Von der Notwendigkeit der Kritik

Ein Kommentar von Roman Dietinger

In Zeiten der Krise wird das irrationale Potential in von ihr betroffenen Gesellschaften sichtbarer, verschafft sich Raum und Gehör und wird durch massenpsychologische Affekte verstärkt. Demonstrationen (scheinbar) Gleichgesinnter dienen dazu ebenso wie „Diskussionen“ in diversen Online-Foren.

Die Stimme der Vernunft sei leise, meinte Sigmund Freud und tatsächlich scheint es, als ob in der Frage, wie man sich bezüglich Impfungen gegen Covid-19 positionieren soll, viel zu oft nicht sachlich besonnenen Argumenten sondern Vorurteilen, Feindbildern, Halb- und Unwissen manchmal in Gemeinschaft mit esoterisch bzw. religiös verbrämten Hirngespinsten der Vorzug gegeben wird. Die Folgen können schwerwiegend sein, die – sowohl physische als auch psychische – Gesundheit vieler Menschen negativ beeinflussen, das Wirtschaftsleben lähmen, die sozialen Kontakte einschränken, zu gesellschaftlichen Spaltungen führen und eine – zumindest im bürgerlichen Sinne – demokratische Gestaltung des Zusammenlebens gefährden. Diese oder ähnliche Bedenken scheint Hr. Müller zu teilen, wenn er in seinem am 07. Juli 2021 in der UZ erschienen Beitrag schreibt:

„Haben wir nicht in den letzten 75 Jahren gelernt, dass Konfliktlösung anders besser funktioniert? Woher plötzlich diese Intoleranz? Nur weil ich die Frage nicht verstanden habe, ist mein Gegenüber weder dumm noch böse. Denunziation ist in jede Richtung abzulehnen. Für diesen verkommenen Zustand der Gesellschaft trägt die Politik den größten Teil der Verantwortung. Sie hat das Klima für diese Kultur geschaffen und sie hat das Vertrauen in staatliche Institutionen schwer beschädigt. Heute sind sich viele nicht mehr sicher, ob wir uns auf den Staat überhaupt noch verlassen können und wollen. Damit kommt vieles ins Wanken.“

Allerdings wirken die Argumente, welche er dazu anführt manches Mal fragwürdig und den “Skeptikern” gegenüber zu nachsichtig. Zudem scheint er eine Art von Nutzen wissenschaftlicher Forschung im Sinne zu haben, die Viele in Zeiten einer Pandemie nicht unbedingt als vorrangig ansehen werden. Im ersten Absatz seines Beitrages schreibt der Autor:

„Ich will ein schlüssiges Modell, um mir eine eigene Vorstellung von der Wirklichkeit machen zu können.“

Ich nehme an, dass viele Menschen als Ziel wissenschaftlicher Forschung in Zusammenhang mit dieser Krankheit die Erkenntnis der objektiven Wirklichkeit (oder zumindest die Annäherung daran) und vor allem die Klärung konkreter Fragen definieren werden (wie zum Beispiel: a) Wie ist Covid-19 entstanden?, b) Ist dieses Virus so infektiös, dass aufgrund vielfacher heftiger Krankheitsverläufe Intensivstationen überlastet werden können?, c) Sind besondere (Hygiene-) Maßnahmen notwendig?, d) Sind Impfstoffe effektiv in der Bekämpfung der Pandemie?, e) Ist die Anwendung gegenwärtiger Impfstoffe in dem Sinne sicher, dass der Schutzeffekt die potentiellen Schäden, welche infolge ihrer Anwendung auftreten könnten, bei weitem überragt?). Im Angesicht einer Pandemie wird es den meisten Menschen wohl primär darum gehen sich nicht anzustecken, mit den sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten zurecht zu kommen und sie werden hoffen, dass diese nun schon sehr lange andauernde Belastungen ein baldiges Ende finden.

Interessant ist auch, dass der Autor von einer „eigenen“ Vorstellung schreibt. Will er damit andeuten, er hält es für wissenschaftlich, dass jedes wissenschaftliche Modell von jedem Einzelnen beliebig interpretiert werden kann? Wie weit soll dieser Interpretationsspielraum reichen? Von „Impfungen sind gut, weil sie vor der Krankheit (bzw. vor einen schweren Krankheitsverlauf) schützen“ bis „Impfungen sind schlecht, weil Bill Gates und andere böse Kräfte uns unterjochen wollen“? Diese Zuspitzung mag im ersten Moment überzogen klingen, drängt sich aber zumindest mir auf, wenn man die Ausführungen in beiden Texte (der zweite Text wurde am  22. Juli 2021 veröffentlicht) näher betrachtet.

