Staatsakt in der Oper – Ein merkwürdiges Schauspiel

12. November 2018 UZ 1

Ein Kommentar von Stefan Kastél. Es mutet einigermaßen seltsam an, einen Staatsakt in der Oper zu verfolgen, indem das angeblich Gemeinsame zelebriert wird. PolitikerInnen, die normalerweise für das Schüren von Zwietracht und Missgunst bekannt sind, applaudieren plötzlich dem amtierenden Bundespräsidenten für seine verbindende Rede und seinem Aufruf zum Konsens in der Politik.

„Sie werden sich wundern, was alles gehen wird“

21. Mai 2016 UZ 1

…diese Worte stammen aus dem Mund von Norbert Hofer, dem Bundespräsidentschaftskandidaten der FPÖ, der den ersten Wahlgang deutlich für sich entscheiden konnte. Wenig überraschend bleibe ich der festen Überzeugung, dass ein deutschnationaler Burschenschafter im höchsten Amt der Republik Österreich nichts verloren hat. Das ist eine prinzipielle Frage, aber auch eine von akuter Tragweite: Allen Umfragen nach ist die FPÖ gegenwärtig die mit Abstand stärkste Partei. Mit einem Bundespräsidenten Hofer könnte es noch in diesem Jahr zu Neuwahlen kommen, in deren Folge vermutlich die drei höchsten Ämter der Republik – Bundespräsident, Bundeskanzler, Erster Nationalratspräsident – in den Händen der FPÖ wären. […]