ÖH-Wahlen: Die GRAS

Unsere Zeitung hat auch heuer wieder alle progressiven Listen, die bei den ÖH Wahlen 2017 kandidieren (GRAS, VSStÖ, FLÖ, KSV-LiLi und KSV/KJÖ), dazu eingeladen, uns einen Beitrag von maximal 3.000 Zeichen zu schicken, den wir ungekürzt und unkommentiert veröffentlichen. Ob es sich um einen Kommentar, Artikel, ein Video oder Sonstiges handelt war ihnen selbst überlassen, sofern es unseren prinzipiellen Spielregeln und Grundsätzen nicht widerspricht. Wir überlassen es nun unseren kritischen Leserinnen und Lesern selbst zu entscheiden, was plumpe Wahlpropaganda oder ein innovativer Beitrag ist.

Die erste Einsendung kam von der GRAS:

Die Grünen & Alternativen Student_innen, die GRAS, ist deine progressive Studierendenvertretung: Wir sind seit 2001 – mit einer kurzen Unterbrechung 2008 – in der Exekutive der ÖH-Bundesvertretung, seit 2015 als stärkste Kraft der Koalition. Die GRAS garantiert eine laute, starke und kritische ÖH.

Die GRAS steht kompromisslos für den offenen und freien Hochschulzugang, wir bringen mehr Queerfeminismus an die Hochschulen und fordern ein existenzsicherndes Grundstipendium.

Die Situation der österreichischen Hochschulpolitik ist prekär. Zum einen wälzen die seit Jahrzehnten unterfinanzierten Hochschulen den Druck in Form von Knock-Out-Prüfungen und ähnlich exklusiven Maßnahmen auf Student_innen ab. Zum anderen macht sich neben der besorgniserregenden globalen Entwicklungen auch ein elitäres Bildungsverständnis breit, das auf der Vorstellung beruht, der Zugang zur Bildung solle bestimmten, privilegierten Gruppen vorbehalten bleiben. Gleichzeitig verschärft sich der soziale Druck: Die Armutsbetroffenheit von Student_innen – derzeit bei 26 Prozent – ist seit Jahren im Steigen, staatliche Auffangnetze wie Beihilfen sichern keine Existenzgrundlage mehr. Bildung und damit auch Hochschulbildung wird zusehends als Ware oder gar als eigener Wirtschaftssektor gesehen: Der Diskurs dreht sich nicht darum, wie Menschen der Zugang zu Bildung ermöglicht wird, sondern wie viel und welche Bildung “gebraucht” wird und am Arbeitsmarkt notwendig ist.

Wir sehen Studierendenvertretung als emanzipatorischen und umfassenden Auftrag – denn wir alle sind von den besorgniserregenden Entwicklungen betroffen. Ob drohende Zugangsbeschränkungen, Gewalt gegen marginalisierte Gruppen, strukturelle Diskriminierung oder finanzieller Druck: Es betrifft genau dich! Und genau du kannst etwas tun, damit die Österreichische Hochschüler_innenschaft diesen umfassenden Auftrag auch wahrnimmt: Wähl die GRAS!

Von 16. bis 18. Mai 2017 kannst du deine Stimme abgeben – für eine solidarische, laute und kritische Studierendenvertretung!

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