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MILA – Mitmach Supermarkt startet in Wien

Ein Supermarkt für alle. Gute und günstige Lebensmittel für Mitglieder, die gemeinsam arbeiten, besitzen und gestalten. MILA entsteht in Wien.

Ein Gastbeitrag von Brigitte Reisenberger (MILA Wien)

Regional, bio und trotzdem leistbar – das alles will MILA – Mitmach Supermarkt ermöglichen. Der selbstverwaltete und genossenschaftlich organisierte Supermarkt, der gerade in Wien entsteht, orientiert sich an erfolgreichen Vorbildern in New York und Paris. Dutzende weiter ähnlichen Initiativen entstehen europaweit. Die Mitglieder bestimmen das Warenangebot und arbeiten jeweils ein paar Stunden im Monat im Supermarkt mit. MILA sucht derzeit nach weiteren Mitgliedern und einem Standort.

Gut einkaufen – aber wie?

Mitmach Supermarkt bedeutet, dass MILA seinen Mitgliedern gehören wird und diese ihn selbst gestalten. MILA ist als Genossenschaft geplant, wodurch die Entscheidungen demokratisch bei allen Genossenschaftsmitgliedern liegen. Die Höhe des Genossenschaftsbeitrages wird so gestaffelt sein, dass alle Interessierten, ungeachtet der eigenen finanziellen Möglichkeiten, mitmachen können.

MILA wird das Vollsortiment und die Öffnungszeiten eines herkömmlichen Supermarktes haben. Verkauft werden neben biologisch, regional und von Hand produzierten Lebensmitteln auch Produkte, die man in klassischen Supermärkten findet, sowie besondere Produkte, die von Mitgliedern gewünscht werden. MILA motiviert die Idee, bei all dem einen anderen Weg als die herkömmlichen Supermarktketten zu gehen. Einen Weg, der respektvolle Beziehungen mit Produzentinnen und Produzenten, Regionalität, Umweltschutz, Tierwohl sowie die Verschiedenheit der Bedürfnisse der Mitglieder verfolgt.

Um günstige und faire Preise anbieten zu können, plant MILA bezahlte Arbeit auf das nötige Minimum zu reduzieren. Das ist leicht möglich, wenn alle Mitglieder alle vier Wochen jeweils drei Stunden im Supermarkt mitarbeiten. Das stärkt zugleich die Idee von MILA – als sozialer Ort des miteinander Wirtschaftens, der die traditionelle Bedeutung vom Markt als einen Ort der Begegnung wiederbelebt und an dem jeder Mensch willkommen ist mitzumachen.

Unsere Vorbilder

Die Welt des Einkaufens durch kooperative und partizipative Supermärkte zu verändern, ist in Österreich noch weitgehend unbekannt: Projekte in anderen Ländern zeigen, dass es soziale und ökonomische Lösungsansätze gibt. Bei La Louve in Paris organisieren nur acht angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Supermarkt für über 5.000 Mitglieder. La Louve, der partizipative und kooperative Supermarkt in Paris, bietet seinen Mitgliedern ein breites Sortiment, ähnlich wie in einem herkömmlichen Supermarkt. Voraussetzung für den Einkauf ist eine Mitgliedschaft, die sich nach der Höhe des Einkommens richtet, sowie monatliche Mitarbeit. Die große Schwester von La Louve, Park Slope Food Coop in New York, ist bereits auf 17.000 Mitglieder angewachsen. Die Park Slope Food Coop besteht seit mehr als 45 Jahren und betreibt als Genossenschaft eine Supermarktfiliale in Brooklyn, New York mit einem Jahresumsatz von über 65 Millionen Dollar.

Status Quo

MILA – Mitmach Supermarkt ist eine bunte, wachsende Gruppe von Menschen verschiedener Alter aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Der im Jänner 2020 gegründete Verein Vor-MILA bereitet die Gründung der Genossenschaft MILA – Mitmach Supermarkt in Wien vor. Vor der Gründung der Genossenschaft will MILA einen Standort finden, finanzielle Unterstützung aufbauen und mehr als 3.000 Mitglieder gewinnen. Bei Austauschtreffen können sich interessierte Personen informieren und Mitglied werden.


Mehr Informationen zu MILA: www.mila.wien oder auf Facebook

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Titelbild: Pixabay auf Pexels

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