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Ein Spiel, das es nicht wert ist zu gewinnen

Heute Abend beginnt für das österreichische Fußball-Nationalteam der Männer die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Doch der Preis für eine erfolgreiche Qualifikation wäre zu hoch, um sich über einen Sieg in Schottland freuen zu können.

Ein Kommentar von Moritz Ettlinger

Lange wurde darum gerungen, wer überhaupt nach Schottland reisen darf. Weil das Robert-Koch-Institut (RKI) Großbritannien bis vor Kurzem als Virusvariantengebiet eingestuft hatte und bei einer Rückkehr aus diesen Gebieten eine 14-tägige Quarantänepflicht gefolgt wäre, waren die deutschen Vereine von ihrer Abstellpflicht für die Nationalteams entbunden. Österreich hätte also ohne Alaba & Co. auskommen müssen.

Jetzt ist alles anders: Vergangenen Freitag wurde Großbritannien vom RKI wieder von dieser Liste gestrichen und alle Deutschland-Legionäre dürfen mit dem ÖFB Team zum WM-Qualifikationsspiel nach Glasgow reisen. Auch Adrian Grbic vom französischen Klub FC Lorient ist wider Erwarten doch dabei, weil Frankreich seine diesbezüglichen Regelungen geändert hat.

Damit steigen natürlich die Chancen für einen Sieg gegen den 48. der FIFA-Weltrangliste, Spieler wie David Alaba, Marcel Sabitzer, Martin Hinteregger, Xaver Schlager oder Sasa Kalajdzic hätten eine große Lücke in der Mannschaft von Teamchef Franco Foda hinterlassen. Doch die Frage, die man sich eigentlich stellen müsste, lautet: Will man dieses Spiel überhaupt gewinnen? Kann eine Qualifikation für die WM 2022 in Katar überhaupt ein Ziel sein, für das es sich zu kämpfen lohnt?

Katar hat dieses Turnier nicht verdient

Die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 nach Katar war von Anfang an auf mehreren Ebenen höchst problematisch und ist es bis heute. Schon kurz, nachdem bekannt wurde, dass Katar den Zuschlag für das Turnier erhalten würde, kamen erste Korruptionsvorwürfe auf. Mittlerweile sind sich US-Strafverfolgungsbehörden sicher, dass hohe Funktionäre der FIFA von Katar bestochen wurden, damit die WM im Wüstenstaat ausgetragen wird.

Aber auch die generellen Rahmenbedingungen lassen zu wünschen übrig. Stattfinden soll das Tur…

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Moritz Ettlinger

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