eines jeden Menschen und des ganzen Menschen. […]

Die zweite Aufgabe ist, unsere Völker auf dem Weg des Friedens und der Gerechtigkeit zu vereinen. Die Völker der Welt wollen ihr Schicksal selbst bestimmen. Sie wollen in Frieden ihren Weg zur Gerechtigkeit gehen. Sie wollen weder Bevormundung noch Einmischung, wo der Stärkere den Schwächeren unterordnet. Sie wollen, dass ihre Kultur, ihre Sprache, ihre gesellschaftlichen Prozesse und ihre religiösen Traditionen respektiert werden. Keine faktische oder konstituierte Macht hat das Recht, den armen Ländern die volle Ausübung ihrer Souveränität abzuerkennen, und wenn es dennoch geschieht, sehen wir neue Formen von Kolonialismus, welche die Möglichkeiten zu Frieden und Gerechtigkeit ernsthaft schädigen, denn „Grundlagen des Friedens sind nicht nur die Achtung der Menschenrechte, sondern auch der Respekt vor den Rechten der Völker, insbesondere dem Recht auf Unabhängigkeit“ (1) […]

Die Regierungen der Region haben ihre Kräfte vereint, um dafür zu sorgen, dass ihre Souveränität respektiert wird, und zwar die eines jeden Landes und die der Region im Ganzen, die sie – wie einst unsere Väter – mit dem schönen Namen die „Große Heimat“ bezeichnen. Ich bitte Sie, liebe Brüder und Schwestern aus den Volksbewegungen, diese Einheit zu hüten und auszubauen. Angesichts aller Spaltungsversuche ist es notwendig, die Einheit zu bewahren, damit die Region in Frieden und Gerechtigkeit wächst. […]

Der neue Kolonialismus nimmt verschiedene Gestalten an. Manchmal ist es die anonyme Macht des Götzen Geld: Körperschaften, Kreditvermittler, einige sogenannte „Freihandelsabkommen“ und die Auferlegung von „Sparmaßnahmen“, die immer den Gürtel der Arbeiter und der Armen enger schnallen. […] In anderen Fällen sehen wir, dass unter dem edlen Mantel des Kampfes gegen Korruption, Drogenhandel und Terrorismus – schwerwiegende Übel unserer Zeiten, die ein koordiniertes internationales Eingreifen erfordern – den Staaten Maßnahmen auferlegt werden, die wenig mit der Lösung dieser Problemkreise zu tun haben und oftmals die Dinge verschlimmern. […]

Der neue wie der alte Kolonialismus, der die armen Länder zu bloßen Rohstofflieferanten und Zulieferern kostengünstiger Arbeit herabwürdigt, erzeugt Gewalt, Elend, Zwangsmigrationen und all die Übel, die wir vor Augen haben… und zwar aus dem einfachen Grund, weil er dadurch, dass er die Peripherie vom Zentrum abhängig macht, ihr das Recht auf eine ganzheitliche Entwicklung verweigert. Das ist soziale Ungerechtigkeit, und die erzeugt eine Gewalt, die weder mit polizeilichen, noch mit militärischen oder geheimdienstlichen Mitteln aufgehalten werden kann. […]

Lassen Sie mich den Brüdern und Schwestern der lateinamerikanischen Eingeborenenbewegung meine zutiefst empfundene Zuneigung ausdrücken und sie beglückwünschen zu ihrem Versuch, ihre Völker und Kulturen zu vereinen. […] Ihre Suche nach diesem Miteinander in der Multikulturalität, welche die erneute Bekräftigung der Rechte der Urbevölkerungen mit der Achtung gegenüber der territorialen Ungeteiltheit der Staaten verbindet, bereichert und stärkt uns alle. […]

Die dritte, vielleicht wichtigste Aufgabe, die wir übernehmen müssen, ist die Verteidigung der Mutter Erde. Unser aller gemeinsames Haus wird ungestraft ausgeplündert, verwüstet und misshandelt. Die Feigheit bei ihrer Verteidigung ist eine schwere Sünde. Mit zunehmender Enttäuschung sehen wir, wie ein internationales Gipfeltreffen dem anderen folgt ohne irgendein bedeutendes Ergebnis. […]

Die Zukunft der Menschheit liegt nicht allein in den Händen der großen Verantwortungsträger, der bedeutenden Mächte und der Eliten. Sie liegt grundsätzlich in den Händen der Völker; in ihrer Organisationsfähigkeit und auch in ihren Händen, die in Demut und mit Überzeugung diesen Wandlungsprozess „begießen“. Ich begleite Sie. Sprechen wir gemeinsam aus vollem Herzen: keine Familie ohne Wohnung, kein Campesino ohne Grund und Boden, kein Arbeiter ohne Rechte, kein Volk ohne Souveränität, kein Mensch ohne Würde, kein Kind ohne Kindheit, kein Jugendlicher ohne Möglichkeiten, kein alter Mensch ohne ein ehrwürdiges Alter. Fahren Sie fort in Ihrem Kampf und, bitte, sorgen Sie sehr für die Mutter Erde! Ich bete für Sie, ich bete mit Ihnen, und ich möchte Gott, unseren Vater, bitten, Sie zu begleiten und zu segnen, Sie mit seiner Liebe zu erfüllen und auf Ihrem Weg zu verteidigen, indem er Ihnen reichlich jene Kraft verleiht, die uns auf den Beinen hält: Diese Kraft ist die Hoffnung, die Hoffnung, die nicht enttäuscht. Danke. Und bitte beten Sie für mich!“

Volltext der Rede: de.radiovaticana.va

(1) Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden, Kompendium der Soziallehre der Kirche, 157.

