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Buchtipp: Am Ende sterben wir sowieso

„Am Ende sterben wir sowieso“ (englischer Titel: „They both die at the End“) von Adam Silvera ist ein feinfühliger Roman, der vor allem mit Kreativität, liebenswerten Charakteren und Herzenswärme überzeugt und es dabei schafft, die unterschiedlichsten Emotionen auf einmal auszulösen. Ganz sicher nicht nur ein Buch für „junge Erwachsene“. 

Von Eva Unterrainer

Buchcover
„Am Ende sterben wir sowieso“ – Simon & Schuster Verlag

Auf TikTok wird „Am Ende sterben wir sowieso“ mit Sätzen wie „Dieses Buch hat mein Herz 1000-mal gebrochen!“ oder „Diese Geschichte hat mich zerstört zurückgelassen.“ empfohlen. Ein Buch, das „zerstört“? Da muss man ja fast einmal einen Blick hineinwerfen! 

Bei einem kurzen Blick bleibt es bei „Am Ende sterben wir sowieso“ aber sicher nicht. Der Roman fesselt nämlich von der ersten Seite an. Die Handlung spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der alle Menschen von Mitarbeiter_innen einer Organisation, genannt „Death Cast“, per Anruf über ihren Todeszeitpunkt informiert werden – so a là „Hallo Herr XY, es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass sie innerhalb der nächsten 24 Stunden sterben werden. Schöne Restlebenszeit noch!“. Diese Anrufe können jede_n jederzeit treffen. In dieser Geschichte sind zwei junge Erwachsene namens Mateo und Rufus die Unglücklichen.

Die beiden erhalten ihren jeweiligen Anruf in den denkbar unterschiedlichsten Situationen. Rufus ist gerade dabei, den neuen Freund seiner Ex-Freundin krankenhausreif zu prügeln, Mateo sitzt währenddessen mutterseelenallein in seiner Wohnung, da der alleinerziehende Vater im Krankenhaus im Koma liegt. Auch erwähnenswert: Rufus und Mateo haben einander bis dato noch nie gesehen, geschweige denn wissen sie von der Existenz des anderen. Ihr Aufeinandertreffen wird erst durch die App „Last Friend“ ermöglicht – eine Art Facebook/Tinder für alle, die einen Anruf vom Death Cast bekommen haben oder betroffenen Personen an ihrem letzten Tag beistehen wollen.

In „Am Ende sterben wir sowieso“ begleitet man die beiden Protagonisten während der letzten 24 Stunden ihrer Leben. Da gibt es natürlich noch einiges zu erledigen: Familie und Freunde werden verabschiedet, einmalige Bucketlist-Erlebnisse nachgeholt (Es gibt eigene „Parks“, in denen man al…

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