Weiterer Tiefpunkt Orbáns

Nach Viktor Orbáns Feldzug gegen Migration, gegen Flüchtlinge und seiner Gleichsetzung von Homo- und Transsexualität mit Pädophilie sind jetzt Frauen, die abtreiben wollen ins Visier des rechtsnationalistischen Fidesz-Regierungschefs geraten.

Ein Kommentar von Josef Stingl

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in der Regel eine ernsthafte und verantwortungsvoll getroffene Entscheidung. Dieses Frauenrecht auf selbstbestimmte Entscheidung wird jetzt auf Initiative der im Parlament sitzenden rechtsextremen Partei Mi Hazánk (Meine Heimat)  gesetzlich beschnitten. Sie müssen in Zukunft vor der Abtreibungsentscheidung den fetalen Herzschlag hören.

Niemand lässt eine Abtreibung aus Jux und Tollerei oder aus Leidenschaft vornehmen. Diese neue gesetzliche Schikane wird daher in den meisten Fällen nichts an der Entscheidung ändern. Sie führt aber zu vermehrten Schuldgefühlen und psychischem Druck.

Warum dann dieser neue gesetzliche Zwang? Der Rechten langfristiges Ziel ist die brutale Beschneidung der Frauenrechte, insbesondere dem vollständigen Verbot von Abtreibungen. Sie haben von Polen gelernt und wollen mit einer Schritt-für-Schritt-Taktik den Widerstand beim Umbau zu einer neoliberalen, rechtsfaschistoiden Gesellschaft minimieren.


Dieser Beitrag erschien auch auf dem Blog unseres Autors: stingls-blog.news

Titelbild: Jasmine auf Unsplash

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