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#goodnUZ: gesichtete Elche, verbotene Ritte, späte Freiheit, wurmige Helfer & tierlose Ausbildung

Guten Morgen mit tierisch guten Nachrichten! In den #goodnUZ geht’s heute um Elche, Kamele, Regenwürmer und einen Schwertwal. Viel Freude beim Lesen und einen wunderbaren Start in die neue Woche!

Von Eva Daspelgruber

1 | Rückkehr der Elche

Die ursprünglich in ganz Europa heimischen Elche galten in Deutschland schon aus ausgerottet. Das änderte sich in den letzten Jahren. Nach Angaben des WWF halten sich derzeit bis zu 15 Tiere in Brandenburg auf, wo es ein eigenes Elch-Monitoring gibt. Mit ein Grund dafür könnte ein Jagdverbot in Polen sein. Es bleibt spannend, ob die großen Hirsche gekommen sind, um zu bleiben – wie “Bert”, der sich seit 2018 in Deutschland aufhält und durch sein Sendehalsband lokalisierbar ist.

2 | Aus für Kamelritt

Reisen wir nach Süden und zu anderen Paarhufern, den Kamelen. Ägypten will nun endlich das Kamelreiten in der Umgebung der Pyramiden von Gizeh und anderen archäologischen Stätten verbieten. Elektroautos und -busse sollen künftig Tourist:innen zu den Sehenswürdigkeiten transportieren. Die Tierrechtsorganisation PETA setzt sich schon seit einiger Zeit für ein Aus dieser Kamelritte ein und hat Misshandlungen dokumentiert.

3 | Freiheit für Orca

Eine weitere Grausamkeit zur Unterhaltung von Tourist:innen ereignete sich jahrzehntelang in Miami, wo Orca Lolita Star einer Show war. In einem Becken mit nur vierfacher Körperlänge absolvierte sie ihre Auftritte. Nun gibt es einen Plan für die Reintegration des Schwertwals in seinen natürlichen Lebensraum. Lolita könnte ihre Familie wiedertreffen, da ihre vermutliche Mutter im Pazifik geortet werden konnte. Hoffentlich kann Lolita noch lange endlich ihre Freiheit genießen, die ihr als Vierjährige geraubt wurde.

 

4 | Da ist der Wurm drin

Und jetzt noch unter die Erde. Dort bekommen Regenwürmer in Bayern eine besondere Rolle zugeteilt. Sie sollen im Rahmen eines Pilotprojekts dabei helfen, den Wald klimastabil zu halten. Die Würmer lockern den Boden auf, sodass er Wasser aufnehmen und speichern kann, und unterstützen die Bildung von Humus. Dafür werden mit Ahorn und Linde Bäume gepflanzt, die sich als “regenwurmliebende” Arten herausgestellt haben. Ziel ist ein Handbuch für den klimafesten Waldumbau. 

5 | Neue Ausbildung

Und zum Schluss noch eine Nachricht ganz ohne Tiere: In Wien erarbeitet die Wirtschaftskammer derzeit eine Ausbildung für vegane Köchinnen und Köche. Bis zu zehn Prozent der Österreicher:innen ernähren sich mittlerweile vegetarisch oder vegan, was das Angebot an Lokalen in diesem Bereich steigen lässt – es gibt bereits mehr als 100 davon allein in Wien.


Titelbild: Shivam Kumar auf Unsplash

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