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Der Pfad zur Menschlichkeit

Aufgrund der aktuellen Lage der Welt

Ein Friedensgedicht von Benjamin Lapp

Ungeachtet, dass empfindsame Seelen wie Wir,
aufgrund der Gabe des Mitgefühls,
oftmals ins gesellschaftliche Abseits
des Ungenügens gestellt,
gleichwohl Resonanzkörper
für all die aus dem Erdenrund
aufsteigende Schmerzensschreie,
welche flehentlich darauf dringen,
hindurch des praktizierenden Ritus
globalisierter Gleichgültigkeit,
endlich gehört zu werden,
obliegt es aber dennoch 
in der Verantwortung
von uns so stillen Geschöpfen,
den Himmel von der Hölle zu trennen,
und dem wahnhaften Dogma
eines bellizistischen Todeswillen,
hervorgerufen von Götzendienern der Gier,
blühenden Lebenswillen der puren Güte
                                          entgegenzusetzen…

          …so mag dies womöglich
unser auserwähltes Schicksal sein,
als standhafte Verkünder
einer Idee des Miteinanders,
die mühseligen Strapazen
der kargen zeitgeistigen Ebene,
voll verletzender Verleumdungen,
zu durchleiden,
immer jedoch versehen
mit der tiefen Gewissheit
dadurch zu den ersehnten Gipfeln
einer jubilierenden Versöhnung der Vielen
mit der inneren Friedenstüchtigkeit zu gelangen,
als das höchste Gut des 
Gewissens.


Titelbild: Steinnelkenweg (Wien-Donaustadt) neben dem Spielplatz (Foto: Unsere Zeitung)

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