Aufbruch nach Utopia

100 Worte zum Sonntag von Michael Wögerer

Thomas Morus (*1478), Thomas Campanella, Henri de Saint-Simon, Charles Fourier, Robert Owen († 1858) – fünf Männer in einer Zeitspanne von 400 Jahren, die eines gemeinsam hatten: Sie fanden sich mit dem Status Quo nicht ab und entwarfen Ideen für eine harmonische, menschlichere und solidarische Welt.

Heute mangelt es allerorts an Utopien, an visionären Gesellschaftsentwürfen, obwohl wir sie bitter nötig hätten. Die Bewegung rund um das Weltsozialforum ist ins Stottern geraten, ihr Leitspruch „Eine andere Welt ist möglich“ hat jedoch an Bedeutung zugenommen. Angesichts globaler Krisen wie Armut, Kriege und Klimaerhitzung, muss es heute vielmehr heißen: „Eine andere Welt ist notwendig!“

Oscar Wilde, in: Die Seele des Menschen im Sozialismus, 1891)

Titelbild: Utopie (von Marc Hatot auf Pixabay)

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Ein Gedanke zu „Aufbruch nach Utopia

  • 25. April 2022 um 10:36
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    Tja, Michael, wie wahr! „Eine andere Welt ist möglich“ hat wahrlich an Bedeutung zugenommen. Angesichts globaler Krisen wie Armut, Kriege und Klimaerhitzung, muss es heute vielmehr heißen: „Eine andere Welt ist notwendig!“ – Rundumdum treff ich in einer initiativen Zivilgesellschaft auf Utopisten, die sich vielleicht auch Possibilisten nennen dürfen, wenn sie an konkreten Konzepten solange arbeiten bis daraus real umsetzbare Projekte werden. Ich kenne da z.B. einen, der in langjähriger, selbstständiger, wissenschaftlicher Arbeit – als „Arbeitsloser“ – ein Projekt entwickelt hat, durch das heute die Welt eher zum Besseren verändert werden könnte – by designe, not by desaster! – wenn es nur von der Elite gewollt und von der Gesellschaft verstanden und angenommen würde! – Es beruht zunächst auf einer progressiven Beschreibung einer gesellschafts- und finanzpolitischen Systemveränderung (Wegbereiter zu einer ‚Ressourcenwirtschaft‘!), in deren Verlauf die aktuelle diskursive Situation rund um das Bedingungslose Grundeinkommen eine wesentliche Rolle spielt. Es könnte eine faire Form der Verteilung von Erwerbsarbeit und Konsumansprüchen ganz im Sinne des Sozialforums, aber auch im Sinne eines ‚Green NEW Deals‘ bedeuten.

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