Menschlichkeit auf der Straße

menschseinIn Österreich regt sich breiter Widerstand gegen die Asylpolitik der Regierung

„Lasst uns gemeinsam aufstehen und zeigen, dass es uns nicht egal ist, dass neben unserer Haustüre Menschen mit Fluchterfahrung ZU WENIG Essen, Wasser, ärztliche Untersuchungen und angemessene Betreuung haben!“, fordert die Privatinitiative „Mensch sein in Österreich“ die Bevölkerung auf, am kommenden Montag (31.8.) in Wien und Linz „für menschliche Verhältnisse in Traiskirchen“ auf die Straße zu gehen. In der Bundeshauptstadt haben knapp 12.000 Personen (Stand: 27.8.) via facebook ihr Kommen zugesagt. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Christian-Broda-Platz (Wien-Westbahnhof).

fb_bild_klAm selben Ort ist für Samstag, den 3. Oktober eine Großkundgebung der neugegründeten „Plattform für eine menschliche Asylpolitik“ geplant. Der Zusammenschluss von über 20 Flüchtlingsinitiativen, NGOs, politischen Organisationen und engagierten Einzelpersonen marschiert um 13 Uhr vom Westbahnhof zum Sitz von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), deren Rücktritt gefordert wird.

„Unser gemeinsamer Protest ist Ausdruck der wachsenden Empörung über das Fehlverhalten der politisch Verantwortlichen und zugleich ein großer Schritt vorwärts im Kampf für die Menschenrechte“, betont Plattform-Sprecher Michael Genner von Asyl in Not.

Weitere zentrale Punkte der von grünen, sozialistischen und kommunistischen Organisationen unterstützen Plattform sind eine menschenwürdige Behandlung und Qualitätsstandards in der Betreuung von Flüchtlingen, ein Nein zur „Festung Europa“, das Beenden des Massensterbens im Mittelmeer und ein Bleiberecht für alle Menschen, die hier Schutz suchen.

„Wir heißen alle Flüchtlinge willkommen, egal ob sie von Krieg, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Zerstörung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen werden – Fluchtgründe, die nicht zuletzt von den reichen Ländern durch Kolonialisierung und Ausbeutung geschaffen werden.“, lautet es im zentralen Aufruf der Plattform zur Großdemonstration am 3. Oktober, bei der 10.000 Menschen erwartet werden, zeigt sich Plattform-Sprecherin Karin Wilfingseder auf Anfrage von Unsere Zeitung überzeugt.

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