Und, schon geimpft?

Über rechtliche und medizinische Aspekte in Sachen Corona wurde mehr als ausreichend berichtet. Gedanken und Sorgen bezüglich der Zerstörung zwischenmenschlicher Beziehungen hinken nach und werden von einer zunehmend emotional geführten sozialpolitischen Debatte überstrahlt.

Ein Gastbeitrag von Ulrich Mueller

Beweggründe für und gegen eine Impfung

Trotz der Informationsflut sind die Menschen bezüglich der wissenschaftlichen Hintergründe und den hinter den Kulissen der Öffentlichkeit geführten Kontroversen kaum bis gar nicht informiert. Selbst Wissenschafter_innen kennen, sofern Virologie nicht das eigene Fachgebiet betrifft, die Lage der Fachliteratur nicht. Die Beurteilung dieser Dinge will man offenbar nur einem kleinen Kreis von ausgewählten Expert_innen überlassen. Kaum einer nimmt die Möglichkeit wahr, sich Parlaments- oder Bundestagsdebatten anzuhören. Durchs Internet war es noch nie so leicht, sich Information zu verschaffen. Dennoch, nur ein sehr kleiner Anteil der Bevölkerung hat über die Leitmedien hinaus versucht, sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen. Eine überwältigende Mehrheit ist coronamüde geworden. Das bedeutet, selbst Nachrichtensendungen und Talkshows zu diesem Dauerbrenner verlieren an Aufmerksamkeit.

Die eigene Entscheidung für oder gegen eine Impfung basiert folglich nicht auf einer persönlichen Risikoeinschätzung. Sie wird emotional, aus dem Bauch heraus, getroffen. Die Hypothese, man könne Menschen durch Aufklärung und Anreize von der Notwendigkeit einer Impfung überzeugen, steht auf wackeligen Beinen. Insbesondere dann, wenn die, die informieren, fachlich weit weniger wissen, als die, die es zu überzeugen gilt.

Gesellschaftliche Spaltung

Dieser Beitrag will sich weder mit fachlichen, politischen noch weltanschaulichen Aspekten befassen, sondern die zunehmende gesellschaftliche Spaltung beleuchten. Dass wir mit einer solchen konfrontiert sind, ist schwer zu leugnen. Diejenigen, die der Meinung sind, es gäbe keine sozialen Veränderungen und Probleme, sollten spätestens jetzt zu lesen aufhören. (Man muss nicht alles lesen!) Dieser Artikel will Ansätze für eine Versöhnung zwischen der Front der Befürworter und der Front der Verweigerer ausloten und zur Toleranz auffordern.

Eine Aussöhnung zwischen den beiden Lagern sollte uns am Herzen liegen, denn neben dem derzeitigen Thema Nummer EINS ist die moderne Gesellschaft noch mit vielen anderen Herausforderungen (Umwelt und Klima) konfrontiert. Es warten riesige Anstrengungen auf uns. Kraftreserven sollten daher nicht für sinnlose Grabenkämpfe verbraucht werden.

Ich hoffe, wir sind uns einig: Wir haben es mit einer sich zuspitzenden Spaltung der Gesellschaft zu tun. Diese geht so weit, dass funktionierende Arbeitsteams zerfallen und Freundschaften in die Brüche gehen. Vereine haben sich aufgelöst oder sind zerstritten. Ehen und Partnerschaften mussten dran glauben, und in einigen Fällen haben die unterschiedlichen Sichtweisen sogar zu Entfremdung zwischen Eltern und Kindern geführt.

