Klimakämpfer*innen – unsere Held*innen für eine friedlichere Zukunft! 

Ein Gastbeitrag von Ilse Kleinschuster über das Greenskills-Symposium und Klimakämpfer*innen, die keine Träumer*innen sind.

Ein Hybrid-Event im Rahmen der Veranstaltungen zum 150-Jahre-Jubiläum der Universität für Bodenkultur in Wien hat am 19. März 2022 im neuen Ilse-Wallentin – und im Schwackhöfer Haus stattgefunden. Ein wunderbar passender Ort für die Veranstaltung – das Greenskills-Symposium.

Es ging dabei vor allem auch um Fragen wie: „Was braucht es um gestaltungsfähig zu sein?“ – „Wie kommen wir vom Strohfeuer zum langanhaltenden Prozess?“  – „Wie organisieren wir das Neue?“  – „Wie erlangen wir Zukunftskompetenz – ökonomisch, sozial und emotional? – Mit diesen und noch mehr Fragen hat Günther Humer von der Oberösterreichischen Zukunftsakademie sein Publikum konfrontiert. Sein Keynote-Vortrag „Von den großen Visionen zum lokalen Gestalten – Wie kommen wir zu einer Kultur der Potenzialentfaltung?“ war inhaltlich dem Thema des Symposiums „Zukunftsfähige Lebensräume gemeinsam gestalten“ noch einen Schritt voraus.

Auch die beiden anderen Keynote-Speaker*innen, Prof. Gernot Stöglehner (Universität für Bodenkultur, „Regionen nach innen zu entwickeln ist das Gebot der Stunde“) und Kriemhild Büchel-Kapeller (Vorarlberger Büro für Freiwilliges Engagement, „Zukunftsregionen brauchen Beteiligung“) waren davon überzeugt, dass es viele Klimakämpfer*innen braucht, wollen wir zukunftsfähige Lebensräume gemeinsam gestalten.

Was immer ich für Klimakämpfer*innen halte – und als zivilgesellschaftllich organisierte Umweltaktivistin weiß ich, dass es vielfach keine Träumer*innen sind – bei diesem Symposium konnte ich wohl viele von ihnen treffen. Es sind Menschen, die seit Jahren sich darum bemühen, diese Welt zu einer besseren zu machen, die noch nicht die Hoffnung aufgegeben haben, die dem Klimawandel entschieden entgegentreten mit Mut, kreativem Geist, Ideen und Witz. Ihnen allen geht es nicht um reine ‚Energie-Fitness‘, sondern um ein zukunftsfähiges, friedliches Miteinander auf diesem Planeten, unserem Raumschiff ‚ERDE‘.

Constance Weiser – Initiatorin des greenskills-Netzwerks und verantwortliche Symposium-Organisatorin – bedankt sich überglücklich bei allen, die mitgemacht haben. – Zugeschaltet wird immer wieder der zweite Organisator, Franz Nahrada (Head of Research – GIVE, Transition-Town, DorfUni) und er freut sich über die vielen Bildungsteams in ganz Österreich, die mitmachen. An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass diese Veranstaltung im Sinne von Franz Nahradas Definition zur Funktion einer IZ, einer initiativen Zivilgesellschaft, hier aufgezeigt hat, wie gut engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft gemeinsam die Rolle als Katalysator für Lösungsfindungen einnehmen können – und wie dadurch ein technologisch unterstütztes, sachorientiertes Mapping der Ideen durchgeführt werden kann.

Für meine Begriffe von ‚mutigen Kämpfer*innen‘ ist diese ganze Transition-Bewegung ein gutes Beispiel dafür, dass starke Kooperation viel Mut braucht – und, vor allem, dass sie auf dem Kampffeld unseres Alltags für Frieden, aktive Neutralität und Gewaltfreiheit wichtiger ist als militärische Aufrüstung.


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Titelbild: Hello I’m Nik auf Unsplash

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Ein Gedanke zu „Klimakämpfer*innen – unsere Held*innen für eine friedlichere Zukunft! 

  • 25. März 2022 um 7:39
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    Allerherzlichst DANKE! Ja, wir brauchen dringend jene Freude am Miteinander, die uns scheinbar unlösbare Probleme zu lösen hilft!
    Wir brauchen aber auch mehr Wissen über die Hintergründe des Wachstumszwanges der Wirtschaft, über Fehler in der Finanzarchitektur, die auf so vielen Ebenen unersetzbare Werte verdrängen. Wir brauchen ein breites Miteinander zur Enttabuisierung der Geldordnung, um wirtschaftspolitischen Sachzwängen nicht nur mit Symptombekämpfung begegnen zu könnten.
    Zum Einstieg ein Auswegdialog mit Lino Zeddies, Volkswirt, Monetative Berlin: https://www.forum-seitenstetten.net/aiovg_videos/auswegdialog-12-lino-zeddies/
    Von 3. – 6. Juni, bei unserem nächsten Forum Seitenstetten, geht es um die selbe Frage wie oben: Wie können wir große Hoffnungen auf Veränderung weitertragen.
    Allerherzlichst landen wir ein ins Mostviertel zu kommen!
    Liebe Grüße, Josefa Maurer, maurerjosefa@gmx.at

    Antwort

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