Ich habe recht

100 Worte zum Sonntag von Michael Wögerer

Die Polarisierung nimmt zu, die Fronten sind verhärtet. Besonders bei Corona wird nur noch schwarz-weiß gedacht. Doch die Welt ist bunt und die Wahrheit liegt oft dazwischen.

Denn man kann natürlich die Pandemie-Maßnahmen kritisieren und dennoch an die Existenz des Virus glauben. Auch die Profitgeier der Pharmaindustrie darf man verteufeln und sich dennoch impfen lassen. Es ist dumm und kontraproduktiv all jene, die am Samstag auf die Straße gegangen sind, als „Covidioten“ zu bezeichnen. Neben Nazis „für die Freiheit“ zu demonstrieren, ist allerdings völlig idiotisch. Sind deshalb alle 10.000, die am Ring marschiert sind Rechtsradikale?
Nein, aber sie waren mittendrin.
 
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2 Gedanken zu „Ich habe recht

  • 18. Januar 2021 um 13:12
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    Dieser Beitrag liefert einen wertvollen Ansatz zur Reflexion. Ich fühle mich angesprochen, weil darüber bestürzt bin, wie die Corona-Regierung Grund- und Freiheitsrechte demontiert. Auf dieser Seite wurde von Tamara Ehs als Politikwissenschafterin mit ihrem Buch „Krisendemokratie“ darauf verwiesen, dass unsere Regierung viel mehr Schaden im Rahmen der Covid-19-Maßnahmengesetze angerichtet hat – als den meisten ÖsterreicherInnen bewusst ist.
    Die beschriebene Spaltung unserer Gesellschaft ist sehr weit fortgeschritten, vermutlich schon zu weit, um reversibel zu sein. In Bezug auf die angesprochenen Demonstrationen möchte ich aufklären, dass es nach meiner Beobachtung zwei verschieden Anmelder gab, nämlich jene der sehr friedlichen Demo auf dem Heldenplatz, dort habe ich persönlich gesehen, dass ganz einfache Durchschnittbürger anwesend waren – also Waldviertler-Schuhträger, Künstler, tiefreligiöse Menschen, die aus Glaubensgründen die Coronaimpfung ablehnen und Menschen aus den Bundesländern die wohl noch die Zeiten in Erinnerung haben, als landwirtschaftlich-geprägte Regionen in Österreich in einer Art Unterwerfung den Obrigkeiten (heute der Regierung) zu dienen hatten und das tragen einer Maske aufgrund der psychologischen Wirkung auf den Selbstwert ablehnen. Einige Protestwähler werden dabei gewesen sein, aber es waren keine rechten Symbole, keine politischen Infozetteln oder tendenziöse Parolen im Spiel auf dieser Platzdemonstration. Ich wollte mich aus erster Hand darüber informieren, was bei dieser Demo passiert und ich halte die derzeitige in Phase 4 des Zulassungsverfahrens befindliche Corona-Impfung für problematisch und mache mir Sorgen, welchen Weg mein Wien in den nächsten Monaten nehmen wird. Ich glaube es wäre für alle Beteiligte sehr, sehr wichtig damit zu beginnen, zu differenzieren, kritisch zu reflektieren und eine von der Massenmedien-Berichterstattung eigenständige Meinung zu entwickeln und nicht der Meinung einer Message-Control-Regierung vorbehaltslos zu folgen. Danke für eure wertvolle Arbeit, ich hoffe mein Beitrag war konstruktiv und hilfreich!

    Antwort
    • 18. Januar 2021 um 13:34
      Permalink

      Lieber Heinz! Danke für diesen konstruktiven Kommentar! Mit freundlichen Grüßen, Michael Wögerer

      Antwort

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