Wahrung der Privatsphäre und Political Correctness

An die Stelle des bisher üblichen „Grüß Gott“, „Hallo“ oder „Servus, wie geht‘s“ ist heute die Phrase „Und, schon geimpft?“ getreten. Jahrelang wurden wir auf Datenschutz trainiert und jetzt erdreistet man sich, eine Höflichkeitsfloskel durch eine hochsensible und intime medizinische Frage zu ersetzen. Das erstaunt, mehr noch, es irritiert und stört. Der Staat hat mit der 3G Regel klare Verhältnisse geschaffen. Wer sich daran hält, stellt nach Einschätzung des Gesetzgebers keine Gefahr mehr dar. Wofür diese entbehrliche Frage? Die Antwort ginge ja eigentlich nur den Arzt oder die Ärztin meines Vertrauens etwas an. Die Politik hat an dieser Stelle ebenfalls kein Auskunftsrecht. Sie sollte sich vielmehr unter strengster Einhaltung geltender Gesetze darum kümmern, saubere Rahmenbedingungen für ein gedeihliches Miteinander zu schaffen. Unschärfe, Schlampigkeit und Oberflächlichkeit führen zu völlig illegitimen Vermischungen von wissenschaftlichen, gesundheitlichen, politischen und rechtlichen Fragen.

Wer die Frage nach dem Impfstatus verneint oder die Antwort verweigert, wird mit scheelen Augen angesehen und üblicherweise der Gruppe der Covididioten oder Verschwörungstheoretiker zugeordnet. Zum Begriff Covididiot nur so viel: Er ist diffamierend und verhetzend und daher strikt abzulehnen. Politiker_innen, die ihn verwendet und geprägt haben, sollten sich schämen, denn sie wurden ihrer Aufgabe und Verantwortung nicht gerecht. Jemand der das Volk vertritt, hat nicht zu diffamieren und zu verhetzen. Wer es dennoch tut, hat seinen Job verfehlt.

Verschwörungstheoretiker_innen glauben an Verschwörungen, oder sind einer solchen auf der Spur. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Kriminalistik. Menschen, die Fragen stellen sind Fragende. Menschen, die zu einem Sachverhalt eine klare Meinung vertreten, haben sich eventuell gut informiert. Menschen, die einen gesellschaftlichen Trend nicht befürworten, sind sozialkritisch. Menschen, die aus ethischen oder religiösen Gründen Entscheidungen treffen, haben eventuell eine starke spirituelle Ader. Menschen, die aus Angst um ihre Gesundheit diesen oder jenen Behandlungsweg wählen, haben gesundheitliche Probleme oder leben sehr gesundheitsbewusst. Sie sehen schon, es gibt die verschiedensten Gründe und Motive, warum jemand zu einer ganz individuellen Entscheidung kommt. Ganz und gar nicht zwingend steht hinter dieser Entscheidung die Annahme einer Verschwörung. Der Begriff Verschwörungstheoretiker_in ist somit als Verallgemeinerung in diesem Zusammenhang nicht zulässig. Der Begriff „Verschwörungstheorie“ sollte am besten zusammen mit der Phrase „Und, schon geimpft?“ wieder in der Versenkung verschwinden. Den Begriff „Impfgegner“ könnte man gleich hinterher werfen, denn er stellt ebenfalls eine Verallgemeinerung dar.

Die meisten Menschen wollen mit ihrem Tun etwas Gutes bewirken, diesbezüglich gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden Lagern. Und jeder Mensch will geliebt und geachtet werden. Der gegnerischen Front böse Absicht, fehlende Loyalität, Ignoranz oder gleich Dummheit vorzuwerfen ist somit ein Schlag ins Gesicht der Menschlichkeit.

Gesellschaftliche Mitte

Es ist kein großes Geheimnis und auch keine besonders kluge Erkenntnis: soziale Systeme funktionieren dann gut, wenn sie über eine breite Mitte verfügen. Angeheizt durch 17 Monate mediale Bombardements und Konfrontation mit politischem Dilettantismus haben sich die Fronten verhärtet. Der Zustand mutet ein wenig pubertär an, er erinnert mich an mein 15. Lebensjahr, an die Zeit, in der die beiden Grazer Fußballclubs GAK und SK-Sturm in der Bundesliga spielten. Vor einem Derby wurde nicht gefragt „Und, schon geimpft?“, sondern „GAK oder Sturm?“. Die Antwort: „Äh, weiß nicht. Ich interessiere mich nicht für Fußball, sondern für klassische Musik und Literatur.“, war leider keine Option.“ Nach der ersten Ohrfeige, die ich mir von Leo Adam, einem zweifachen Repetenten, einfing, wurde ich aufgefordert, mich zu entscheiden: „Müller, red net deppat. GAK oder STURM?“ Mit der Antwort „GAK?“ fing ich mir den zweiten Backenstreich ein. Eine Mitte war nicht gefragt. Nachdem die jeweiligen Spiele entschieden waren, kam es meist zu hitzigen Diskussionen und nicht selten zu handfesten Raufereien. Vom Zentrum des Geschehens aus betrachtet, gewann man den Eindruck, die Beteiligten hätten große Freude daran, auf einem emotionellen Karussell zu fahren. Wie die Kinder genossen auch die Jugendlichen den Fahrtwind und die Fliehkraft, wenn der Streit zwischen den Anhängern beider Clubs eskalierte.