Herr Müller behauptet bereits in den ersten Zeilen seines Gastbeitrags, „die Wissenschaft“ hätte „gewisse ethische Verpflichtungen“ „sträflich vernachlässigt“ – ohne dies auch nur irgendwie zu belegen! Er spricht schon im Titel seines Beitrags „vom Versagen der Wissenschaft“, verabsäumt es aber im darauf folgenden Text seine Kritik mit Fakten, konkreten Beispielen und schlüssigen Argumenten zu untermauern.

Der Autor betont sich am Prinzip von Verifikation und Falsifikation von Hypothesen zu orientieren. Diesen Ansatz halte ich prinzipiell für richtig, erwarte mir aber auch, dass ein angebliches Versagen hinsichtlich dieses Prinzips, welches er offensichtlich unterstellt, nachvollziehbar aufgezeigt und einer Überprüfung anhand von konkreten Beispielen zugänglich gemacht wird. Sein Text entspricht dem nicht.

Fakt ist, dass –  leider nur privilegierten Teilen der Weltbevölkerung – inzwischen Impfstoffe gegen COVID-19 zur Verfügung stehen. Auch Herr Müller wird zugeben müssen, dass diese nicht vom Himmel gefallen sind, sondern Ergebnis wissenschaftlicher Forschung sind. Trotz dieses Fortschritts in der Bekämpfung der Pandemie stellt Herr Müller folgende  Behauptungen in den Raum: 

„Vorschnelle Annahmen, erste Hypothesen, unzählige Studien, Ergebnisse und Schlussfolgerungen werden ohne zu hinterfragen als Wahrheit verkauft. Auf der einen Seite gibt man offen zu, vieles nicht zu wissen. Auf der anderen Seite begründet man sein Tun durch Glauben.“

Welche „vorschnellen Annahmen, Hypothesen, unzählige (als ob das ein Nachteil wäre!) Studien, Ergebnisse und Schlussfolgerungen“ werden von wem „als Wahrheit verkauft“. Wer hinterfragt diese nicht!?

Gerade beim Beispiel der Impfstoffe gegen COVID-19 schließe ich mich der Meinung, die mir ein Freund zugesendet hat, an:

„Deren rasche Entwicklung hat gezeigt, welche potenziellen Möglichkeiten zur Beschleunigung der wissenschaftlichen Forschung und Erkenntnisgewinnung eine weltweite Zusammenarbeit von Forscher_innen ermöglichen würde und welche Möglichkeiten sich erst dann auftun würden, wäre „die Wissenschaft“ von der Profitgier der Pharma- und sonstigen Industrien befreit.“  

Entweder bestreitet Herr Müller die Wirksamkeit dieser Impfstoffe – was seinem Text nicht zu entnehmen ist, oder er möchte die Gründe seiner Denunziationen nicht offen legen. Entsprechend nebulos ist auch folgende Passage seines Textes:

„Die Wissenschaft hat ihre Kompetenzen heute weit überschritten. Weil eine Handlungsweise wissenschaftlich vernünftig erscheint, bedeutet dies noch lange nicht, dass dieser Weg ohne gesellschaftlichen Diskurs und demokratischen Beschluss beschritten werden darf.“

Wo hat „die Wissenschaft“ ihre Kompetenzen überschritten? Welche Handlungsweisen erscheinen wissenschaftlich vernünftig und wurden von wem ohne gesellschaftlichen Diskurs umgesetzt? Was ist damit gemeint? Die willkürliche Schließung der Parks in Wien durch Fr. Köstinger? Die Maskenpflicht? Die breiten Testangebote der Stadt Wien oder gar die Entwicklung von Impfstoffen? Hier gibt sich der Autor bedeckt und lässt sich sozusagen nicht in die Karten schauen. Hat er nicht verstanden, dass nicht „die Wissenschaft“ „Handlungsweisen“ – also zum Beispiel Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie –  beschlossen hat, sondern dass es die in einem „demokratischen Rechtsstaat“ gewählten „Repräsentant_innen“ des Teiles der Bevölkerung, der wahlberechtigt ist, waren, die Gesetze geändert und mittels Verordnungen und Erlässen oft verfassungswidrig gehandelt haben?

Es drängt sich die Frage auf, ob Herr Müller die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich der COVID-19-Pandemie – samt der Entwicklung von Impfstoffen – für „vernünftig“ hält, oder die Ansicht vertritt man könne sich da eine abweichende und vor allem eigene Vorstellung machen. Will er genau das ganz bewusst offen lassen? Man könnte seine Texte ja auch als Versuch ansehen „Maßnahmengegner_innen“ für seinen im ersten Text beworbenen Roman zu interessieren… Die nächste in den Raum geworfene Behauptung folgt am Fuß:

„Zu behaupten, ein offener Wissenschaftsdiskurs würde die Bevölkerung verunsichern, ist pure Polemik und in diesem Zusammenhang verwerflich. Deutlich größere Verunsicherung erzeugt man mit dem, was man derzeit weithin praktiziert. Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar (Ingeborg Bachmann)! Die Dinge sind längst nicht so kompliziert, als dass sie ausschließlich von Wissenschafter_innen verstanden werden können und diskutiert werden dürfen. Die Wissenschaft hätte neben einer zurückhaltend beratenden Funktion vielmehr die Aufgabe, die Bevölkerung aufzuklären und einen fairen öffentlichen Diskurs zu initiieren und zu unterstützen. Dass sie dazu nicht in der Lage ist, haben verschiedene Vertreter_innen der Wissenschaftsdisziplin in beschämender Art und Weise unter Beweis gestellt, denn derzeit gelingt es nicht einmal, eine würdige Diskussion innerhalb der eigenen Fachrichtung zu führen.

