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Kuba: Kryptowährungen ab Mitte Mai zugelassen

Kryptowährungen werden nun auch in Kuba als Zahlungsmittel zugelassen. Damit erhofft sich der Inselstaat einen besseren Zugang zu den internationalen Finanzmärkten.

Von ecupres / NPLA

Kuba wird ab dem 16. Mai 2022 nach vorheriger Genehmigung durch die Zentralbank des Landes BCC (Banco Central de Cuba) die Verwendung von Kryptowährungen auf der Insel zulassen. Dies geht auf eine Verordnung der BCC vom August des vergangenen Jahres über digitale Währungen als Zahlungsmittel zurück. Darin wurde die Ausstellung von Lizenzen für Anbieter von „Finanz-, Devisen-, Inkasso- oder Zahlungstätigkeiten im und aus nationalem Staatsgebiet“ erlaubt.

Die Lizenzen können an natürliche und juristische Personen mit und ohne Tätigkeit außerhalb des Landes vergeben werden. Dafür werde die Zentralbank „die Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und das sozioökonomische Interesse des Vorhabens, die Merkmale des Projektes, die Verantwortung der Antragssteller und deren Erfahrung auf dem Gebiet“ berücksichtigen. Um einen möglichen Betrug zu verhindern, müssen sich die Anbieter von Kryptowährungen des Landes Kontrollen unterziehen.

Kuba hofft auf besseren Zugang zu Finanzmärkten

Im vergangenen Jahr hatte Präsident Miguel Díaz-Canel erklärt, er werde die „Zweckmäßigkeit“ der Verwendung von Kryptowährungen untersuchen mit dem Ziel, dass das Land leichteren Zugang zu den internationalen Finanzmärkten bekomme und so Komplikationen durch die Wirtschaftssanktionen der Vereinigten Staaten und deren Verschärfungen durch Washington vermieden werden könnten. Da es immer schwieriger ist, aus dem Ausland Überweisungen an Familienangehörige zu tätigen, fordern viele Kubaner*innen die Verwendung von Kryptowährungen um sicherzustellen, dass das Geld bei ihren Verwandten auf der Insel ankommt.


Dieser Beitrag erschien am 05.05.022 auf npla.de, lizensiert unter Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international. Originalartikel: ecupres

Titelbild: Tamim Tarin auf Pixabay

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