Die aktuelle gesellschaftliche Situation hat eine deutlich größere und ernstere Dimension. Mit zwei Watschen ist die Sache, wenn sie entgleist, nicht getan. Auch dieser Streit nimmt Fahrt auf. Und auch hier gewinnt man den Eindruck, auf beiden Seiten gibt es Menschen, die Freude daran haben, wenn es brodelt und kocht. Doch fürchte ich, die omnipräsente Impf-Frage ist nur der Beginn eines gefährlichen und ungesunden Prozesses. Die Politik wirkt in diesem Schauspiel für mich wie Leo Adam, der deutlich größer und stärker war als ich. Er wollte bewusst die Klassengemeinschaft spalten und sich an seiner Macht aufgeilen.

Die Frage an diesem Punkt ist, sind alle Beteiligten, Kinder und vulnerable Gruppen miteingeschlossen, diesem Spiel gewachsen? Und was passiert, wenn dieses Spiel entgleist? Sollten wir nicht vielmehr mit Besonnenheit ans Werk schreiten, dem Spaltungstrend entgegenwirken und aufeinander zugehen, die Geschwindigkeit herausnehmen? Mag sein, dass der emotionelle Moment, in dem sich alles wie ein Wirbelsturm dreht, für einige ein Fest ist. Doch die zunehmende Geschwindigkeit ist sehr gefährlich: Die tödliche Wirkung von Fliehkraft und Massenträgheit kennt man von Verkehrsunfällen.

Politik soll zu Mäßigung und Toleranz aufrufen. Die Frage „Und, schon geimpft“ bringt niemanden weiter und ist politisch nicht korrekt.

Die aktuelle Situation verlangt nicht nach weiterer Verschärfung des Tons, sondern nach einem Versöhnungsakt. Möglicherweise wirkt das im ersten Moment aufgesetzt, wie ein Lachen in einer schwierigen Situation. Aber manchmal kann sogar ein künstliches Lachen erlösend und befreiend wirken.


Dr. Ulrich Müller, 1967 in Graz geboren, studierte Forst- und Holzwirtschaft, arbeitete als Tischler, war als Techniker in einem Möbelwerk tätig, bevor er an der Universität für Bodenkultur Wien eine wissenschaftliche Karriere begann. Ulrich Müller lebt in Wien, ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter.

Titelbild: Impfpass und Spritze (Dirk Vorderstraße/flickr.com; Lizenz: CC BY 2.0)

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3 Gedanken zu „Und, schon geimpft?

  • 23. Juli 2021 um 13:44
    Permalink

    Tja, im Gegensatz zu Sturm oder whatever geht es um die Gesundheit jedes Mitglieds der Gesellschaft. Ich verstehe die Intention des Artikels sehr gut, wie ich mit Menschen im Bekanntenkreis umgehen soll, die sich nicht impfen lassen wollen, aber zu einem Ausbruch im Herbst beitragen, weiß ich leider dennoch nicht. Auch wenn ich sie mag, mir wäre es trotzdem lieber, sie würden meine Kinder, Leukämie Kranke usw. schützen, als aus irgendeinem Grund sich und die Gesellschaft nicht zu schützen.

