Auschwitz – Bilder aus der Hölle

Auschwitz-birkenauHeute vor 70 Jahren, am Vormittag des 27. Januar 1945, wurde das KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreitAktuelle Dokumentation zeigt „Bilder aus der Hölle“

Der Name Auschwitz-Birkenau wurde zum Synonym für den Massenmord des deutschen Faschismus. Zwischen 1940 und 1945 wurden allein in diesem Vernichtungslager über 1,1 Millionen Menschen ermordet. Zwar konnten die Abläufe des systematischen Mordens durch Dokumente und Zeugenaussagen genau rekonstruiert werden – aber es existieren nur wenige Fotografien aus den Todeslagern. Bis vor kurzem gab es nur ein einziges bekanntes Album mit Aufnahmen aus Auschwitz, die im Mai oder Juni 1944 von einem SS-Mann angefertigt wurden und zeigen, wie deportierte ungarische Juden am Gleis selektiert, registriert und ausgeplündert werden; die eigentliche Tötung wurde nicht im Bild festgehalten.

Das Album wurde von der KZ-Gefangenen Lilly Jacob in einer verlassenen SS-Kaserne im Lager Dora-Mittelbau entdeckt und später der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem übergeben. Ende 2006 tauchte überraschend ein weiteres Album auf, das aus dem Nachlass eines US-Colonels in den Besitz des United States Holocaust Memorial Museum überging. Die in der Dokumentation „Auschwitz – Bilder aus der Hölle“ erstmals fürs Fernsehen aufbereiteten Fotografien zeigen Schnappschüsse aus dem Alltagsleben von KZ-Wärtern – oft sind es Freizeitaktivitäten, die durch ihre Alltäglichkeit in besonders starkem Kontrast zum Horror des Lagerlebens stehen. Mit den Bildern der beiden Alben, Berichten von Überlebenden und Experteninterviews zeichnet die Dokumentation ein vielschichtiges Bild des Alltags in Auschwitz und der erschreckenden Banalität des Bösen, die die Täter kennzeichnet.

Foto: Auschwitz II – Birkenau – Eingangstor und Hauptgleis. Foto vom Sommer 2004 (C.Puisney/CC BY-SA 3.0)

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