Südafrika – der Kampf um faire Arbeitsbedingungen…

ausstellung_Marikana_oegb…und unsere Verantwortung als KonsumentIn – Gesprächsrunde und Ausstellung im ÖGB (20.4.)

Am 10. August 2012 starteten MinenarbeiterInnen in einer der größten Platin-Minen Südafrikas einen selbstorganisierten Streik für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Sechs Tage später verwendete die Polizei scharfe Munition, um den Streik zu beenden. 34 Minenarbeiter wurden dabei erschossen.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung „Was wir wollen“ bei der die „Bodymaps der Witwen von Marikana“ erstmals in Europa präsentiert werden, bietet der ÖGB die Möglichkeit sich länger mit dem Thema auseinanderzusetzen und mit südafrikanischen Gästen auszutauschen. Es geht um die traumatischen Erfahrungen der Witwen von Marikana, um den Kampf für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Südafrikas Minen und um die Auswirkungen globaler Rohstoffpolitik. Platin, das derzeit wertvollste Metall der Welt, wird vor allem für die Produktion von Katalysatoren verwendet. Die Minenarbeiter selbst aber leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

20. April 2016, 15:30-17:30 Uhr
(Ausstellungseröffnung um 18:00 Uhr)
ÖGB Catamaran – Raum Grete Rehor im Erdgeschoß
Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien
(U2 Station Donaumarina)

Die Gäste:

Ntombizolile Mosebetsane und Agnes Makopano Thelejane haben ihre Ehemänner, Minenarbeiter, beim Massaker von Marikana verloren. Ihre Arbeiten, mit denen sie ihre Erfahrungen und Erlebnisse im Nachfeld des Massakers visuell umschreiben, bilden den Kern der Ausstellung im Foyer des ÖGB in Wien.

Der anglikanische Bischof von Pretoria, the Right Reverend Bishop Jo Seoka ist einer der drei Hauptrepräsentanten der MinenarbeiterInnen von Marikana und Leiter der Bench Marks Foundation, die transnationale Unternehmen kritisch monitort. Er forderte im April 2015 BASF (Hauptkunde des Minenbetriebes in Marikana) dazu auf, ihren eigenen „code of conduct“ (Lieferkettenverantwortung) beim Wort zu nehmen und zu Reparationszahlungen beizutragen.

No-Marussia Bonase und Judy Seidman arbeiten bei dem südafrikanischen Opferverband „Khulumani Support Group“. Sie haben jene Workshops geleitet, im Zuge derer die Malereien der „Witwen von Marikana“ entstanden sind.

Die Gesprächsrunde bei freiem Eintritt wird konsekutiv gedolmetscht. Im Anschluss lädt der ÖGB zur Ausstellungseröffnung im ÖGB-Haus Catamaran.

Anmeldung erbeten unter:
Tel.: 01/53444 39245 oder E-Mail: kultur@oegb.at

Fotos: voegb.at; Titelbild: dailymaverick.co.za (Photo by Greg Nicolson)

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