Wer behauptet, dass ein offener Wissenschaftsdiskurs die Bevölkerung verunsichern würde? Was wird „derzeit weithin praktiziert“? Wann und wie haben „verschiedene Vertreter_innen“ welcher „Wissenschaftsdisziplin in beschämender Art und Weise unter Beweis gestellt“ dass sie nicht in der Lage sind „die Bevölkerung aufzuklären und einen fairen öffentlichen Diskurs zu initiieren und zu unterstützen.“

An einer Stelle im ersten Text kritisiert der Autor ein angebliches „Tun durch Glauben“ erwartet aber von seinen Leser_innen offensichtlich genau das: Glauben ohne Reflexion und kritisches Hinterfragen. Andernfalls würde er versuchen, seine Behauptungen zu belegen und somit überprüfbar zu machen.

Es ist auch nicht so, dass ein offener Wissenschaftsdiskurs der Bevölkerung generell nicht zugänglich gewesen wäre oder ist. Es gibt eine große Menge an verfügbaren Informationen, alleine schon im Internet. Es ist schwer vorstellbar, dass während früherer Pandemien vor der massenhaften Nutzung des Internets auch nur annähernd so viele Informationen zur Verfügung standen. Dazu gesellen sich Publikationen, die man im Buchladen seiner Wahl kaufen kann. Das ist zwar mit Sicherheit nicht allen Menschen finanziell möglich. Dieses Faktum und auch die Tatsache, dass Menschen nach einem Arbeitstag oftmals Reproduktionsarbeiten verrichten müssen und daher weder die Zeit, noch die ausreichende Energie und Muße haben, entsprechende Literatur zu studieren, kann man aber fairerweise nicht „der Wissenschaft“ zum Vorwurf machen.

Ohne Zweifel gab es kritische Stimmen von Ärzt_innen und Wissenschaftler_innen, welche den Umgang mit drohenden Pandemien kritisierten. Rudolf Likar, zur Zeit der Publikation seines 2020 im edition.a erschienenen Buches „Bereit für das nächste Mal“ Koordinator des Intensivbereichs des Bundeslands Kärnten, schrieb:

 „Die Zeichen standen am Himmel, blutrot und deutlich, doch niemand wollte es sehen. Österreich, Deutschland und der Rest Europas waren nicht vorbereitet. Österreich, Deutschland und der Rest Europas haben keine Vorkehrungen getroffen, als das Coronavirus in China ausgebrochen ist. Österreich, Deutschland und der Rest Europas wussten, dass Pandemien keine Fantastereien von Endzeitfanatikern waren. […] Im März 2019 haben er (Anmerk. d. Vf: gemeint ist Peng Zhou ein Forscher vom Institut für Virologie der chinesischen Wissenschaftsakademie in Wuhan) und seine Kollegen prophezeit, von Fledermäusen übertragene Coronaviren würden in China ‚mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später eine Infektionswelle in Gang setzen‘“. Die Warnungen, veröffentlicht und in der Fachwelt bekannt, sind wirkungslos verhallt.“

Auch Paul Vogt, ein Schweizer Chirurg und Hochschullehrer hat sich am 8. April 2020 auf „Die Mittelländische Zeitung“ sehr kritisch geäußert:

„War die Schweiz minimal auf diese Pandemie vorbereitet? NEIN. Hat man Vorkehrungen getroffen, als COVID-19 in China ausgebrochen ist? NEIN. Hat man wissen können, dass eine COVID-19-Pandemie über die Welt ziehen wird? JA, SIE WAR ANGEKÜNDIGT UND DIE DATEN LAGEN BIS MÄRZ 2019 VOR.

