Musik, Haltung, Aufbruch: Das Festival des politischen Liedes 2026 hebt ab
Zwischen Post-Punk, Hip-Hop, Arbeiterlied und Chorklang ist auch Unsere Zeitung wieder mit einem Infostand vor Ort vertreten.
Morgen Freitag startet das Festival des politischen Liedes 2026 im Europacamp in Weißenbach am Attersee – und schon der Blick ins Programmheft macht klar: Hier geht es nicht bloß um Konzerte, sondern um ein Wochenende, an dem Musik, Solidarität, Debatte und Begegnung ineinandergreifen. Von 5. bis 7. Juni lädt der Kulturverein Willy zu einem dichten Festival zwischen Post-Punk, Hip-Hop, Ska, Arbeiterlied, Lesung und politischem Austausch. Auch Unsere Zeitung ist wieder als Medienpartner dabei – und wird vor Ort mit einem Infostand vertreten sein.

Schon der Freitag verspricht einen scharfen Auftakt: Um um 20:30 Uhr eröffnen Laut Fragen den Abend, die Post-Punk, Elektronik und gesellschaftskritische Texte zu einer Klangwelt zwischen dystopischer Grundstimmung und Hoffnung verbinden. Anschließend folgen die Bands Hinterlandgang (22:00), ENDE (23:30) und den Abschluss übernimmt das BlauCrowd FM DJ Team (1:00).
Am Samstag zeigt das Festival dann seine ganze Bandbreite: Beim Kulturfrühstück (ab 10:30) treffen Green Leaves mit Songs für Frieden und Umwelt auf eine Lesung von Verena Koch, bevor der Abend ein breites Spektrum politischer und widerständiger Musik auffächert. Besonders im Fokus stehen dabei jene Acts, die sich im UZ-Soundcheck vorgestellt haben: Äffchen & Craigs (19:15) bringen Hip-Hop mit Humor, Dada, Dialekt und Haltung auf die Bühne; Le Birrette (20:30) reisen mit Soul, Ska, Rocksteady und viel jamaikanischem Herzblut aus Italien an; dazu kommen Liböön (17:45), Schapka (22:00) und Tula Troubles (23:30) bevor The Ultimate Trash Movement (1:00) in der Disko die Nacht zum Tag werden lässt.
Ein besonderes Highlight ist der Chor Roter Hering (16:00). Über ihn heißt es:
„Sieben Männer mit Bärten stehen am Anfang dieses besonderen Musikprojekts. Lieder der Arbeiter:innenklasse wollten sie singen und taten es: Arbeiter von Wien, Matrosen von Kronstadt – so die ersten Titel. Mit mehr Sänger:innen kamen auch mehr Titel, sodass mittlerweile auch internationales Liedgut zum Repertoire gehört und Titel heute auch so klingen Buruh Tani, De l’eau le feu oder La Lega. Egal, wie die gesungenen Worte klingen, welcher Sprache sie entstammen, immer geht es um den Kampf für Gerechtigkeit, ein besseres Leben und um die Emanzipation unterdrückter Menschen.“
Zum Abschluss am Sonntag steht mit Philipp Hoffmann ein weiterer UZ-Soundcheck-Gast auf dem Programm: Der Musiker aus Kassel bringt politische Volks- und Arbeiterlieder, Straßenerfahrung und sein Akkordeon mit. Im Soundcheck sagt er, seine Lieder sollen „zum Denken anregen“, Mut machen und im besten Fall Solidarität stiften – ein passender Schlusspunkt für ein Festival, das sich hinter seiner politischen Haltung nicht versteckt.
Rundherum bleibt das Festival seiner eigenen Tradition treu: Unterkünfte im Europacamp, Soli-Kuba-Bar, Diskussionen, Tombola und viel Raum für Begegnungen. Wer also an diesem Wochenende zum Attersee fährt, bekommt nicht nur ein Line-up, sondern ein politisch-kulturelles Gesamterlebnis. Und wer zwischendurch lesen, reden, diskutieren oder einfach Servus sagen will, sollte beim Infostand von Unsere Zeitung vorbeischauen: Wir sind das ganze Wochenende vor Ort.
Alles rund um’s Festival auf kv-willy.at
Titelbild: Collage zum Festival des politischen Liedes 2026 / Unsere Zeitung (KI generiert)

