Wie funktioniert der Warpantrieb.

Die Kolumne für Science Fiction, Politik und Nudelsalat. Von Max Sternbauer

Ich schrieb einmal eine Geschichte über eine Reise zum Mars, und beschloss hierzu mich über Antriebssysteme schlau zu machen, soweit es ging. Ich verstehe nicht einmal wie ein Verbrennungsmotor funktioniert.

So eine Woche oder so, knapp über den Daumen gepeilt, recherchierte ich fleißig vor mich hin, vergrub mich so tief in die Arbeit, dass ich dabei ganz vergessen sollte was der Kern meiner Geschichte sein sollte.

Genauer gesagt, ich wusste nicht mehr zu sagen, warum meine Helden diese beschwerliche Reise zum roten Planeten auf sich nehmen sollten.

Noch dazu wusste ich noch weniger über Antriebe für Raumschiffe Bescheid als vorher, und dass musst du mal schaffen.

Dabei hatte ich mir sogar den Aufbau eines Ionenantriebes beschafft, den ich dann nicht mehr brauchte.

Aber, mir wurde dann klar, dass ich diesen Antrieb für meine Geschichte gar nicht gebraucht hätte. Sie wäre in Tat genauso authentisch und wissenschaftlich korrekt geworden, wie wenn ich das Szenario erschaffen hätte, dass Tarzan auf dem Mars gegen eine telepathisch fähige Riesenquelle hätte kämpfen müssen.

Nach diesem Fiasko ,las ich den Roman, „Universum ohne Grenzen,“ von Poul Anderson, einem Meister der Hard-SF, ein spannendes Buch, nur was mich genervt hat war dass da schon wieder ein Antrieb zum Thema gemacht worden war.

Eine Gruppe von Siedlern wird zu einem anderen Planeten geschickt, aber das Raumschiff verfügt nicht über einen Antrieb den es dazu nutzen kann, die Grenzen der Lichtgeschwindigkeit zu überwinden. Stattdessen wird es langsam an diese Grenze herangeführt, was zu den bekannten physikalischen Schwierigkeiten mit der Zeit führt. Das Raumschiff bewegt sich auf einer eigenen Zeitebene, während im Universum alles beim alten bleibt.

Dann geschieht ein Unfall, das Schiff kann den Bremsvorgang nicht mehr durchführen und die Crew steht vor der Herausforderung, möglicherweise viele Millionen Jahre durch das All zu trudeln.

Der wichtige Unterschied zwischen meinem Text und den Adersons, mal abgesehen dass seiner fertig geworden ist und Anderson Physik studiert hat ist, dass zwei unterschiedliche Konflikte behandelt werden. Gut, ich habe meinen vergessen, aber ich habe dafür eines gelernt.

Eine Formel, wenn sie so wollen.

Die eigentliche Geschichte hätte bei mir auf dem Mars sich abgespielt, es wäre im Grunde komplett Kompott gewesen, wie die Figuren dorthin gekommen wären.

Also gebe ich euch folgenden Rat, wenn ihr SF schreiben wollt:

Ihr wollt eine simple Laserpistole in eure Geschichte einbauen und sie ist nur Requisit?

Dann zinkt die Karten, lügt und betrügt, dass selbst Baron von Münchhausen rot dabei geworden wäre.

Um die Wahrheit die Ehre zu geben, muss ich sagen dass ich diesen Text nur geschrieben habe, um meine Bücher zu bewerben.
Hier der Link.

Titelbild: pencilparker/pixabay.com


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