[…] Ja, im Jahre 2013 hat der Deutsche Bundestag eine SARS-Corona-Pandemie in Europa und Deutschland simuliert! […]  2016 erschien erneut eine Forschungsarbeit, welche mit Corona-Viren hantierte. Das «Summary» dieser Publikation muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn es handelt sich hier um die perfekte Beschreibung dessen, was aktuell abläuft: “Focusing on SARS-like CoVs, the approach indicates that viruses using the WIV1-CoV spike protein are capable of infecting human alveolar endothelium cultures directly without further spike adaptation. Whereas in vivo data indicate attenuation relative to SARS-CoV, the augmented replication in the presence of human Angiotensin-Converting-Enzyme Typ 2 in vivo suggests that the virus has significant pathogenic potential not captured by current small animal models.” […]UND DANN KOMMT ES TATSÄCHLICH! Im Dezember 2019, 9 Monate nach Peng Zhou’s Warnung. Und die Chinesen informieren die WHO nachdem sie 27 Patienten mit atypischer Pneumonie ohne Todesfall gesehen haben. Noch am 31. Dezember beginnt die Reaktionskette von Taiwan, die aus insgesamt 124 Massnahmen bestand – alles bis zum 03. März 2020 publiziert. Und nein, es wurde nicht auf Taiwanesisch-chinesisch in einer Asiatischen Medizinischen Zeitschrift publiziert, sondern unter Mitarbeit der University of California im „Journal of American Medical Association“. […]   Und was hat die Schweiz seit der Meldung China’s an die WHO am 31. Dezember 2019 gemacht? Unsere Landesregierung, unser BAG, unsere Experten, unsere Pandemiekommission? […]  Was man wenigstens hätte tun können: die exzellenten wissenschaftlichen Arbeiten der Chinesischen und Amerikanisch-Chinesischen Wissenschaftler studieren, die in den besten Amerikanischen und Englischen Medizinischen Zeitschriften publiziert worden sind.”

Betrachten wir die Situation in Österreich, könnten wir auch einen Beitrag von Martin Sprenger einem österreichischen Mediziner, Autor und Gesundheitswissenschaftler mit den Schwerpunkten Public Health, Primärversorgung und Prävention heranziehen. Er war Mitglied der „Coronavirus-Taskforce“ des Gesundheitsministeriums. In seinem Buch „Das Corona-Rätsel“ schreibt er in einem Eintrag zum 26.03.2020 Folgendes:

„Dieser Donnerstag ist für mich aus heutiger Sicht ein Schlüsseltag für den Verlauf der Corona-Pandemie in Österreich und dem darauf basierenden Risikomanagment der Politik. 10 Tage nach der COVID-19 Verordnung zeigen die gesetzten Maßnahmen die erwünschte Wirkung.[…] Die Abflachung der Kurve ist nicht nur gut gelungen, sie ist so extrem gut gelungen, dass am Höhepunkt der Pandemie über 50% der Intensivbetten nicht genutzt und ganze Krankenhausabteilungen wochenlang leer standen. Die Maßnahmen waren so erfolgreich, dass der Peak des Infektionsgeschehens von Ende April vorverlegt wird. Viel besser hätte es nicht laufen können.“

In seinem Eintrag zum 30.03.2020 schreibt er:

„Obwohl in der Takforce-Sitzung vom 26. März alles in die andere Richtung deutete, spricht Kurz plötzlich davon, dass kein Gesundheitssystem der Welt eine zu schnelle Ausbreitung stemmen kann. Obwohl es zu diesem Zeitpunkt vollkommen klar ist, dass es in keiner Region Österreichs zu einer Überlastung der Intensivversorgung kommen wird, kündigte er diese an. Es sei jetzt schon klar, dass viele Menschen an dieser Krankheit sterben würden, und es müsse alles getan werden, dass nicht mehr Menschen sterben, als sterben müssen. Ich traue meinen Ohren nicht, wie er in der Sprache, weiter eskaliert und plötzlich für Ostern Engpässe in den Krankenhäusern prognostiziert, also für einen Zeitpunkt, für den die Modelle die effektive Reproduktionszahl bereits unter eins sehen. Aber es geht noch weiter. In Österreich herrsche ‚Ruhe vor dem Sturm‘ , und wie ‚grausam dieser Sturm sein kann, sieht man, wenn man in unser Nachbarland Italien schaut. Das Virus rottet sich nicht von allein aus‘ und ‚wirkliche Normalität gibt es erst wieder, wenn wir das Virus besiegt haben‘ Wenn das nicht gelinge, gebe es nicht mehr viele Maßnahmen, die man treffen könnte, dann sind wir bald am Ende der Fahnenstange angelangt‘. […] Der Bundeskanzler hat die Ebene der Sachpolitik eindeutig verlassen. Meine Vermutung ist, dass er nach der erfolgreichen Abwendung der Bedrohung für das Gesundheitssystem und der Erreichung des Lockdown-Ziels erkannt hat, dass er diese Krise politisch nutzen kann. In den Meinungsumfragen hat er absolute Spitzenwerte erreicht“