Foto: Agencia de Noticias ANDES (Lizenz: CC BY-SA 2.0); Titelbild: nueva-ciudad.com.ar

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18 Kommentare

      • …verlautet der gute Mann nicht Tatsachen, die langsam jeder Spatz vom Dach pfeift? Soll er mal anfangen, die Milliarden der Vatikanbank in sinnige Objekte zu investieren… Taten statt hohle Phrasen!

        • LOL Stimmt genau, lieber Mikeondoor! Taten statt Phrasen – Papa Franziskus – bei allem Guten Willen, Willkommen im Leben … und nicht bei der Abschlussdiskussion einer Selbsthilfegruppe – Ist im übrigen auch die Quintessenz der frohen Botschaft bzw. des Handelns des jungen Mannes gewesen, der damals (neben 3000 anderen an dem Tag) vor Jerusalem ans Kreuz genagelt wurde. (Haben nur die meisten Köpfe nie wirklich verstanden bzw. die meisten Schäfchen sicherheitshalber verdrängt) Also ran an Speck … und wenns der eigene ist, … es gibt nichts Gutes – außer man tut es!

  1. Ein großer Denker, ein einfühlsamer, verständlich formulierender und aufmunternder Mensch.
    Er verdient alle Hochachtung! Jeder sollte über diese seine Worte nachdenken! Nutzen wir doch seine motivierenden Worte zur Umsetzung für das Wohl der Erde, aller Menschen und Lebewesen auf dieser Welt! !!!!

  2. Der erste Papst der sich wirklich einmischt. Meinen Respect. Diese Botschaft sollte in jeder Kirche der Welt verlesen werden. Und zwar immer wieder.

  3. Ich danke Gott für diesen Papst in unserer Zeit! Er schenkt mir Hoffnung, Trost und Zuversicht in meiner Verzweiflung über die Zustände, ein Vorbild und Beweger der Herzen. Ich bete dafür, dass er noch lange gesund und kraftvoll bleibt, dass das Schädliche ihm fern bleibt, und er so mit uns noch viel weiter in Bewegung zur Veränderung setzten kann.

    • Auch ich, als „Ausgetretener“, freue mich sehr über diese Äußerungen. Ich glaube, dass wir den Papst Franziskus nicht einen „Prediger in der Wüste“ sein lassen dürfen, sondern dass wir uns gegenüber dem System artikulieren müssen, wo immer es uns möglich ist. Denn nur so werden wir wachsen uns stärker werden.

  4. Diese Rede ist ein Meilenstein! Unabhängig von jedweder Religion und Glauben. Mit dieser Rede hat Papst Franziskus den eigentlichen Sinn unseres Seins auf den Punkt gebracht und sich damit mit dem ebenso weisen Dalai Lama verbrüdert. Es geht um viel mehr als um die Religion: es geht um die Menschlichkeit! Jeder von uns kann sich damit identifizieren und jeder von uns kann etwas verändern: wie sagte schon Mahatmi Ghandi so weise: sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir in der Welt wünschst! Jeder von uns kann etwas tun und gemeinsam können wir noch viel mehr bewegen. WIR sind die „anderen“…

    • „Es geht um viel mehr als um die Religion: es geht um die Menschlichkeit!“ – Mehr noch, es geht um den Geist Gottes. Wer, wenn nicht er, der den Namen Franziskus gewählt hat, begriffe so klar, dass alles Leben in diesem Universum auch eine Seele besitzt, einen Strahl von Göttlichkeit in seinem Herzen trägt?

  5. Danke, für die Zusammenfassung und Veröffentlichung der Rede von Franziskus beim Welttreffen der Volksbewegungen in Santa Cruz de la Sierra, in Bolivien. Der Bischof von Rom hat dort den scheinbar Chancenlosen zugerufen: Ihr könnt Viel, viel mehr als ihr glaubt.

    Das was der Erste unter den Bischöfen den Ärmsten zusagt, das gilt auch in der Kirche selbst. Die Gläubigen könnten viel mehr, als sie sich heute zutrauen. Und auch Ihnen gilt die Mutspritze, ihr könnt viel mehr, als ihr euch heute zutraut. Schließt euch zusammen, handelt nach eurem Gewissen unter Achtung auf den Respekt und die Würde aller Menschen und bleibt miteinander im Dialog.

