Kid Pex feiert Sieg über Gabalier mit neuem Track

Kid Pex führt den Andi vor (Quelle: Video "Hulapolizei")

Nach Anzeige und Verfahrenseinstellung rechnet der „Jugorapper“ im Video „Hulapolizei“ mit seinem Lieblingsfeind ab

Von Michael Wögerer

Im Video zum regierungskritischen Song „So viel Polizei“ fühlte sich der ansonsten nicht zimperliche „Volks-Rock-n-Rolla“ Andreas Gabalier durch eine Fingerpistole „gefährlich bedroht“ und erstatte Anzeige, nun hat die Staatsanwaltschaft Wien das Verfahren gegen die Rapper Kroko Jack und Kid Pex eingestellt. Diesen Sieg feiert der „Jugorapper“ mit einem neuen Track samt Video, dass „sein ganzes Weltbild rasiert, regelrecht zerlegt“.

Dabei erhält Kid Pex namhafte Verstärkung: Monika Weber, die Tochter des legendären Drahdiwaberl-Frontmanns Stefan Weber, ist ebenso zu sehen wie das türkische Rapduo Esrap, die Big-Brother-Siegerin und Sozialarbeiterin Lusy Skaya oder der Künstler, einstige TV-Moderator und homosexuelle Aktivist Hermes Phettberg. 

„Der Staatsanwalt hat gesprochen. Zeit, die Musik sprechen zu lassen…“, meint Kid Pex und veröffentlicht das Musikvideo des Kollektivs besorgter Bürgerinnen und verängstigter Demokraten (Tögetherland, 2019):

Auf die seit anderthalb Jahren laufende „Privatfehde“ angesprochen, meint Kid Pex im Interview mit der deutschen Tageszeitung junge Welt:

„Privat habe ich mit Andreas Gabalier zum Glück nichts zu tun. Ein Problem habe ich mit seinem Kokettieren mit rechter Symbolik, aber auch seinen homophoben, ewiggestrigen Einstellungen. (…) Ausgerechnet er, der sein Spielen mit NS-Symbolen immer mit künstlerischer Freiheit begründet, hat uns dann angezeigt – wegen »gefährlicher Drohung«. Da Österreich, trotz riesigem Rechtsruck, aber glücklicherweise noch nicht tschetschenische Verhältnisse in der Rechtsprechung hat, ist er abgeblitzt. Er hat die Polizei gerufen, verloren und steht jetzt als Lachnummer der Nation da.“

„Hulapolizei“ – Kid Pex „Nachschlag“ auf die Anzeige Gabaliers

Nach all der Häme ist der Schluss des Videos allerdings fast versöhnlich: 

„…am Ende kriegt er die ausgestreckte Hand, viele Bussis und tanzt mit dunkelhäutigen Polizisten. Das war dringend notwendig, um ihn aus seinem Käfig der Vorurteile zu befreien“, so Kid Pex zur jungen Welt.

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