Das sind nur Beispiele für Wortmeldung von Wissenschaftler_innen, die der Öffentlichkeit zugänglich waren und sind. Warum der Autor diese nicht erwähnt oder nicht wahrgenommen hat und wie er zu seinen fragwürdigen Schlüssen kommt, behält er für sich. Auch wo und wann der wissenschaftliche Diskurs nicht „würdig“ und „auf Augenhöhe“ sondern „auf der Blutwiese“ stattgefunden hätte, verrät er uns nicht. Und so geht es in seinem ersten Text weiter und weiter:

„Aktuell werden unzählige Studien durchgeführt. Dabei wird vielfach auf die Definition einer Hypothese verzichtet, die die Grundlage jeder wissenschaftlichen Fragestellung darstellen sollte.“

„Sehr viele Zusammenhänge kann man mit dem derzeitig vorhandenen Stand des Wissens im Sinne eines in sich schlüssigen wissenschaftlichen Modells nicht oder noch nicht erklären. Im Falle der aktuellen Pandemie tappen wir vielfach noch immer im Dunkeln, auch die Wissenschaft. Wer das Gegenteil behauptet, sucht nicht nach Erkenntnis, sondern bastelt sich nur seine eigene [sic!!] Wirklichkeit.“

„Wenn wir die Wissenschaft für tiefgreifende politischen Entscheidungen in die Pflicht nehmen, dann bitte auf Basis belastbarer wissenschaftlicher Theorien und nicht auf wackligen Provisorien.“

Alles nicht belegte Behauptungen, die eines gemeinsam haben: Denunziation „der Wissenschaft“. Natürlich kann eingeräumt werden, dass Wissenschaft nicht im luftleeren Raum existiert, nicht unberührt von kapitalistischer Profitlogik und politischen Interessen bleibt. Vor allem wird sie von Menschen betrieben und die können aus unterschiedlichen Gründen abhängig und deswegen manipulierbar sein. Mitläufer_innen, die wider besseres Wissens schweigen, wenn sie reden und abnicken wenn sie protestieren sollten, gibt es überall. Das ist widerlich, taugt aber nicht als Argument gegen „die Wissenschaft“.

In dem Teil indem uns der Autor sein Verständnis von Wissenschaft zu erläutern versucht findet sich eine weitere fragwürdige Aussage:

„Diejenigen, die glauben, dass man die Nutzbarmachung von wissenschaftlichen Ergebnissen zeitgebunden einfordern darf oder kann, haben nicht verstanden, worum es geht.“  

Jene, die mit Beatmungsgerät in Intensivbetten um Sauerstoff und mit der potentiell todbringenden Krankheit ringen, werden sich mit dieser „Vorstellung von der Wirklichkeit“ wohl nicht anfreunden. Sie werden, weil sie nicht sterben wollen, hoffen und sehnlichst herbeisehnen, dass wissenschaftliche Erkenntnis so rasch als möglich ihre Qual beendet! Oder galt die Schelte des Autors den „Finanziers mit eindeutigem Hintergedanken“:

„Dotierung und Finanzierung sind weder Garanten noch Qualitätskriterium. Die Bereitschaft, Wissenschaft zu finanzieren, belegt nur, welche Fragen und vielleicht auch vorweggenommenen Antworten die Geldgeber haben. Finanziers mit eindeutigen Hintergedanken sind die schlimmsten Feinde einer unabhängigen Wissenschaft.“

Was ist das? Antikapitalismus oder „Big Pharma“-Verschwörungs-Fantasie? Oder von allem etwas? Egal, für die potentielle Kundschaft des Autors ist da genug drin um sich bestätigt zu fühlen. Aber Moment! Gab es nicht Fälle, bei denen die Finanziers in Sachen Covid-19-Impfstoff die Steuerzahler_innen selbst waren? Was waren deren Hintergedanken?

Beim Lesen des ersten Textes konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor die Fähigkeit zu besitzen scheint sich widersprechende „Vorstellungen von der Wirklichkeit“ in sich zu vereinen. Einmal schreibt er Folgendes:

„Wenn wir die Wissenschaft für tiefgreifende politischen Entscheidungen in die Pflicht nehmen, dann bitte auf Basis belastbarer wissenschaftlicher Theorien und nicht auf wackligen Provisorien.“

Dann heißt es wieder:

„Wissenschaft ist der stets unvollkommene Versuch, das Unerklärliche provisorisch und dennoch belastbar, einem logisch-schlüssigen Regelwerk folgend, erklärlich zu machen!“

Ei der Daus, das kollidiert mit meiner Vorstellung von Nachvollziehbarkeit! Wenn Wissenschaft „provisorisch“ Sachverhalte „erklärlich macht“, was genau unterscheidet sie dann von „wackeligen Provisorien“? Und welche Provisorien sind konkret mit den wackeligen gemeint? Vielleicht gar die nur „provisorisch“ zugelassenen Impfstoffe…?

