Rapid Wien: Auftakt nach Maß gegen Ried

SOCCER - Rapid, team photo shootingUnsere Zeitung stellt alle 10 Bundesligateams vor, erklärt die Kadersituationen und berichtet vom ersten Saisonmatch der Klubs in der Saison 2015/16.

Von Moritz Ettlinger

Souveräner Sieg gegen Lieblingsgegner

Der SK Rapid Wien ist mit einem klaren 3:0 über die Sportvereinigung Ried in die neue Saison gestartet. Der österreichische Rekordmeister beginnt stark mit viel Ballbesitz kommt auch zu einigen guten Chancen in der Anfangsphase. Ab der 27. Minute sind die Hütteldorfer dann in Überzahl, Oliver Kragl erhält nach einem Foul an Schobesberger wegen Torraubs die rote Karte. Nützen können die Rapidler diese Überlegenheit aber erst nach der Pause: In Minute 48 erzielt Florian Kainz nach Traumpass von Thanos Petsos das 1:0. Danach spielen sich die Wiener in einen Rausch, erarbeiten sich Chance um Chance, bis zum 2:0 dauert es dann allerdings bis zur 84. Minute: Robert Beric netzt vor 15.100 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion ein. Den Schlusspunkt setzt dann der eingewechselte Louis Schaub mit dem 3:0 in Minute 89. Ein Auftakt nach Maß also für Rapid Wien, einziger Wermutstropfen ist die Verletzung von Linksverteidiger Thomas Schrammel, der kurz vor der Pause mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden musste.

Die Kaderanalyse

Die Euphorie in Wien-Hütteldorf ist deutlich zu spüren. Die Mannschaft wurde größtenteils zusammengehalten, dazu wurde das Team mit Tomi, Nutz, Huspek (alle Grödig), Auer (Admira) und Strebinger (Werder Bremen) nochmals sinnvoll verstärkt.
Vor allem der 22-jährige Richard Strebinger könnte sich als gute Investition herausstellen. Der ehemalige ÖFB-Nachwuchstorhüter wird sich aller Voraussicht nach mit Jan Novota ein heißes Duell um das Einserleiberl liefern, wobei der 30-jährige Novota im ersten Saisonspiel den Vorzug erhielt.
Abgegeben wurden nur Maric (Hoffenheim), Wydra (Paderborn), Behrendt (Bielefeld) und Bajrami (Admira), außerdem spielt Starkl kommende Saison auf Leihbasis für die Admira.

Allerdings ist das Transferfenster noch bis Ende August geöffnet, es könnte sich also noch etwas tun bei den Grün-Weißen. Allen voran bei Topstürmer Robert Beric, der bei einigen Premier League Klubs ganz oben auf der Einkaufsliste stehen soll, gleiches gilt für Shootingstar Philipp Schobesberger. Und auch, wenn Rapid Wien derzeit finanziell nicht auf Transfereinnahmen angewiesen ist, könnte man doch ab einer gewissen Summe schwach werden.

Wenn es den Hütteldorfern gelingt, die Mannschaft zusammenzuhalten, ist in der Meisterschaft einiges möglich. Mit einem guten Saisonstart und der nötigen Portion Glück ist für Rapid Wien heuer sogar der Meistertitel in Reichweite.

Kein Losglück in der Championsleague-Quali

In der Qualifikation für die UEFA Championsleague hat der SK Rapid ein schweres Los gezogen: Auf den österreichischen Rekordmeister wartet der niederländische Topklub Ajax Amsterdam.

Im 245. europäischen Spiel der Hütteldorfer Vereinsgeschichte trifft man zum ersten Mal auf Ajax Amsterdam. In der Truppe von Startrainer Frank de Boer tummeln sich junge Talente ohne Ende, Viktor Fischer (21), Ricardo Kishna (20) oder Anwar El Ghazi (20) sind nur drei davon.

Aufzupassen gilt es vor allem auf den Dänen Lasse Schöne (29), der sowohl im offensiven Mittelfeld als auch an vorderster Front auflaufen kann. Der 22-fache Nationalspieler hat in 122 Ligaspielen für die Niederländer 33 Tore erzielt und weitere 30 vorbereitet.

Gespielt wird zuerst am Mittwoch, den 29. Juli im Wiener Ernst-Happel-Stadion, eine Woche später dann in der Amsterdam Arena.

So könnte Rapid Wien spielen:

Rapid_Aufstellung

Die Saisonvorschau nach dem Bundesliga-Auftakt:

Foto: © GEPA pictures/ Wien Energie ; GRAFIK: Unsere Zeitung

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