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Die Crux mit den Spenden

Wer kennt es nicht? Tagtäglich flimmert der eine oder andere Spendenaufruf über die Fernsehgeräte und appelliert an unsere (hoffentlich) mitgegebene Empathie und Humanität. So wichtig und richtig das Spenden auch ist, muss dennoch die Frage der Notwendigkeit in der heute so modernen Welt gestellt werden.

Ein Kommentar von Fabian Wimmer

Gleich vorweg – da eventuell der Titel bei manch einem/-r Leser_in zu Stirnrunzeln oder Schnappatmung führen könnte: Ich empfinde das Spenden innerhalb einer modernen Gesellschaft als ein enorm wichtiges Hilfsmittel, um unseren ärmsten, benachteiligsten oder plötzlich und unverschuldet in ein Dilemma gestürzten Mitmenschen zu helfen. Sei es innerhalb eines Nationalstaates, wie beispielsweise Licht ins Dunkel in Österreich, oder über Staatsgrenzen und Kontinente hinweg. 

Und ein schöner Nebeneffekt ist, dass dieses Teilen und Geben glücklich machen kann, wie einige Studien erklären – wenn auch die Gründe für das Spenden vielfältig sein können. Sei es ein schlechtes Gewissen, eine philanthropische Ader oder pures Mitgefühl auf Grund von Empathie und Fassungslosigkeit wegen der sichtbaren Notlage der Betroffenen.

Aber genau hier, wo die Fassungslosigkeit einsetzt, müssten wir alle aus einem ursächlicheren Grund die Fassung, das Verständnis verlieren und Spendenaufrufe hinterfragen. Denn wie kann es sein, dass im Jahr 2021, in einer Welt die dermaßen modern, vernetzt und reich ist, offenbar noch immer die Notwendigkeit existiert für Hunger in der Welt oder für den Schutz von Fauna und Flora (Stichwort Regenwald, Eisbären, etc.) zu spenden? Oder – wenn wir im kleineren, nationalen Rahmen verweilen – wie kann es sein, dass in einem der reichsten Länder der Welt noch immer Kinder von Armut betroffen sind und sich Eltern im Winter nicht das Heizen und zu Schulbeginn keine neuen Unterrichtsmaterialien leisten können? 

Und dafür aufkommen soll im Idealfall die Bürger_innen mit ihr…

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