Gut fügt es sich auch, dass ein Modell nur ein Provisorium ist. Somit kann sich jeder seine eigene, provisorische Vorstellung von der Welt machen. Und wenn sie einem nicht mehr gefällt, dann kein Problem: Mach dir eine andere Vorstellung, denn:

„Jeder hat seine Theorien. Die besten Chancen, den Ausgang zu erraten, hat der, der aufpasst und nicht der, der vorschnell Mutmaßungen anstellt.“ Und „letztlich ist in der Wissenschaft nichts unumstößlich. Sie lebt.“

Ist das nicht schön, wie frei wir uns die Welt zurechtbiegen können – ganz wissenschaftlich, versteht sich… Die Einen schreien „Achtung, neuer Faschismus, ihr Impfschafe!“ und die Anderen meinen: „Pandemie, ihr Schwurbler!“. Natürlich haben dabei alle recht und darum sollten sie auch netter zueinander sein. Das sieht Hr. Müller mit Sorge. Nicht der eigenwillige Umgang mit der Wirklichkeit, sondern die vermeintliche Intoleranz gegenüber Andersdenkenden beunruhigt ihn.

„Erschüttert bin ich über den zwischenmenschlichen Umgang, der hier um sich greift. Im öffentlichen Leben und im beruflichen Umfeld sind die Spielregeln noch einigermaßen klar definiert. Im Vertrauen auf die Rechtsstaatlichkeit haben wir derzeit noch funktionierende Normen, doch Vorsicht, die Eisdecke, auf der wir gehen, ist brüchig geworden. Im privaten Umfeld ist durch den Riss, der durch die Gesellschaft geht, schon viel zu viel zerbrochen. Die Standpunkte klaffen weit auseinander. Sie sind zu einem integralen Teil des jeweiligen Weltbilds geworden. Ich weigere mich aber, meine Entscheidung für oder gegen einen Menschen alleine von seiner Sicht auf die Dinge abhängig zu machen.“

Wo ist da die Grenze, frage ich mich? Ist jede Meinung, wenn sie auch noch so faktenwidrig daher kommt, legitim? Ist es intolerant einen Menschen als Ignoranten zu bezeichnen, der sich generell weigert die Corona-Maßnahmen einzuhalten, weil er ja angeblich eh auf sein Immunsystem achtet? Darf man jemanden, der zum Beispiel von “Chemtrails” schwafelt, nicht einen Schwurbler nennen? Warum? Aus Sicht von Hrn. Müller wären die Folgen „dieser Intoleranz“ beträchtlich:

„Heute sind sich viele nicht mehr sicher, ob wir uns auf den Staat überhaupt noch verlassen können und wollen. Damit kommt vieles ins Wanken.

Fairness und Nüchternheit sind Gebote der Stunde. Zeiten, in denen Wissenschaft, Medien und Politik Allianzen schmieden, sind immer brandgefährlich. Wissenschaft braucht Offenheit, Fairness und Transparenz.“

Mit Fairness, Nüchternheit, Schwurbler, Nazis und Co gegen „brandgefährliche Allianzen“ also. Soso… Haben Sie auch gerade eine Assoziation: Die „Weisen von Zion“ vielleicht oder die Ostküste…? Trotzdem: Niemand sollte Hrn. Müller unbegründet der Sympathie für Antisemitismus verdächtigen. Aber Hr. Müller sollte sich nicht wundern, wenn er eines Tages feststellen muss, dass genau solche Sympathisant_innen zu den Leser_innen seines Romans zählen.

Nachdem Hr. Müller seinen ersten Text mit einer Denunziation, nämlich die „der Wissenschaft“ eingeleitet hat, schließt er mit dem Feindbild der „wie auch immer ernannten Autoritäten“. Wer auch immer, wo auch immer, wann auch immer…

„Gleichgültig, ob Virus oder Klima, die Freiheit des Einzelnen ist gegen die vermeintliche Sicherheit für alle abzuwägen. Diese schwierige Frage kann nur in einem offenen Dialog und fairen wissenschaftlichen Diskurs geklärt werden. Diesen Prozess durch wie auch immer ernannte Autoritäten abzukürzen schadet nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Gesellschaft.“

Seinen zweiten Text vom 22. Juli 2021 leitet der Autor mit einer unbegründeten Unterstellung ein:

„Die eigene Entscheidung für oder gegen eine Impfung basiert folglich nicht auf einer persönlichen Risikoeinschätzung. Sie wird emotional, aus dem Bauch heraus, getroffen. Die Hypothese, man könne Menschen durch Aufklärung und Anreize von der Notwendigkeit einer Impfung überzeugen, steht auf wackeligen Beinen. Insbesondere dann, wenn die, die informieren, fachlich weit weniger wissen, als die, die es zu überzeugen gilt. [Hervorhebung von R.D.]

