Die Krim wollte schon früher zu Russland

By Crimea location map.svg: UrutsegCrimea_republic_map.png: PANONIANderivative work: Furfur, Martin Kraft [CC0], via Wikimedia Commons
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Londoner Geheimdokumente enthalten für manche unangenehme Wahrheiten

In den USA und Großbritannien war man genau darüber informiert, dass die Bewohner der Halbinsel Krim Teil der Russischen Föderation werden wollen. Das beweisen Dokumente des britischen Außenministeriums, deren Geheimhaltung aufgehoben und die im Nationalarchiv Londons veröffentlicht wurden.

Wie die englischsprachige Redaktion der Informationsagentur „Sputnik“ mitteilt, erschienen vor einiger Zeit öffentlich zugängliche Dokumente, nach denen der Regierung Großbritanniens schon 1994 prorussische Tendenzen auf der Krim bekannt waren. Im Mai 1994 informierte das Außenministerium Großbritanniens Premierminister John Major darüber, dass das Parlament der Krim „beschloss, die Wirksamkeit der 1992 angenommenen Verfassung der Krim zu erneuern“.

Die ukrainische Regierung sieht diesen Schritt als Teil eines Prozesses an, der auf die Abtrennung der Krim von der Ukraine ausgerichtet ist. Die Wahrscheinlichkeit des Anschlusses der Halbinsel an Russland wird nicht ausgeschlossen.“ – heißt es im Bericht des ukrainischen Außenministeriums.

Die britischen Diplomaten bemerkten in ihrem Dokument ebenso, dass eine bedeutende Anzahl der Einwohner der Krim von einer Autonomie ihrer Region oder der Reintegration mit Russland träumt. Ihre historischen, sprachlichen und kulturellen Verbindungen haben Vieles gemeinsam mit der Russischen Föderation, sie erwarten sich von diesem Land mehr Perspektiven. Wenn die Ukraine nicht ernsthaft ein Programm für wirtschaftliche Reformen in Angriff nimmt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich diese Prozesse verstärken werden.

Der gleichen Meinung sind auch Vertreter der USA, welche ebenfalls ihre Besorgnis über die Vorkommnisse auf der Krim ausdrückten. In Washington befürchtete man, dass Kiew in dieser Situation von einer Abrüstung Abstand nehmen könnte.

Daher kann man feststellen, dass die Ergebnisse des Referendums auf der Krim vom Frühjahr 2014 für die USA und London keine große Überraschung waren. Die Regierungen dieser beiden Staaten waren sehr wohl darüber informiert, dass sich die Bewohner der Krim an Russland anschließen wollen. Heute behaupten sie allerdings das Gegenteil.

(Quelle: politros.com; Übersetzung: Charlotte Rombach)

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