Kreativität der neuen Generation

Junge Menschen zu begeistern und ihre Kreativität zu fördern, ist ein wichtiges Anliegen für Martin Rupp. Hoch motiviert führte er eine Vielzahl von Nachwuchskünstler*innen zusammen und bietet ihnen mit der Ausstellung “Erbsenknopsenernte” die Möglichkeit, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. An diesem Samstag, 10. November, stehen die Türen des Kulturzentrums Erbse in Bruckneudorf (Burgenland) ab 19 Uhr zur kulturellen Weiterbildung offen.

Interview von Oliver Suchanek

Martin Rupp (Foto: Oliver Suchanek)

Unsere Zeitung: Am kommenden Samstag, findet die Kunst/Kultur-Ausstellung „erbsenknopsenernte“, die du ins Leben gerufen hast, statt. Was kann man sich an diesem Abend erwarten?

Martin Rupp: Reine DIY-Power, von der Ausstellung über die Beiträge auf der Bühne bis hin zu Tontechnik und kulinarischen Bewirtung – alles wird von einem irrsinnig motivierten Freundeskreis gemeistert. Ich glaube, die Gäste werden das spüren und vielleicht sogar ein Teil davon werden.

UZ: Das klingt sehr vielversprechend. Wieso war dir die Zusammenkunft dieser Künstler*innen ein so großes Anliegen?

Rupp: Ausschlaggebend waren all die kreativen Leute, die ich kennengelernt hab. Es gibt so viele inspirierte Menschen, die mit ihren Arbeiten nur darauf warten, sie der Öffentlichkeit zu zeigen, oder die schon immer davon gesprochen haben etwas zu machen, doch ein Ansporrn war nie da. Warum sollte man sich auch künstlerisch betätigen? Ich habe schon das Gefühl, dass bei uns in der Provinz nicht gerade ermutigt wird. Überhaupt wenn es um etwas ausgefallenere und nicht so leicht zugängliche Kunst geht.

UZ: Man merkt, dass es dir ein sehr wichtiges Anliegen ist! Du bist selbst ein Künstler; in deiner Band „Niemansland“ bist du für Gesang, Gitarre und Text tätig. Wo holst du dir die Inspiration und den Ansporn für deine Projekte her?

Rupp: Was alle meine Projekt eint, ist sicherlich der Drang etwas zu kreieren, das mich herausfordert. Genauso wie ich auch das Publikum immer herausfordern möchte. Nicht den bequemsten Weg zu gehen, und dadurch Denkprozesse zu starten, ist mein Ansporn.

Aber auch das Arbeiten mit anderen Menschen inspiriert mich. Zu sehen, was sie beitragen, wie sie denken, und sie dann zu ermutigen, hält mich auf den Beinen und macht mir Spaß.

UZ: Was für Herausforderungen und Hürden hattest du bei der Organisation der Ausstellung?

Rupp: Für jemanden wie mich, der eher chaotisch und unorganisiert veranlagt ist, war es nicht leicht! Die Arbeit aufzuteilen stimmt mich aber auch immer unwohl, zu konkret ist meine Vorstellung von allem. Etwas abzugeben fällt mir halt schwer.
Das Schwierigste war aber die Umsetzung der Ausstellung. Wie man die Werke unterschiedlichster Künstler adäquat an die Wand bringt, um dem Gast die Arbeiten und ihre Gedanken passend zu vermitteln, war nicht leicht. Aber eben eine Herausforderung, die mir sehr viel Freude bereitet. Besonders dann, wenn dann alles klappt.

UZ: Da bin ich zuversichtlich, dass der Abend ein Erfolg wird! Kommt in der Zukunft noch etwas von dir auf uns zu?

Rupp: Ich würde mir schon wünschen, die erbsenknospenernte zu einem regelmäßigen Ereignis zu etablieren. Was mich persönlich angeht, werde ich mich jetzt wieder verstärkt der Musik widmen, es gibt einiges, das ich probieren möchte!

***

© Moritz Hrdy, Christoph Eisenköbl und Martin Rupp

„Erbsenknospenernte“

Samstag, 10. November 2018
Erbse Bruckneudorf (Lagerstraße 8-10, 2460 Bruckneudorf, Zufahrt über Merkur-Parkplatz)
Einlass: 19:00 Uhr
Konzerte und Lesungen ab 20:00 Uhr
Eintritt: freie Spende

Arbeiten von Moritz Hrdy | Oliver Suchanek | Michi Penauer | Katrin Schmid | Alexander Horvath | Christoph Eisenköbl | Josef Hajda | Philip Jus | Laura Redmann

Musikbeiträge von Mr. Rose | Niemandsland

Texte von Daniel Bouteille | Christoph Schwameis | Martin Rupp

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.