Weder verrät uns der Autor, wer diejenigen seien, die fachlich inkompetent informieren würden, noch wer jene seien, die es zu überzeugen gelte, aber offensichtlich fachlich weit mehr wüssten. Letztere, darf vermutet werden, sind Impfskeptiker_innen und Impfgegner_innen. Und wir liegen wahrscheinlich nicht ganz falsch, wenn wir vermuten, dass der Autor mit Ersteren u.a. „die Politik“ meint.

Ein paar Zeilen weiter behauptet der Autor aber „Ansätze für eine Versöhnung zwischen der Front der Befürworter und der Front der Verweigerer ausloten und zur Toleranz auffordern“ zu wollen. Beginnt ein Textbeitrag aber mit einer Unterstellung, erscheint das Ansinnen zu versöhnen nicht sehr glaubwürdig, umso weniger wenn nur wenige Absätze später eine weitere haltlose Behauptung nachgeschoben wird:

„An die Stelle des bisher üblichen „Grüß Gott“, „Hallo“ oder „Servus, wie geht‘s“ ist heute die Phrase „Und, schon geimpft?“ getreten. Jahrelang wurden wir auf Datenschutz trainiert und jetzt erdreistet man sich, eine Höflichkeitsfloskel durch eine hochsensible und intime medizinische Frage zu ersetzen.“

Hr. Müller warnt zwar ein Stück weiter unten, dass „Unschärfe, Schlampigkeit und Oberflächlichkeit […] zu völlig illegitimen Vermischungen von wissenschaftlichen, gesundheitlichen, politischen und rechtlichen Fragen“, führen würden. Offensichtlich sind aber in seiner „Vorstellung von der Wirklichkeit“ nur die Anderen unscharf und schlampig. Wer diese Schlampigen sind, sagt er uns nicht deutet aber – wenig überraschend – „die  Politik“ an. Schärfer wird er, wenn er für die Gruppe, die den „Covididioten oder Verschwörungstheoretikern zugeordnet“ wird, eine Lanze bricht:

„Zum Begriff Covididiot nur so viel: Er ist diffamierend und verhetzend und daher strikt abzulehnen. Politiker_innen, die ihn verwendet und geprägt haben, sollten sich schämen, denn sie wurden ihrer Aufgabe und Verantwortung nicht gerecht. Jemand der das Volk vertritt, hat nicht zu diffamieren und zu verhetzen. Wer es dennoch tut, hat seinen Job verfehlt. […] Der Begriff „Verschwörungstheorie“ sollte am besten zusammen mit der Phrase „Und, schon geimpft?“ wieder in der Versenkung verschwinden. Den Begriff „Impfgegner“ könnte man gleich hinterher werfen, denn er stellt ebenfalls eine Verallgemeinerung dar.

Die meisten Menschen wollen mit ihrem Tun etwas Gutes bewirken, diesbezüglich gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden Lagern. Und jeder Mensch will geliebt und geachtet werden. Der gegnerischen Front böse Absicht, fehlende Loyalität, Ignoranz oder gleich Dummheit vorzuwerfen ist somit ein Schlag ins Gesicht der Menschlichkeit.“

Die „Vorstellung von der Wirklichkeit“, die hier zutage tritt, beinhaltet also die Auffassung, dass Begriffe, welche auch unzulässiger Weise verallgemeinernd gebraucht werden könnten, abgeschafft werden sollten, auch wenn es tatsächlich Personen gibt, die mit eben diesen Begriffen beschrieben werden können. Was damit gewonnen werden soll, scheint klar: Eine Gruppe von teilweise sehr skurrilen und obskuren Personen könnte nicht mehr als das bezeichnet werden, was sie ist und würde somit tendenziell gegen Kritik immunisiert. Genau darum scheint es dem Autor auch zu gehen, denn er schreibt weiter:

„Die aktuelle Situation verlangt nicht nach weiterer Verschärfung des Tons, sondern nach einem Versöhnungsakt. Möglicherweise wirkt das im ersten Moment aufgesetzt, wie ein Lachen in einer schwierigen Situation. Aber manchmal kann sogar ein künstliches Lachen erlösend und befreiend wirken.“

Was treibt den Autor an? Ist es Harmoniesucht? Ist es Schmeichelei einer potentiellen Käuferschicht seines Romans? Ist es die ehrliche Sorge um den gesellschaftlichen Zustand? Das kann hier nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Jedenfalls scheint dem Autor ein „Ausgleich“ zugunsten unbegründeter und unwissenschaftlicher Positionen ein primäres Anliegen zu sein. Er möchte gerne zudecken was kontroversielI ist, nimmt aber gleichzeitig eine einseitige Positionierung vor in dem er mehr oder weniger generalisierend berechtigte Kritik am Obskurantismus der Verallgemeinerung bezichtigt.

