Die Corona-Versöhnung

Im Frühling 2020 herrschte das Corona-Virus, auch bekannt unter COVID-19 über die ganze Welt. Es hatte nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit, sondern auch auf die Psyche vieler Menschen und besonders Jugendlichen.

Eine Kurzgeschichte über Schuld, Versöhnung und Frieden von Victoria Breselmayr und Miriam Heiml

Maria und Maja waren bis kurz vor der Krisenzeit noch unzertrennlich gewesen, doch nach wenigen Wochen in Isolation, verlernten die beiden 14-jährigen Teenager sozial zu sein und jegliches Positives war in ihren Herzen erloschen.

Es war ein Mittwochvormittag und die Mädchen hatten sowieso schon viel Stress von der Schule, als auch noch ein heftiger Streit zwischen ihnen ausbrach. „Du triffst dich nur mehr mit Klara und vernachlässigst mich. Weder Telefonieren oder Schreiben tun wir noch“,  meinte Maja. Darauf antwortete Maria gereizt: „DU bist diejenige die sich nicht um unsere Freundschaft kümmert und überhaupt, es ist ja nicht mein Problem, wenn du sonst keine Freunde hast!“ Wütend drückte sie den roten Auflege Knopf.

Maja war starr vor Schock. Noch nie hatte sie mit ihrer besten Freundin gestritten. Tränen stiegen ihr in die Augen und sie musste bitterlich weinen. Wochen vergingen und Majas Eltern fragten hin und wieder was mit Maria sei, doch Maja antwortet immer nur mit einem leisen Brummen. Auch Maria tat es schon wenige Stunden nach der Auseinandersetzung leid, Maja so angeschrien zu haben, doch sie hatte nicht den Mumm sich dafür zu entschuldigen.

Am ersten Tag wieder in der Schule waren die Mädchen sehr niedergeschlagen und saßen deprimiert und allein auf ihren Plätzen. Auf dem Schulhof packte Maria all ihren Mut zusammen und sagte leise zu Maja: „Es tut mir wirklich leid so gemein zu dir gewesen zu sein und dich beleidigt zu haben. Ich kann ohne dich nicht leben. Du bist mir wirklich wichtig, Maja!“ Einige Minuten saßen die beiden nur da und plötzlich umarmte Maja ihre Freundin. „Du bist meine nahezu Seelenverwandte, wie sollte ich jemals böse auf dich sein?“, kicherte sie gerührt.

Nach diesem Streit war die Freundschaft der beiden Mädchen stärker denn je und daraus lernten sie, dass es auch manchmal wichtig ist zu streiten, sich danach jedoch wieder zu versöhnen.


Victoria Breselmayr und ihre Freundin Miriam Heiml gehen in die 3b des Gymnasiums in Baumgartenberg (OÖ). Sie sind beide 12 Jahre alt.

Titelbild: Anemone123 auf Pixabay


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