    Antwort
  • 26. Juli 2021 um 10:17
    Permalink

    Ähm, zu welchem Ausbruch im Herbst sollen die Nichtgeimpften beitragen? Das ist das Problem, dass die Cornafanatier immer totalitärer und faktenresistenter werden? Auch der vielbeschworene „exponentielle Verlauf“ ist ein Mythos: Den gibts nur ganz am Anfang und mit jeder natürlich oder künstlich immunisierten Person verflacht sich der Infektionsverlauf …. Nix verstehen Mathematik.

    Wenn alle Gefährdeten geimpft sind, wozu sollen sich Nichtgefährdete und Nichtspreader impfen? Wegen einem Virus, das nach anfangst 3 – 5 x Grippe nur noch 1 – 2 Grippe entspricht so einen Irrsinn anzetteln? Gehts noch? Die Nichtgeimpften hindern auch niemanden daran sich impfen zu lassen, auch wenn das Risiko vielleicht doch größer als der Nutzen ist. Über die Langzeitwirkung der mRNA-Impfungen und der Vektorimpfungen auf das Immunsystem wissen wir noch gar nichts! Konventionelle Impfungen werden erst gar nicht entwickelt bzw. sind noch nicht zugelassen (kommen ja von den bösen Chinesen!).

    Wer von den Coronaangstgläubigen hat sich jemals den wissenschafltichen Diskurs auf der Wite der Ärztezeitung oder noch besser im Lancet angeschaut? Die Mainstreammedien reipieren diesen Diskurs extrem selektiv und tragen mit ihrer Sensationslüsternheit massiv zur Spaltung der Gesellschaft und zum Abbau von Menschenrechten und Demokratie bei!

    Wer mich diskriminiert, weil ich nicht bei der Impferei mitmache, der hat selbst ein Problem, weil er / sie / es den Rest des Lebens mit einem irrationalen Feind der Demokratie und Meschenrechte weiter leben muß, nämlich mit sich selbst.

    Bei mir gelten die Menschenrechte weiterhin!

    Ich trage beim Einkaufen auch keine Masken mehr, weil von Anfang an der Nutzen umstritten war (siehe Statements von AGES-Leiter Allerberger) und ich nirgendwo einkaufen gehe, wo nicht Abstand gehalten werden kann und wo mensch lange in einer Schlange stehen muß.

    Wer beim alten Programm „Angst im Abendland“ (Jean Deljmeau) unbedingt mitmachen will, möge bitte die „Ungläubigen“ in Ruhe mit den Glaubenskriegen lassen! Die haben in Europa und im Rest der Welt schon so viele Spuren der Verwüstung hinterlassen!

    Mit autoritärer Politik und Glaubenskriegen ist der einzig uns bekannte bewohnbare Planet sicher nicht zu retten!

    Insofern kann ich mich dem Appell des Autors nur anschließen!

    Bitte das Großhirn wieder einschalten!

