Die EU will nach Luft-Angriffen in Syrien wieder verhandeln – TopEasy (16.04.)

Im Laufe des Krieges zerstörtes Gebäude in Homs (Bo yaser ; Lizenz: CC BY-SA 3.0)

Nachrichten leicht verständlich vom 16.04.2018 – In Kooperation mit der Austria Presse Agentur

Die EU will nach Luft-Angriffen in Syrien wieder verhandeln

Im Land Syrien herrscht Bürgerkrieg. Die Armee vom syrischen Präsident Bashar al-Assad soll auch Giftgas gegen die Menschen in Syrien eingesetzt haben. Viele Menschen sollen dabei gestorben sein. Als Reaktion auf den Giftgas-Angriff haben am Samstag die Länder USA, Frankreich und Großbritannien einen Luft-Angriff in Syrien gemacht. Die EU möchte nun eine Lösung im Syrien-Konflikt finden und ruft zu Verhandlungen auf.

Erklärung: Syrien

Der Präsident Bashar Al-Assad herrscht über das Land Syrien. Viele Menschen in Syrien wollen einen neuen Präsident. Präsident Assad will aber weiter herrschen. Deshalb gibt es dort seit 7 Jahren Krieg. Assad hat auch Unterstützung von einigen Ländern, zum Beispiel von Russland.

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Innenminister Kickl bereitet strengere Gesetze für Flüchtlinge vor

Innenminister Herbert Kickl will strengere Gesetze für Flüchtlinge einführen. Die Behörden sollen die Handys von Flüchtlingen kontrollieren dürfen. Und Asyl-Werber sollen bis zu 840 Euro für das Asyl-Verfahren bezahlen. Außerdem müssen Spitäler in Zukunft den Behörden sagen, wenn ein Asyl-Werber aus dem Spital entlassen wird. Menschen, die in Österreich Asyl bekommen, sollen auch erst nach 10 Jahren österreichische Staatsbürger werden können. Bisher konnten sie das schon nach 6 Jahren. Die Regierung berät am Mittwoch über die neuen Gesetze.

Erklärung: Asyl-Werber und Asyl-Verfahren

Viele Menschen flüchten aus ihrem Land in andere Länder. Sie hoffen, dass sie dort einen sicheren Ort finden. Wenn der Staat ihnen erlaubt, zu bleiben, dann erhalten sie Asyl. Menschen, die um Asyl ansuchen, nennt man Asyl-Werber. Welche Asyl-Werber in Österreich bleiben dürfen, wird beim Asyl-Verfahren entschieden.

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Ein Schwindler gab sich als Arzt aus und täuschte viele Sportler

Ein erfolgreicher Trainer von Behinderten-Sportlern stand am Montag in Wien vor Gericht. Der Mann hatte sich als Arzt ausgegeben. Er hat aber nie Medizin studiert. Als angeblicher Arzt behandelte der Mann viele Sportler. Das darf aber nur ein richtiger Arzt. Der Richter verurteilte den falschen Arzt wegen Betrug, Urkunden-Fälschung und Kur-Pfuscherei. Er bekam eine bedingte Haftstrafe. Das heißt, der Mann muss nicht ins Gefängnis. Seinen Patienten muss er vielleicht eine Entschädigung zahlen.

Erklärung: Kur-Pfuscherei

Ein Kur-Pfuscher ist jemand, der ohne Ausbildung und ohne Studium als Arzt arbeitet. Das ist verboten. Für Kur-Pfuscherei gibt es in Österreich Geldstrafen und sogar kurze Gefängnis-Strafen.

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Conchita Wurst ist HIV-positiv

Conchita Wurst ist eine sehr bekannte Sängerin und Travestie-Künstlerin aus Österreich. Das Wort Travestie kommt aus dem Französischen und heißt verkleiden. Conchita ist eigentlich ein Mann, verkleidet sich aber als Frau. Im Jahr 2014 hat sie den Eurovision-Song-Contest gewonnen. Nun gab Conchita bekannt, schon seit vielen Jahren HIV-positiv zu sein. Ein Ex-Freund von Conchita hat ihr gedroht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Darum hat Conchita jetzt selbst über ihre Krankheit gesprochen. Sorgen müssen sich die Fans aber nicht machen, ihr geht es gut.

Erklärung: HIV

Ist ein Mensch HIV-positiv, so trägt er das HI-Virus in sich. Dieses Virus kann die Krankheit Aids auslösen. Bei dieser Krankheit wird das Immunsystem vom Körper geschwächt. Das heißt, der Körper kann sich gegen andere Krankheiten nur schwer schützen. Am Anfang von der Krankheit haben die Patienten oft Fieber, Kopf-Schmerzen, Schmerzen in den Gelenken oder sind oft sehr müde. Später können Menschen mit Aids auch Krebs bekommen oder durch Bakterien krank werden, die sonst harmlos sind. Gegen Aids gibt es keine Impfung.

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