Wie die soziale Herkunft unser Leben prägt

Das Buch „Klassenreise“ macht in Form von Porträts „klassenreisender“ Personen deutlich, wie ungerecht unser Bildungssystem und die Vermögensverteilung sind. – Sonntag ist Büchertag

Zum Buch www.besserewelt.at

Klassenreisende begeben sich auf einen Weg, der für sie nicht vorgesehen ist: Aufgewachsen in einkommensarmen Haushalten sind sie oft die ersten in der Familie, die an einer Universität studieren. Weder in der einen noch in der anderen Welt zuhause, fühlen sich viele ihr Leben lang im Dazwischen. Dort, wo sie sind, dürften sie eigentlich nicht sein. Sie erleben den „Aufstieg“ als Chance, aber auch als Bruch und als schmerzhafte Erfahrung.

Sie treten in eine Welt ein, in der sie erst bestehen müssen – eine Welt voller informeller Regeln und Riten, die durch die bürgerliche Klasse bestimmt werden. Rassismus, Misogynie, Behindertenfeindlichkeit, Fluchterfahrungen oder Erfahrungen von Desintegration im Bildungssystem verstärken die Klassenposition zudem. Während des Corona-Shutdowns traten die sozialen Verwerfungen deutlicher denn je zutage.

In Form von Porträts berichten die Autorinnen über die Erfahrungen und Klassenreisen von elf Personen, die mit dem Mythos „Aufstieg durch Leistung“ brechen. Es sind persönliche Geschichten, die zeigen, wie ungerecht unser Bildungssystem und die Vermögensverteilung eigentlich sind. Ein Buch, das deutlich macht, wie stark Klassismus wirken kann, wie sehr dies die Gestaltungsmöglichkeiten der Menschen begrenzt und wie die soziale Herkunft letztendlich unser Leben prägt.

 

Die Autorinnen

Brigitte Theißl wurde 1982 in Graz geboren und wuchs in einem Dorf in der südlichen Steiermark auf. So wie auch ihre Schwester studierte sie als Erste in der Familie an einer Universität. Sie schloss das FH-Studium Journalismus und Unternehmenskommunikation in Graz ab und studierte anschließend Gender Studies in Wien. Heute ist sie Redakteurin beim feministischen Magazin an.schläge und arbeitet als Erwachsenenbildnerin und als freie Journalistin für DieStandard. In ihrer Arbeit versucht sie stets Feminismus und Anti-Klassismus zu verbinden. Seit dem gemeinsamen Gender-Studies-Studium setzt sie mit Betina Aumair regelmäßig Projekte um – wie dieses Buch.

Betina Aumair wurde 1976 in Oberösterreich geboren. Sie hat als Erste in ihrer Familie maturiert und auch studiert. An der Universität Wien hat sie ein Diplomstudium in Vergleichender Literaturwissenschaft und ein Masterstudium in Gender-Studies abgeschlossen. Heute arbeitet sie als Schreibpädagogin, Projektleiterin und Gender- und Diversity-Beauftragte in der Erwachsenenbildung mit dem Fokus Jugendliche und junge Erwachsene. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Bildung und Feminismus – immer unter der Klassenperspektive.

Ende Oktober 2020 haben die Autorinnen nun ihr Buch „Klassenreise“ im ÖGB-Verlag veröffentlicht.

 

Gewinnspiel zum Buch!

Unsere Zeitung verlost gemeinsam mit dem ÖGB-Verlag aktuell 1 Exemplar des Buches „Klassenreise“. Schreiben Sie einfach ein E-Mail mit dem Betreff „Sonntag ist Büchertag“ und Ihrer Anschrift an gewinnspiel@oegbverlag.at und mit etwas Glück finden Sie das Buch bald in Ihrem Postkasten.

Teilnahmeschluss ist der 26.12.2020. Der/Die glückliche GewinnerIn wird anschließend in der Kalenderwoche 1 2021 vom ÖGB-Verlag per Mail verständigt.

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Teilnahmebedingungen Gewinnspiel:
Teilnahmeberechtigt sind Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr. Schriftverkehr und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Der Gewinn ist nicht in bar auszahlbar. Eine mehrmalige Teilnahme ist nicht möglich. Die Auslosung erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der/Die GewinnerIn wird per E-Mail verständigt. Einsendeschluss: 26.12.2020. Datenschutz: Die Teilnahme am Gewinnspiel erfordert die Angabe personenbezogener Daten. Der/Die TeilnehmerIn erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass die von ihm/ihr übermittelten Daten von Verlag des ÖGB GmbH, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien, für die Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet werden dürfen. Widerruf der Datenverwendung ist jederzeit per E-Mail an datenschutz@oegbverlag.at unter der Angabe des Betreffs „Widerruf Gewinnspiel Unsere Zeitung“ möglich.

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