Kubas Außenminister verurteilt US-Blockade und ruft zu Stärkung der UNO auf
Rodríguez Parrilla kritisiert in New York US-Aggressionen und betont Kubas Bereitschaft zum Dialog ohne Vorbedingungen
Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla verurteilte bei der 81. Generalversammlung der UNO am 26. September in New York die Verschärfung der US-Blockade gegen Kuba. Er betonte die Notwendigkeit, die Vereinten Nationen zu stärken und verwies auf die Zunahme von Expansionismus und wirtschaftlichen sowie militärischen Aggressionen weltweit, die das Prinzip der souveränen Gleichheit der Staaten bedrohten.
Kritik an US-Maßnahmen und Auswirkungen
Rodríguez Parrilla kritisierte die US-Blockade, die sich seit Jänner 2026 durch eine Energieblockade verschärft habe. Diese Maßnahmen hinderten alle Länder daran, Brennstoffe nach Kuba zu exportieren, und führten dazu, dass über 7.000 Container mit lebenswichtigen Gütern in Häfen festgehalten würden. Er bezeichnete die Blockade als völkerrechtswidrige kollektive Bestrafung, die Leid verursache und eine humanitäre Krise hervorrufen solle.
„Kuba ist keine Bedrohung, die Blockade hingegen schon!“
Seit 1960 verfolge die US-Politik das Ziel, Kuba wirtschaftlich zu ersticken. Rodríguez Parrilla verurteilte die Androhung einer militärischen Invasion und betonte, dass Kuba sich verteidigen werde. Er verwies auf einen Medien- und Propagandakrieg sowie auf rechtswidrige Einmischung in Kubas innere Angelegenheiten.
„Jeder auch nur ansatzweise informierte Beobachter erkennt den fantasievollen und böswilligen Sinn darin, eine Entwicklungsnation wie Kuba, die relativ klein ist und eine bescheidene Wirtschaftsleistung aufweist, als Bedrohung für die größte nukleare, militärische, technologische und wirtschaftliche Macht der Welt darzustellen“, sagte Rodríguez Parrilla und hält fest: „Kuba ist keine Bedrohung, die Blockade hingegen schon!“
Dialogbereitschaft und internationale Solidarität
Kuba setze auf Kooperation, friedliche Konfliktlösung und unterstütze die UNO. Das Land sei jederzeit zum Dialog mit den USA bereit, um Differenzen ohne Vorbedingungen zu klären. Präsident Miguel Díaz-Canel betonte, dass laufende Reformen auf sozialer Gerechtigkeit und Souveränität basieren. Rodríguez Parrilla würdigte internationale Solidarität und lehnte Interventionen in Lateinamerika und der Karibik ab. Er forderte eine gerechte Steuerung neuer Technologien und warnte, dass das Völkerrecht gestärkt werden müsse, um die Zukunft der Menschheit zu sichern.
Quelle: misiones.cubaminrex.cu
Text: Michael Wögerer
Titelbild: VCG

