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Kommunistischer Autor und Aktivist Tibor Zenker verstorben

„Plötzlich und unerwartet“ mit nur 50 Jahren

Tibor Zenker (kottan.info)

Der österreichische Autor, Journalist und Politiker Tibor Zenker ist heute Donnerstagfrüh (16. April) im Alter von 50 Jahren plötzlich und unerwartet zu Hause in Wolkersdorf (NÖ) gestorben. Das gab die Partei der Arbeit Österreichs (PdA), deren Vorsitzender er war, auf ihrer Homepage bekannt.

Geboren am 7. März 1976 in Wien, prägten Zenker früh Politik, Literatur und Theater. Als Sohn des Schriftstellers Helmut Zenker, schrieb er mit seinem Zwillingsbruder Jan Theaterstücke wie „Kottan ermittelt: Rabengasse 3a“ und „Kassbach“, später war Tibor auch als Krimi-Autor tätig.

In Büchern wie „Stamokap heute“ (2005), „Was ist Faschismus?“ (2006) oder „Der Imperialismus der EU“ (Band 3: 2014) verband er theoretische Schärfe mit politischer Intervention.

2019 wurde Tibor Zenker Vorsitzender der 2013 gegründeten Partei der Arbeit, die seine ideologische Handschrift trug. Aus seiner Feder stammt sowohl die Gründungs- und Grundsatzerklärung als auch das Statut der marxistisch-leninistisch orientierten Partei.

Zenker war von 1998 bis 2001 Kolumnist der KPÖ-nahen Wochenzeitung Volksstimme und danach mit journalistischen Artikeln, politischen Essays und wissenschaftlichen Beiträgen in diversen Print- und Onlinemedien präsent. Auch für Unsere Zeitung hat Tibor scharfzüngige Kommentare und historische Analysen verfasst. Seine Texte auf unserem Portal reichen von politischen Kommentaren über historische Einordnungen bis zu humorvollen Beiträgen. Wer sie heute liest, begegnet einem Autor, der zuspitzen konnte, ohne den Blick für Zusammenhänge zu verlieren. Im zu Ehren hier alle gesammelten Beiträge:

Tibor Zenker hatte einen Sohn und eine Tochter und lebte mit seiner Lebensgefährtin in Wolkersdorf im Weinviertel (NÖ). Sein früher Tod reißt eine tiefe Lücke.


Nachruf: Michael Wögerer
Titelbild: idcommunism.com

 

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