Trumps ungleicher Deal
Die USA wollen sich für 100 Jahre venezolanisches Erdöl sichern
Von Tobias Lambert (Stimmen aus Lateinamerika | Voces de América Latina)
Ende August verkündete US-Präsident Donald Trump den – laut eigenen Angaben – „größten Öl-Deal der Weltgeschichte“. Dieser soll die weitgehende US-Kontrolle über 17 Ölfelder mit Vorkommen von 65 Milliarden Barrel in Venezuela sicherstellen. Die US-Regierung spricht davon, die eigenen Erdölvorkommen von 46 Milliarden Barrel dadurch mehr als zu verdoppeln. Zudem bekräftige der Deal die Prinzipien der Monroe-Doktrin, die darauf abziele, fremde Mächte aus der eigenen Hemisphäre herauszuhalten.
Das Erdöl-Abkommen stellt den vorläufigen Höhepunkt einer monatelangen politischen Annäherung zwischen den USA und Venezuela dar. Längst gleicht das südamerikanische Land einem US-Protektorat. Intransparenz, rechtliche Unklarheiten, wirtschaftliche Unterordnung und politische Erpressung sorgen für Kritik. Ob dieser Deal langfristig Bestand haben wird, ist fraglich. Der Autor Tobias Lambert hat für diesen Radiobeitrag mit dem venezolanischen Ökonomen Manuel Sutherland gesprochen.
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In Kooperation mit dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e.V. (FDCL)
Titelbild: Zumaque 1, das erste Bohrloch in Venezuela (Quelle: Sociedad Venezolana de Ingenieros de Petróleo [SVIP], CC BY-SA 2.0)


