Rosa-Luxemburg-Konferenz: Gegen rechts ist nicht genug

Sozialistische Alternativen erkämpfen

Am Samstag, den 14. Jänner 2017, findet in Berlin die XXII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Sie steht unter dem Motto „Gegen rechts ist nicht genug – Sozialistische Alternativen erkämpfen“ und zählt mit mehr als 2.000 Gästen zu den größten jährlichen Konferenz linker politischer Kräfte im deutschsprachigen Raum. Unsere Zeitung wird wieder vor Ort sein und ausführlich berichten.

Die diesjährigen Referentinnen und Referenten kommen von drei Kontinenten, nicht wenige von ihnen sind von Freiheitsentzug und schlimmerem bedroht:

  • Jean Wyllys, Abgeordneter im Nationalkongress Brasiliens
  • Arnaldo Otegi, Vorsitzender der baskischen Partei SORTU
  • Marylin Zuniga, politische Aktivistin und Organisatorin für Bildungsarbeit (USA)
  • ein Vertreter der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Volksarmee (FARC-EP)
  • Arlín Alberty Loforte, Stellv. Direktorin der kubanischen Zeitung Granma
  • ein Europa-Vertreter der türkischen Partei HDP in Vertretung des inhaftierten HDP-Vorsitzenden Selahattin Demirtas

Neben den Hauptreferaten gibt es wieder ein umfangreiches Begleitprogramm, eine Kunstausstellung und zahlreiche Buch- und Infostände von Organisationen und Verlagen. In diesem Jahr spielt die Filmkunst eine hervorgehobene Rolle: Gian Paolo Picchiami, Leadsänger der legendären Banda Bassotti aus Italien, stellt den aktuellen Film „Banda Bassotti – La brigata internazionale“ vor. Über die Begegnung von Moshe Zuckermann aus Israel, der antifaschistischen Musikerin Esther Bejarano und dem Schauspieler Rolf Becker sowie ihre Gespräche über jüdische Welten liegt ein beeindruckender Dokumentarfilm vor, Auszüge werden den Konferenzteilnehmern gezeigt

Musik kommt auch nicht zu kurz: Heinz Ratz von der Band Strom & Wasser erzählt über sein gemeinsam mit Konstantin Wecker initiiertes „Büro für Offensivkultur“. Mit seinem Gitarristen Ruben Röh lädt er zu einem kleinen Konzert ein. Der chilenische Ausnahmekünstler Nicolás Miquea diskutiert mit M&R-Chefredakteurin Susann Witt-Stahl über Rechtsentwicklung in der Kultur. Auch er wird auf der Konferenz seine energischen Lieder gegen den Trend setzen. Der Schauspieler Rolf Becker stellt den uruguayischen Musiker Daniel Viglietti vor, der am 25. Februar bei der großen Festveranstaltung zum 70jährigen Jubiläum der Jungen Welt in Berlin auftreten wird.

Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz wird von der Tageszeitung junge Welt veranstaltet, unterstützt von Gewerkschaften, linken Medien und Organisationen. Die Konferenz war in der Vergangenheit immer wieder Auftrittsort für prominente Politiker, Autoren, Wissenschaftler und Künstler aus allen Strömungen der Linken weltweit. So sprachen auf ihr u. a. Angela Davis, Ignacio Ramonet, Elmar Altvater, Hans Heinz Holz, Noam Chomsky, Sahra Wagenknecht, Moshe Zuckermann, Alfred Hrdlicka, Domenico Losurdo. Sie findet bereits seit 1996 jeweils am zweiten Samstag in Berlin statt.

Der Vorverkauf der Einlassbänder läuft noch bis 3. Jänner. Danach gibt es diese nur noch in der jW-Ladengalerie (Torstraße 6, 10119 Berlin, Nähe Rosa-Luxemburg-Platz) und an der Tageskasse. Reservierungen werden weiter entgegengenommen, die Bänder müssen dann aber rechtzeitig an der Tageskasse abgeholt werden.

Michael Wögerer und Natalia Ciric werden für Unsere Zeitung vor Ort berichten. Die Konferenz wird auch per Livestream im Internet übertragen.

Mehr zur Konferenz und zum Programm auf rosa-luxemburg-konferenz.de

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