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Gedicht: Beistand

Ein Gedicht von Benjamin Lapp über das Gefühl der Erschöpfung und den wunderbaren Beistand eines Menschen.

Liebe Leser:innen,

viele von ihnen werden sicher auch Augenblicke kennen, in denen sich das Gefühl einer Erschöpfung raumgreifend im Innersten entfaltet. Mein Gedicht handelt von solch einem Moment, aber auch von dem wunderbaren titelgebenden Beistand, welcher aus einer behüteten Vertrautheit eines nahestehenden Menschen erwächst.

So möchte ich Ihnen nun mein neuestes Gedicht präsentieren und wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Beistand

Du möchtest wissen ob die Dunkelheit 
nun bald verschwunden sei,
doch alles, was ich Dir als Antwort geben kann,
ist eine Umarmung mit dem Versprechen:
Ich bin hier

In jener Berührung möchte ich, 
beherbergt mit aller Liebe
für die es in Worte keine richtige Entsprechung gibt, 

den Wunsch Ausdruck gedeihen lassen, 
neben Dir zu schreiten.

Es wird alles wieder gut werden, 
möchte ich Dir zuflüstern, 
doch deine Augen drohen sogleich hilflos 
im grausamen Sturm der Tränenfluten unterzugehen.

Erfühlend die tiefen Risse in deinem,
mit Kummer so beladenem Inneres, 
möchte ich umgehend mein Herz geben 
und es neben deines zu betten, 
um deine Momente des Leids zu lindern.

Ruhe jetzt in der Stille unseres Zusammensein 
und lass mich für einen Moment dein Atem sein.
Der dunkle Sturm wird gehen, 
die Sonne wieder für uns strahlen und:
Wir werden sein!

Benjamin Lapp


Titelbild: Benjamin Lapp

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