  6. Also sorry liebes Christenvolk — Wie kann ich denn als halbwegs intelligenter Mensch und Christ die Worte des Papstes beim besten Willen ernst nehmen oder sogar bejubeln, wenn er gleichzeitig als Chef bzw. Oberhaupt auch der Katholiken in Deutschland, Chef eines „Vereines“ ist, der per Steuerrecht aus den Zeiten des fleischgewordenen Antichristen Adolf Hitlers von diesem System gleichzeitig munter in EUROPA weiter profitiert und dass obwohl er doch als Meister über die Zeichen (Logos) genau weiß, dass er und die katholische Kirche in Deutschland damit gleichzeitig während er bei den Ärmsten in Südamerika tolle Reden schwingt fleischgewordenes Zeichen für genau das System ist, welches er dort gerade anprangert. Also wie doppelzüngig ist das denn!
    Da muss ich schon mir schon ein besonderes Mass kindlicher Naivität erhalten haben, bzw. mir schon ne Menge Weihrauch reinziehen, bevor ich sowas freudig beklatschen könnte.

    Da wäre dochmal das erste, mindeste, und viel naheliegendere und sinnvollere Zeichen, schon mal auf dieses finanzielle-Nice-to-Have-Paket im Herzen des Kapitalismus (ehemals Kulturraum jetzt vor allem anderen Wirtschaftsraum EUROPA) spätestens jetzt publicityträchtig und damit zeichen-technisch wirkungsvoll zu verzichten. (+ wäre auch für Lateinamerikaner verständlich)

    Klar ist es ein (finanzielles) Opfer – aber so funktioniert das halt mal, wie es uns die Kirche ja nun jahrtausende lang schon zu erklären versucht!

    Da könnte er sich die stundenlangen Wortkaskaden in allen möglichen Sprachen und die Flüge in alle Herren Länder sparen. Ginge viel schneller und deutlicher und würde jeder kapieren egal in welcher Sprache.

    Hatten damals die Römer ja auch verstanden in Jerusalem – wirkungsvoll Zeichen zu setzen, die jeder eindeutig und unmissverständlich versteht egal welcher Sprache er oder sie mächtig waren, siehe das Parade-Beispiel: Kreuzigungen – LOL – auch wenn da der Schuss bzw. das Zeichen für die Römer irgendwie nach hinten losging! Gott sei Dank! :–)

    Mann o Mann – wie mich das ankotzt dieses ultraflache kommunikative Niveau mit dem hier die Masse der Gläubigen mittlerweile abgespeist werden kann. Hauptsache ein anderer übernimmt die Verantwortung für meine eigenes haltungsloses Handeln und noch schlimmer für mein Unterlassen.
    Ist eigentlich das schlimmste aller Zeichen, wenn die Grenze zwischen Christ sein und Anti christ sein so verschmiert wird.

    Und dabei sind wir doch genau jetzt da, wo laut Bibel der „Mann mit dem Wasserglas unds drauf hinweisen sollte, dass Freiheit und Sicherheit ( =symbolhaft Luft und Wasser in dem Glas bzw Krug ) jeweils eins von beiden immer auf Kosten des anderen geht und wir das langsam kapieren sollten und dementsprechend endlich eine eigenveranwortliche Haltung entwickeln sollen, die sich nicht mehr vom Faustschen versprechen des Teufels verführen lässt, das Sicherheit über den Tag hinausreichen kann wenn man nur auf seine Haltung sprich auf ein Stück seiner Seele verzichtet. Und daher alle diesemSicherheitsversprechen (finanzieller Art!) hinterher rennen.

    Daher mein Reminder an Papa Franziskus, die katholische Kirche und alle Christen die es eventuell mittlerweile Vergessen haben sollten oder denen es bis heute noch gar nicht aufgefallen ist: Im Vater Unser steht : … unser täglich Brot gib uns heute … da steht nichts vom Brot für die nächsten 3 Monate (Da könnt ihr mal von ausgehen, dass das auch Absicht des Verfassers wahr!)

    Also dann mal mit gutem Beispiel voran! Einfach vorleben! Das ist die einzige Botschaft die wirklich froh macht!

  7. Klasse dieser Papst ist ein Revolutionär der endlich mal aufräumt und auch bei den Politikern sowie den Wirtschsftsbossen kein Blatt vor den Mund nimmt. Jesus der seinerzeit genauso agierte würde sich vor Freude die Hände reiben und den Daumen hoch halten.

  8. Na dann geh mal mit gutem Beispiel voran, Jorge, und löse Deine Römisch-Katholische Institution umgehend auf, verschenke ihre Reichtümer an die Ärmsten der Armen, knie nieder vor dem Gott dem Herrn und bitte um Erlösung Deiner und der Sünden deines Satanisten-Vereins für die Ablegung und Aufrechterhaltung des falschen Zeugnisses! Denn erst dieses und die daraus folgende, weltliche Entwicklung der Menschheit hat diese Strukturen ermöglicht.

    • Das liest und hört sich ja ergreifend an. Aber die Realität sieht ganz anders aus. Auch dieser Papst wird an dem verkrusteten Bodenpersonal scheitern. Die Macht der Platzhirsche wird er nicht brechen können, dafür ist er schon zu alt.Einem Papst im besten Alter (50) könnte dies gelingen. Aber das will der klerikale Adel nicht. Es wird sich leider nichts richtungsweisend verändern.

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