Eine etwas andere Ostergeschichte

Überparteiliche Online-Petition verlangt Minus 5: Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern!

Ein Gastbeitrag von Josef Stingl

Mit dem Palmsonntag begann auch die Karwoche. Der Palmsonntag erinnert in der christlichen Mythologie an Jesus Einzug in Jerusalem. Beklatscht und mit Palmwedeln gehuldigt wurde der Messias empfangen. Die folgenden Tage der Karwoche erinnern an den 2. Teil der Geschichte, die Verurteilung, die Verhöhnung, den Kreuzgang und die Kreuzigung des Messias. Das „Happy End“ dann zu Ostern, mit der Auferstehung.

Ähnlichkeiten mit der Jetztzeit sind bei der Leidensgeschichte den Gesundheitsbeschäftigten, aber bei den Postler‘*innen, den Lebensmittelverkäufer*innen, den Paketlieferant*innen und, und, und zu erkennen. Auch ihr persönlicher Einsatz „beim Corona-Notstand“ wird mit Lob und Applaus gehuldigt. Ihr „Karwochen-Leidensweg“ ist der KV-Abschluss bei der Sozialwirtschaft Österreich. Ihrem Anliegen, einer 35-Stundenwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich wurde eine Absage erteilt, zum Ausgleich gibt es „eine kleine finanzielle Dornenkrone“!

Einige werden jetzt berechtigt vermerken, dass aber die Kreuzigung in dieser Metapher fehle. Richtig, aber genauso ihre „Auferstehungsgeschichte“. Vor einigen Tagen haben zwanzig Erstunterzeichner*innen unterschiedlichsten politischen Couleurs auf openpetition die Onlinepetition „Minus 5: Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessern“ gestartet. Sie verlangen, dass in den systemrelevanten Branchen, die gesundheitsgefährdeten Arbeitsbedingungen nachhaltig mit einer um fünf Stunden verkürzten Normal-Arbeitszeitwoche bei vollem Lohn- und Personalausgleich verbesset wird.

Begründet wird ihre Initiative, dass es deren besonders harte Arbeitssituation vor, während und nach der Corona-Krise deutlich spürbar entlastet werden müsste. Jede und jeder kann jetzt mit seiner/ihrer Petitionsunterstützung auf openpetition.eu/minus5 ihre „Auferstehung“ ein Stückchen näher bringen.

Josef Stingl, leidenschaftliche Gewerkschafter, der vor 10 Jahren beruflich vom „schrecklichen“ Osten (NÖ) in den „glorreichen“ Westen (Tirol) „emigrierte“ ist Mitglied im ÖGB-Bundesvorstand.


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