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Team neu

Wenn Solidarität Grenzen zieht, Andersdenkende sich anpassen müssen und Segregationspolitik in einer Demokratie ihre Legitimation zu finden versucht.

Ein Gastbeitrag von Michael Niemand

Aus dem viel beschworenen – und größtenteils durchaus sinnvollen und gemeinschaftsstärkenden – Team Österreich, wird nun das Team Neu. Jenes Team, dessen Mitglieder bereit sind, den neuen Weg oder auch die neue Realität, die hoffentlich nicht zum Dauerzustand wird, mitzutragen. Nur wer bereit ist sich impfen oder testen zu lassen, bzw. diejenigen, die das Glück im Unglück hatten, eine Corona-Infektion mehr oder weniger gut überstanden zu haben – wie die meisten Menschen unter 70 Jahren (die Sterblichkeit der unter 70 Jährigen liegt nach einer Studie der WHO weltweit unter 0,05%) – gehören dazu. Diese dürfen sich voraussichtlich in naher Zukunft an der Teilhabe des gesellschaftlichen kulturellen Lebens erfreuen. Sie dürfen mit der künftigen “Grünen Karte” Restaurants, Theater, Museen etc. besuchen; sie sind Teil des Team Neu.

Und was ist mit jenen die dazu nicht bereit sind? Wer sind diese Menschen? Warum machen sie nicht einfach mit und tragen zum Infektionsschutz á la Kurz und anderer bei?

Ein vermutlich nicht unwesentlicher Teil derer die nicht bereit sind sich zu testen oder gar zu impfen, lässt sich wohl als eingeschworene Impfgegner_innen bzw. als Verschwörungstheoretiker_innen bezeichnen, wobei der Fairness halber festgehalten werden sollte, dass Kategorisierungen dieser Art stets gefährlich sind und nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass es sich dabei oft einfach um kritische Köpfe handelt – die zugegeben da und dort auf Irrwege abdriften – und gerade zweiterer Begriff mittlerweile äußerst inflationär verwendet wird, um etwa Herrschafts- oder Systemkritik zu tabuisieren und zu delegitimieren.

Neben diesen „Verschwörerinnen und Gegnern“ gibt es jedoch auch noch andere, die nicht bereit sind, das Leben in der Gesellschaft mit ihren kulturellen und kulinarischen Angeboten an Bedingungen zu knüpfen. Das fängt bei all jenen an, die sich aus Angst vor einer Infektion nicht mehr aus dem Haus trauen und sich dadurch nicht testen lassen wollen (Haushaltstests sind derzeit für den Eintritt noch nicht zulässig) und setzt sich dort fort, wo die innere Wut auf Verbot und Vorschrift seit Jahren oder Jahrzehnten soweit angewachsen ist, dass es ein rebellisch protestierender Akt ist, sich gegen eben diese befehlenden Bestimmungen zu wehren – von der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen unabhängig; und hört dort auf, wo Alte und Eingesessene in ihren Gewohnheiten und Routinen derart festgefahren sind, dass sie bei dieser Eintrittshürde nicht mitmachen. Man denke an die/den ein/e oder andere/n Großmutter oder G…

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