Ich halte das für anti-emanzipatorisch. Wenn wir uns hinreißen lassen Stimmungen oder Vorstellungen einzelner Menschen, die im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen – aus falsch verstandener Toleranz heraus – nachzugeben, nehmen wir uns etwas außerordentlich Wichtiges aus der Hand. Wir verlören ein Werkzeug, welches es uns ermöglicht, uns in halbwegs gedeihlichen Miteinander den Problemen und Aufgaben, welche uns das Leben zumutet, gemeinsam zu stellen. Zu glauben, dass wir so „zivilisiert“ und davor gefeit wären nicht wieder im Sumpf der Massenpsychologie zu versinken, ist durch nichts begründet. Müller positioniert sich unter dem Deckmantel der Toleranz und sachlich nicht begründeter Kritik an „der Wissenschaft“ auf Seiten, derer die „Freiheit“ schreien, aber Egoismus oder Paranoia meinen. Natürlich sind nicht alle Menschen, die Kritik an den Covid-Maßnahmen äußern und neuen Impfstoffen gegenüber skeptisch sind, verrückt. Es gibt auch sehr gute Gründe, das Vorgehen der österreichischen Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zu kritisieren. Manchen Menschen wird man auch zugestehen können, dass sie gute Gründe haben sich nicht impfen zu lassen. Das ändert aber nichts daran, dass man zwischen Skeptiker_innen und Verschwörungsgläubigen, zwischen Imfgegner_innen und Impfzögerern sowie zwischen sachlichen Argumenten und Geschwurbel zu unterscheiden hat.

Titelbild: Markus Spiske on Unsplash 

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2 Gedanken zu „Von der Notwendigkeit der Kritik

  • 30. August 2021 um 15:02
    Permalink

    Oh, Großinquisitor Roman Dietinger schwingt das verbale Fallbeil?

    Der Herr Müller bezieht sich offenbar auf den allgemeinen Diskurs, die Flut an manipulativen Halbinformationen in den Mainstreammedien. Damit sind viele Menschen überfordert bzw. ist das für viele Menschen psychisch schwer auszuhalten. Die massive Angstpropagande führt eben dazu, dass viele Menschen dann erst recht zu machen und ebenso stur das genaue Gegenteil, oder was sie halt dafür halten, vertreten.

    Das ist gerade aus „linker“ Sicht das gesamte politische SYSTEM zu kritisieren, nicht einzelne Menschen deren Wahrnehmungs- und Denkvermögen durch die entfremdenden gesellschaftlichen Verhältnisse verbogen worden sind!

    Roman Dietinger sollte vielleicht einmal aktives Zuhören probieren bzw. einfach nachfragen was der/die Andere denn mein bevor er sich zum Richter über andere Menschen hochschwingt!

    Lieber Roman, Du outest Dich selbst mit diesem Schwall an Worten als verbissenen Glaubenskrieger der nicht zuhören kann und selbst die Gesellschaft spaltet!

    „Manchen Menschen wird man auch zugestehen können, dass sie gute Gründe haben sich nicht impfen zu lassen.“ Ach wie gnädig, ich selbst werde mich aufgrund des autoritären Gehabes der Coronaangstkirche mich sich nicht am Impfexperiment mit völlig unausgereiften und nicht ausreichend getesteten gentechnischen Impfstoffen aussetzen. Da gibt es gerade auch in der Wissenschaft viele kritische Stimmen.

    Das 3G- oder gar 1G-Diskriminierungsregime kann mensch nur ablehnen!

    Antwort
    • 31. August 2021 um 13:35
      Permalink

      Auch wen der Titel des Kommentars nicht gerade verbindlich ist – so muss ich mich dem inhaltlich anschließen, weil sich die Argumentation in Orientierung an der Menschlichkeit und an unseren über Jahrzehnte entwickelten Grundrechten anknüpft. Nachdem ich selbst zum Bereich Pharmazie und Gesundheit enge Kontakte habe weiß ich, dass die mediale Berichterstattung in keiner Weise der Situation in den Spitälern geschweige denn, dem Risikoprofil von Corona-Impfstoffen bzw. einer Covid-19-Erkrankung entspricht. Man kann sich nur wunder und aus dem Abseits beobachten, wie unsere Gesellschaft den Bach runter geht….aber man fragt sich halt: „cui utile est“ und dann gibt es doch einige plausible Antworten – denn Wirkstoffe gegen Covid mit einem Weltmarktpreis von 1-2 Euro gegen eine Impfkampagne zum Preis von 60-70Euro auszutauschen würde den Interessen von Großkonzernen zuwiderlaufen…Ja, ich weiß, jetzt bin ich natürlich ein Verschwörungstheoretiker…ich entschuldige mich schon vorauseilende dafür hier meine Meinung zu äußern….als Impfling-2.Klasse (immer geimpft, aber in diesem Fall die „Rote-Hand-Briefe“ gelesen) bin ich sowieso unwürdig und werde den Meinungsmachern notfalls zum Fraß vor geworfen ;-) Gehabt euch wohl, liebe Mitbürgen

      Antwort

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