    Antwort
  • 4. August 2021 um 9:10
    Permalink

    Sehr geehrte Fr. Hauni, Sehr geehrter Hr. Mair
    Vielen Dank für Ihre Kommentare und das Lesen meines Artikels. Ich respektiere jede Meinung und als eingefleischter Demokrat begrüße ich die Anteilnahme an einer dringend notwendigen Diskussion. Jede Meinung soll und muss gehört werden. Um was es mir eigentlich geht ist, dass die Gesellschaft wieder eine Mitte braucht. Eine Mitte, die beide Seiten so stehen lässt, wie sie eben gerade stehen.
    Inhaltlich stehen Sie mir, Hr. Mair nahe, da Sie Dinge hinterfragen, die das Gegenüber schwer oder nicht beantworten kann. Im Ton, bin ich nicht bei Ihnen, sondern bei Fr. Hauni. Es geht darum, mein Gegenüber ernst zu nehmen. Ängsten kann man nicht mit Logik begegnen. Ängsten kann man nur durch Empathie und Einfühlungsvermögen begegnen. In diesem Sinne nehme ich Ihren Einwand und Ihre Sorgen ernst. Nun, nicht geimpfte Menschen sollten sich weiterhin testen lassen, wenn sie anderen Menschen begegnen. Damit sollte die Wahrscheinlichkeit einer Infektion, die von diesen Menschen ausgeht, nicht höher sein, als von jenen die geimpft sind. Da wir in der Zwischenzeit wissen, dass auch Geimpfte infektiös sein können, sehe ich aus wissenschaftlich belegbarer Sicht kaum Unterschiede. Zumindest sind die Unterschiede so marginal, dass sie einen weiteren massiven Eingriff in die Grund- und Freiheitsrechte NICHT gerechtfertigten.
    Ein weiterer Beitrag zur Lösung des Dilemmas könnte sein, dass jeder für sich selbst definiert, unter welchen Umständen sie oder er mit Ungeimpften verkehren möchte. Im direkten zwischenmenschlichen Umgang (und in diesen engen zwischenmenschlichen Beziehungen passieren in Wahrheit die meisten Infektionen) ist das definieren von Grenzen erlaubts, nein sogar erwünscht. Wenn ich nun jemandem begegnen möchte, der nicht geimpft ist, dann kann ich als ängstliche oder ängstlicher Nichtgeimpfte/Nichtgeimpfter ja sagen, mein Gegenüber soll Abstand wahren oder mir überhaupt vom Leib bleiben.
    Im Beruf, in der Schule und im Krankenhaus ist das leider nicht möglich. Für diesen Bereich stelle ich nur einige Fragen, liebe Fr. Hauni. Ist es Ihnen lieber, Ihr Kind bekommt ein weiteres Semester Schulunterricht von zuhause? Werden Sie lieber nicht im Krankenhaus pflegerisch versorgt, als es verrichtet ein ungeimpfter Mensch diese Tätigkeiten? Wollen Sie als alter Mensch lieber alleine ohne Unterstützung in einem Pflegeheim versauern? Wenn Sie diese Fragen tatsächlich mit JA beantworten, dann müssen Sie tatsächlich für eine Impfpflicht auf die Straße gehen. Ich persönlich beantworte diese Fragen mit einem entschiedenem NEIN. Ich bin gegen jeglichen Zwang.
    Solange es offene Fragen gibt, und die gibt es, auch wenn das Gegenteil behauptet wird, darf es in einer Demokratie keinen Zwang zu einer medizinischen Behandlung geben. Ja, Herr Mair, in diesem Punkt bin ich wieder ganz bei Ihnen. Wer hat sich denn die Grundlagen angesehen? Ich bin Wissenschaftler, zwar kein Virologe, aber ich weiß nach 25 Jahren Berufstätigkeit, wie Wissenschaft funktioniert. Und ich habe mir die Hintergrundinformationen geholt und weiß weit mehr, als der übliche Journalist. In meiner Wahrnehmung als kritischer Wissenschaftler gibt es sehr viele Fragen, die von der Öffentlichkeit und vor allem von der Politik ausgegrenzt werden. Diese Fragen MÜSSEN beantwortet werden, bevor man einen Zwang ausspricht.
    Mein inständiger Wunsch an Sie, Herr Mair ist, im Gespräch zu bleiben. Menschen wie Sie, haben sich informiert und haben ein klares Bild von Ihrer Wirklichkeit. Auch Sie, Fr. Hauni fordere ich auf, auf Andersdenkende zuzugehen und nachzufragen. Vielleicht erfahren Sie etwas, was Ihnen die Angst nimmt, was Sie bislang noch nicht verstanden haben. Wir Menschen, auch die Wissenschaft, wissen so viele Dinge nicht. Nicht zu wissen ist kein Zeichen von Schwäche. Ein Zeichen von wirklicher Stärke ist, einen Kompromiss zu finden, mit dem beide Seiten leben können.
    Und genau um diesen Kompromiss geht es mir. Wenn wir keinen Kompromiss finden, dann werden aus den Protesten, die wir derzeit beobachten Kämpfe werden. Und sich die Köpfe wegen eines Virus einzuschlagen wird hundertprozentig schlimmere Folgen haben als eine Infektionskrankheit. Widerstehen Sie dem inneren Drang, sich auf Ihre Seite zu bewegen und gehen Sie aufeinander zu. Das ist die einzige Möglichkeit und Chance, die wir als Gesellschaft haben.
    Überzeugung entsteht nie durch Beschimpfung oder Abwendung, sondern immer durch Dialog.

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