Auslandsberichterstattung medienkritisch betrachtet

Diskussion zur außenpolitischen Berichterstattung am Beispiel Kubas und Venezuelas am 17. Jänner im Presseclub Concordia

Die Logos der drei Weltagenturen Reuters, AFP und AP, sowie der drei nationalen Agenturen in Österreich (APA), Deutschland (dpa) und der Schweiz (sda). (Quelle: swprs.org)

Der größte Teil der internationalen Nachrichten in unseren Medien stammt aus der Quelle von nur drei globalen Nachrichtenagenturen, der US-amerikanischen Associated Press (AP) , der französischen Agence France-Press (AFP) und der britischen Reuters.

Auf der Basis dieser Agenturen wird zumeist über dieselben Themen mit oftmals auch denselben  Formulierungen berichtet. Die Vermittlung einer bestimmten (westlichen) Sichtweite der Welt und diverser Konflikte erschweren Objektivität und Differenzierung in der Auslandsberichterstattung.

Einer Studie von „Swiss Propaganda Research“ zufolge basieren etwa in der Syrien-Berichterstattung 80 Prozent aller Artikel führender Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0 Prozent auf investigativer Recherche.

Die Untersuchung „Der Propaganda-Multiplikator: Wie globale Nachrichtenagenturen und westliche Medien über Geopolitik berichten verortet mehr als 80 Prozent aller Kommentare und Interviews als USA/NATO-freundlich. Propaganda macht demnach ausschließlich die Gegenseite.

Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf, welches Bild denn westliche Medien etwa über die Realität in Ländern vermitteln, die sich offen und vehement gegen die Interessen der USA stellen, wie Venezuela oder Kuba…?

Fragen wie diese sollen in einer Podiumsdiskussion zur Sprache kommen, die am 17. Jänner  im Presseclub Concordia über die Bühne gehen wird.  Eine gemeinsame Veranstaltung der Vereinigung für Medienkultur und der Österreichisch-Kubanischen Gesellschaft.

„Tendenzen und Probleme außenpolitischer Berichterstattung am Beispiel Kubas und Venezuelas“

Wo: Presseclub Concordia, Bankgasse 8, 1010 Wien

Wann: 17. Jänner 2018, 19 Uhr

TeilnehmerInnen:

Fritz Hausjell (Publizistikwissenschafter, Beirat der Vereinigung für Medienkultur)

Hermine Schreiberhuber (freie Journalistin, ehem. stv. Außenpolitikchefin der APA)

Erhard Stackl (Journalist u.a. des Standard, Chefredakteur „Jüdisches Echo“)

Carlos Troger (Venezuela-Experte, Vorstandsmitglied österr.-kuban. Gesellschaft)

Michael Wögerer (Kuba-Experte, Gründer der Internetzeitung „Unsere Zeitung“)

Verena Gleitsmann (ORF-Redakteurin Ressort Außenpolitik Ö1) – angefragt

Moderation:

Udo Bachmair (Präsident der Vereinigung für Medienkultur)

Anmeldung erbeten an  stifter@medienkultur.at

Text: Udo Bachmair
Titelbild: „News“ (pixabay.com; public domain)

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